
Wenn es nur Barney wäre, das wäre ja halb so schlimm!
Eine "neue" Strategie setzt voraus, man hätte eine alte - das trifft ja so nicht zu. Leider hatte man für die Zeit nach dem militärischen Sieg nicht die geringste Vorstellung, wie der IRAK aufzubauen wäre. Hinter Bush, der wie ein treuer Schäferhund auf der befohlenen Fährte bleibt, steht der Kreis von Hardlinern, von denen noch Tricky Dick Cheney im Weißen Haus, der Rest im "American Enterprise", bzw. Wolfowitz bei der Weltbank und Rumsfeld im Ruhestand sitzen. Die NSS 2002 ist genau vom gleichen Club, damals mit Bush sen. schon im März 1992 als "Neue Weltordnung" und globale Hegemonie der USA vorgebetet, und wäre auch ohne 9/11 so gekommen - die Attentate waren nur ein passender Anlass.
Leider ist es speziell seit der Ära R. Reagan in den U.S.A. schon salonfähig für den "Imperialen Präsidenten", die Legislative, also Kongress und Senat, zu belügen, bzw. zu ignorieren. Also Kanonenfutter...

Also ein Großteil von Persern, Arabern und Orientalen allgemein lebt in Europa. Daher ist es auch zu einem nicht geringem Teil ein europäisches Problem.
...und das nicht erst seit dem Krieg im Irak. Deswegen hatte Europa allen Grund etwas nachdenklicher zu sein, als es um eine Problemlösung im amerikanischen Sinne ging.
und Roman Herzog hat nicht das erste Mal verwunderliche Aussagen geäussert...

Während Roman Herzog ganz richtig unsere Demokratie in Gefahr sieht, stehen auf Ihrer Titelseite weiter Hetze gegen den "Erzfeind" Präsident Bush. Sollte man sich angeschts der kathastrophalen demokratischen Situation nicht besser mal um sich selbst kümmern als immer gegen andere hetzen?
Oder ist Ihnen unsere Demokratie nichts mehr wert? Roman Herzog sagte wörtlich: "Es stellt sich die Frage, ob man die Bundesrepublik Deutschland überhaupt noch uneingeschränkt als parlamentarische Demokratie bezeichnen kann."
Schön wenn man von eigenen Problemen durch dadurch ablenken kann, daß man mit dem moralischen Zeigefinger ständig auf andere zeigt.
Nennen Sie mir mal eine einzige Diktatur die ihr Volk nicht unterdrückt, die nicht gemordet und nicht gefoltert hätte? Das alles scheint offenbar niemand mehr der Rede wert zu sein. Zugegeben, bis es soweit ist wird es noch eine Weile dauern, daß aber die Weichen dorthin jetzt gestellt werden und alle lustig dazu klatschen und nichts besseres zu tun haben als Mistkübel auf den amerikanischen Präsidenten zu kippen erschient mir sehr unverständig.
Erst sollte man doch mal die eigenen Probleme lösen, doch da wird nur weggesehen.

Trotz aller Statistiken und Umfragewerten werden die Truppen im Irak aufgestockt, egal was der Mob dazu sagt.
Hinter verschlossenen Türen wird solange Meinungsfindung betrieben bis eine Mehrheit gefunden ist.
Für den Kriegsbeginn gab es schon erfundene Wahrheiten und auch für die Truppenaufstockung findet sich eine.
Ob sie hinterher als Lügen enttarnt werden, hat auf die Aktion keine Wirkung mehr.
Aus diesem Grund wäre eine Volksabstimmungen anzudenken, denn kleine Gremien sind einfacher zu manipulieren als die große Masse.

Wo ist das Problem? Im Unterschied zu den meisten Europäern wissen Hunde wenigstens, was sie wollen.

Die Überschrift des Artikels taugt für eine Satire, aber nicht als Aufmacher für einen ernsthaften Artikel. Doch natürlich paßt sie in die Stoßrichtung des Autors (nicht nur in diesem Artikel), die er mit folgenden Worten unterstreicht:
“Es ist nur wenig übertrieben zu sagen, dass außer Frau Laura und Hund Barney fast niemand mehr zu George W. und seiner Irak-Politik steht.”
Selbst unter Berücksichtigung der letzten Umfragewerte stimmt diese Aussage nicht, es sei denn, man übersetzt das Verhältnis von ca. 1/3 (pro) und 2/3 (contra) mit „fast niemand“.
Der Verfasser zitiert zum Schluß aus Richard Nixons Rede vom 30.4.1970. Natürlich hat er ein Zitat gewählt, das in seine Optik paßt. Aber Nixon hat in der gleichen Rede auch folgendes gesagt:
„If, when the chips are down, the world's most powerful nation, the United States of America, acts like a pitiful, helpless giant, the forces of totalitarianism and anarchy will threaten free nations and free institutions throughout the world.
If we fail to meet this challenge, all other nations will be on notice that despite its overwhelming power the United States, when a real crisis comes, will be found wanting”
Diese Worte stimmten damals und sind heute nicht weniger wahr.