Ein großer Schweiger: Milan Kundera

Milan Kundera

Verrat in Zeiten des Kommunismus

Der tschechische Erfolgsautor Milan Kundera („Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“) zählte in den Sechzigern zu den prominentesten Weggefährten des Reformkommunismus - und hatte später selbst Schreibverbot. 1950 verpfiff er einen antikommunistischen Aktivisten. Der landete im Kerker. Kundera schweigt dazu bis heute. Von Karl-Peter Schwarz, Prag

Lesermeinungen zum Beitrag

17. Oktober 2008 10:10

Nicht gerichtet werden?

Josef Bujtor (Mramorak)

Ich hätte nur gerne gewußt, warum Herr Gedula nicht gerichtet werden wollte, für Taten, die er vor 20-30 Jahren begabgeb hatte?

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13. Oktober 2008 11:13

Kundera nicht der Einzige

Josef Bujtor (Mramorak)

Als ich im Zwangsarbeitslager war, wurde ich von einem kommunistischen Bewacher geschlagen, weil ich etwas sagte, das ihm nicht gefallen hatte. Ich war damals etwa 16. Einige Jahre später kam auch er nach Deutschland (mit seiner deutschen Frau). Er gab an, vom Tito-Regime verfolgt worden zu sein. Obwohl er dem Tito-Regime diente. Ich bin überzeugt, es gibt noch viele dieser Art in den freien Ländern. Und wieviele von denen arbeiten heute gegen die Freihet in der sie Leben?

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13. Oktober 2008 08:19

Geschichtlich interessant

Mike Gedudel (gedudel)

mag es wohl sein. Gleichwohl sind 50 Jahre eine wirklich lange Zeit. Ich möchte für meine Fehler von vor 20 oder 30 Jahren nicht mehr büssen müssen.

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13. Oktober 2008 07:12

Herr Kundera

uwe mildner (recfarm2)

Nun habe ich Ihre Bücher gelesen, mehrere und sie haben mich angesprochen. Seltsam nur, dass immer ein Gefühl dabei war, da stimmt etwas nicht. In der Lächerlicherlichen Liebe schien mir etwas gezielt banalisiert. Sprich, ich versuchte mir das Psychogramm des Schriftsteller-Ich vorzustellen und dabei beschlich mich dieses Gefühl. Jetzt, nach so vielen Jahren, haben Sie eine sehr starke Karte zugespielt bekommen, werden sie damit umgehen können...? Wann wird Ihr Buch der Lächerlichen Wahrheit erscheinen...? Damals waren Sie jung und suchend, heute können sie weise und am Lebensalter der vollkommenen Liebe sein, wir dürfen sehr gespannt sein.... Nein, ich verurteile Sie nicht, nur das im Beitrag geschilderte Handeln ist zu verurteilen. Wahrscheinlich werde ich Ihre Bücher neu lesen und erschließen...

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