
Boese Zerstoerer- fast hatte man Mitleid mit den mittelmaessigen Gutmenschen. Letztendlich , der angerichtete Schaden ist ein Kleks, wenn auch ein lauter und aggressiver, aber vielleicht deswegen auch ehrlicherer.
Viele der Kommentare beschuldigen den Krawallierenden (der nicht nur unbedingt ein Ausla¡nder sein muss)des Faulseins, Ungehorsamkeit, Anstandslosigkeit, etc, also all das typische, und fordern ein hartes Durchgreifen. Die Schule und der arme Lehrer parallel als Allesloeser und der Aufstreber als Kontrapunkt...
Man muss die Spelregeln in einem Land respektieren.
Aber tut es denn einer noch? Manager bescheissen am laufenden Band, Steuern werden von allen hinterzogen, Offene Rechnungen von feinen Herren(und Damen) nicht gezahlt, falschparkende Edelkarossen, Platz da jetzt komm ich Attitueden in Bonzenvierteln. Hire and fire am laufenden Band mit Arbeit, die ueber Kurzarbeitsvertraege oder gleich ohne Vertrag abgewickelt werden. Kurzum, es fehlt Respekt an allen Ecken und Enden. Hart durchgreifen sollte man dann bitte auf allen Ebenen und nicht nur bei Randalierern!

In der April-Ausgabe des Magazins "Cicero" steht ein erstklassiger Artikel zu den 68ern. Titel: "Mehr geschadet als genutzt - eine Abrechnung mit der 68er-Bewegung".
Zitate gefällig? Bitte sehr:
"...Fassen wir zusammen. Die 68er waren die Putztruppe, die Nazi-Deutschland ausfegte. Besten Dank dafür. Zugleich aber waren sie der Dreck in der Düse Deutschlands, die durch sie lange verstopft blieb. ...."
Oder das hier:
"...Die 68er haben ihre Erfolge verklärt und ihr Versagen verdrängt. Sie sind zwar oben angekommen, aber dennoch gescheitert. Unterm Strich haben sie mehr geschadet als genutzt, unsere Helden von 68. Und in ihrer Halsstarrigkeit und Selbstgefälligkeit erinnern sie auf ihre alten Tage sehr an das Gebaren derer, die sie einst bekämpft haben. ...."
Und schließlich:
"...Wir können inzwischen auch milde [mit ihnen; Anm. von mir] sein. Denn wir haben sie bald überstanden. Einmal noch kräftig erinnern. Und dann ist es "vorbei, bye bye Junimond", wie Rio Reiser einst sang".
Tip: Heft kaufen, Artikel lesen.

Herr Zamankan,
dann hoffen wir einmal im Interesse Frankreichs, daß Ihre Prognose zum Wahlausgang auch tatsächlich eintrifft. Es wäre wenigstens ein Lichtblick und Hilfe zur Lösung des Problems.

Ich habe selbst als Student fünf Jahre in Frankreich gelebt und war entsetzt über den dort alltäglichen Rassismus und die strukturelle Ausgrenzung der Migranten.
Langsam kommt die Quittung und es wird immer mehr Verantwortlichen in Politik und Gesellschaft klar, dass wir jahrelang unsere eigenen Bügerrechte mit Füssen getreten haben, indem wir Ungleichheit, Parallelgesellschaften, ethnische Enclaven, rechtsfreie Räume - Ghettos - zugelassen haben.
Nirgends in Europa wird dies deutlicher, als in der französichen Banlieue - und von dort fährt man schwarz in die Stadt und kommt am Gare du Nord an.
Ob dann Sarkozys Gummiknüppel die Probleme noch beseitigen kann, ist fraglich. Trop tard, Monsieur.

Nach 2 Jahren in Paris muss ich jetzt doch auch mal ein Kommentar zu diesem Thema abgeben. Man kann hier Gewiss nicht von normalen "Jugendlichen" reden. In Frankreich wird eher die Bezeichnung "Racailles" für diese Leute verwendet. Jugendliche ohne Perspektive, aus der Banlieue, kein Job...,unzufrieden, dadurch gewaltbereit und hasserfuellt, nur darauf wartend eine Gelegenheit zu finden Ihre Agression und Ihren Unmut gegen das System auszulassen aus dem sie ausgeschlossen sind.
Gerade am Gare du Nord sieht man jeden Tag "Jugendliche" einfach nur in Gruppen, nichtstuend herumstehen.
Frankreich hat durch die Kolonialisierung ein riesen Problem vor der Haustuer, welches immer mehr auszuarten scheint. Die Wahlen sind ja auch schon in zwei Wochen. Dieser Vorfall wird wohl leider Sarkozy noch mehr Stimmen bringen!

Nach 2 Jahren in Paris kennt man die Spannungsfelder hier schon ganz gut. Dass die Franzosen durch ihr Schulsystem, Protektionismus und Ausgrenzung ihren eigenen Ansprüchen an "égalité" nicht immer gerecht werden stimmt schon. (Und dazu gab es ja schon um Weihnachten 2005 einen sehr guten Artikel in der Wochenzeitung "Die Zeit") Aber das rechtfertigt ja nun noch lange nicht, dass man schwarzfahrende Jugendliche nicht mehr zur Aufnahme der Personalien mitnehmen darf und das deswegen ein ganzer Bahnhof geplündert werden darf.
Um alle grösseren Städte dieser Welt scharen sich nun einmal Menschen, die in irgendeiner Form von den Wohlstandsstrahlen der Stadt profitieren wollen und nicht alle schaffen es. Das ist traurig. Aber der absolute Glaube, dass so etwas immer verhindert werden kann ist Sozialromantik.
Die Diskussion hier, ob die 68er nun Schuld oder Recht haben oder eben die Anderen ist nun sehr deutsch. Denn in Deutschland muss immer einer Schuld haben und irgendwas muss immer verboten werden oder der Staat muss eingreifen. Flugverkehr, Autofahren, Pelze tragen, Stand By usw usf. Da haben die Franzosen etwas was die Deutschen nicht haben: Sie sind nicht hysterisch und besitzen auch noch "liberté". Und das ist echt cool hier.

Solche Proteste gehören in Frankreich (bei jeder Gesellschaftssicht) zum Verlauf einer Demo. Man erinnere sich z.B. an die Proteste von franz. Bauern oder Speditions-Fahrern. Das hat dort Tradition (Franz. Revolution und Ursprung der 68`er Bewegung). Dagegen sind deutsche Demonstranten die reinsten Chorknaben! Ein franz. Journalist sagte mal, daß man in Frankreich überhaupt nicht ins Visier der Nachrichten käme, würde man Demos so ablaufen lassen wie in Deutschland.
Und die Bilder zeigen, wie gut sich Migranten in Frankreich integriert haben. Sie haben die landesüblichen Sitten (bei Demos) einfach übernommen. Nicht mehr u. nicht weniger.
Ein nordafrikanischer Student belächelte eines Tages mal meinen deutschen Paß. Er sagte "Du kannst hier (in Deutschland) 100 Jahre alt werden, Du bleibst immer Ausländer". Und auf meine Frage wegen den Unruhen in Frankreich sagte er: "Der Unterschied zwischen Deutschland u. Frankreich ist der, daß es in Deutschland Rassismus gibt".

Schon einmal in einer Banlieu gewesen? Schon einmal eines dieser architektonischen Monster gesehen? Überhaupt einen Schimmer von der dort vorherrschenden Lebenswirklichkeit?
Null, Nichts, Fehlanzeige!
Statt dessen 'Mob' und (jetzt aber) 'ethnische Unruhe', nicht
zu vergessen '68 !
Sarkozy als letzte Hoffnung zukurzgekommener bundesdeut-
scher Kleinbürger, deren eigene Abstiegsangst latent in der
sog. Meinung mitschwingt.

...daß in Frankreich mal der eiserne Besen kreist. Wenn dort nicht bald richtig durchgegriffen wird, sind die Franzosen nicht mehr Herr im eigenen Lande.
Außerdem wird diese Welle der offenen Gewalt auch noch zu uns hinüberschwappen!

....jede polizeiliche Maßnahme ist sogleich Rassismus. Toll. Das ist , wie dies von anderen hier richtig gesagt wurde, das Ergebnis der Vollstandsfuzzis von 68 !!!! Wegschauen wurde als Toleranz bezeichnet und bekam einen sozio-intellektuellen Touch dadurch.
Heute leben diese Typen im vornehmen Marais und hier in den noblen Gegenden und nehmen als Lehrer und sonstige Staaatbedienstete gerne die Allimentation durch den Steuerzahler des Staates in Anspruch, den sie immer bekämpft haben. Nicht von ungefähr kriechen auch jetzt im Zusammenhang mit der Haftentlassung von RAF-Mördern wieder die Ewiggestrigen aus ihren Schlupflöchern und bekommen feuchte Augen, wenn sie die Namen ihrer alten "Heroen" hören. Was soll eine Jugend denn denken, die so etwas als Vorbild präsentiert bekommt !?!

An dieser Stelle möchte ich einmal darauf Hinweisen, dass es solche Ausschreitungen bereits mehrfach Deutschland gegeben hat!
In Jahren 2006 und 2007 gab es in Berlin in einschlägigen Vierteln (Neuköln, Kreuzberg, Wedding) mehrfach den Versuch der Gefangenenbefreiung. Hintergrund ist immer die Festnahme von Jugendlichen mit migrationshintergund gewesen. Es haben sich hierbei blitzartig Jugendliche zusammengerottet und geschlossen die eingesetzten Polizeikräfte angegriffen. Auch in anderen deutschen Großstädten (Köln, Hamburg, Frankfurt) ist dieses Phänomen zu beochbachten. Weiterhin gebe ich zu bedenken das die (Gott sei dank) abgeschwächten Krawalle am 1.Mai fast ausschließlich von Jugendlichen und sog. Krawalltouristen (im Prinzip eine andere Form von Hooligans) durchgeführt werden. Selten ist hierbei die Durchsetzung eines politischen Zieles der Anlass für solche Ausschreitungen.
Meiner Auffassung nach liegt der Schlüssel zur gesellschaftlichen Bewältigung solcher Lagen insbesondere in dem z. Zt. katastrophalen Bildungssystem. Wir müssen diese Menschen durch Bildung, polizeiliche Präsenz und ganz klaren Vorgaben die Richtung vorgeben.
Leider spart die BRD genau hier und wird eine bittere Quittung dafür erhalten!

Ihrem "Hoch" auf die 68er setze ich folgendes entgegen:
"Dank" den 68ern können heute straffällige Asylbewerber praktisch nicht ausgewiesen werden, weil das ja "unmenschlich" und "rassistisch" ist. "Dank" den 68ern wird jeder, der eine Ausweisung in einem solchen Fall dennoch befürwortet, als "Rassist" verunglimpft.
"Dank" den 68ern sind heute Urteilsbegründungen wie die der Frankfurter Richterin, die den KORAN(!) zu ihrer Urteilsbegründung herangezogen hat, möglich. "Dank" den 68ern tolerieren wir uns irgendwann noch zu Tode, weil ja auch die 3. und 4. und jede weitere Nachkriegs-Generation selbstverständlich immer noch verkappte Nazis sind.
"Dank" den 68ern hat heute jeder Kindermörder das Recht auf "Resozialisierung" - und mordet munter weiter, wenn er wieder draußen ist. Lebenslang ist ja SOOOO unmenschlich... "dank" den 68ern denkt niemand an potentielle weitere Kinder-Opfer.
Die 68er haben der blutrünstigen linksfaschistischen Mörderbande RAF erst den ideologischen Boden bereitet -
- noch mehr gefällig, Herr Diesing?
Und darauf nun ein "Hoch"? Nein, ich sch.... auf Ihre 68er! Die Gesinnung dieser Menschen hat unserem Land nachhaltig geschadet, bis heute. Denken Sie mal drüber nach.

irgendwie sagt jeder der cocommentatores die wahrheit,da alles sehr komplex ist.nicht genügend wird berücksichtigt, dass die folter bei der französischen polizei weit verbreitet sein soll.

Und mit den 68ern wäre der Sozialismus heute die herrschende Regierungsreform in Europa und Europa ein willfähriges Anhängsel der Sowjetunion.

Ich gewinne den Eindruck, dass der eine oder andere Kommentar geprägt ist von Ausländerhass.
Man muss sich auch vor Augen führen, welche Hintergründe dazu geführt haben, dass die Situation eskaliert ist (wie damals 2005)
Die französische Regierung hat selbst ihren Teil dazu beigetragen. Sie hat es versäumt in den letzten Jahrzenten eine erfolgreiche Integrationspolitik zu betreiben. Vielmehr hat sie die Migranten in die Vororte verbannt und untätig dabei zugesehen wie sie sich zu Randgruppen entwickelt haben.
Da verwundert es kaum, dass der Hass auf die Regierung und die Justiz immer mehr geschürt wurde.
Es ist immer ein Ursache-Wirkungsprinzip.

Ich frage mich, warum sich auch die FAZ an der verbreiteten politisch korrekten Sprachkontrolle beteilgt. Wir alle wissen doch, das es anders ist. Die allerorts als "Jugendliche" bezeichneten französischen Krawallmacher dürften weitestgehend Ausländer - oder sagen wir wenisgtens: Jugendliche mit Migrationshintergund - sein. Wenn Hooligans prügeln heissen sie doch auch Hooligans und nicht "Jugendliche".
Wenn man etwas verbessern will, muss man das Kind beim Namen nennen. In Frankreich sind noch weit größerere Parallelgesellschaften entstanden als in Deutschland. Schließlich leben bei unserem südlichen Nachbarn 11% Muslime, bei uns sind es nur 3,5%.
Fakt ist: Diese Krawalle sind nichts anderes als ethnische Unruhen, da hilf auch kein Verstecken hinter harmlosen Worten. Denn nur so werden wir des Problems bewußt und können vielleicht verhindern, daß aus Parallelgesellschaften eines Tages nach Sezession strebende ethnische Enklaven werden...

Es gibt nur eine einzige Möglichkeit, diesem Mob den Garaus zu machen: Entschlossenes Handeln mit Null-Toleranz. Diese Randalierer gehören gecasht und eingesperrt - oder wahlweise ab in den Steinbruch!
Hoffentlich gewinnt Sarkozy die Wahl und greift richtig durch in Frankreich.

Erst wurde den Europäern ein Denk- und Sprechverbot erteilt, sobald sie darauf hinweisen wollten, daß Muslime sich hier nicht einleben. Jetzt haben wir den Salat. Oder haben sie sich vielleicht eingelebt? Die Parolen, die die Randalierer schreien entsprechen oftmals den Schlagzeilen der Medien des linken Establishments.