
denn mit so einem 1000jährigen Rückblick können Sie alles mögliche begründen (Beispiele möchte ich hier lieber nicht aufführen).
Allen anderen sei gesagt, dass es sich bei den deutschstämmigen Schlesiern in Schlesien im Gegensatz zu in die BRD eingewanderten Türken, Polen o.a. nun einmal nicht um Migranten handelt. Das ist schon ein kleiner, aber wesentlicher Unterschied, der übrigens auch die Grundlage für genau das gleiche Privileg (Nicht-Scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde) der dänischen Minderheit in Schleswig-Holstein ist.

Wundert sich da vielleicht jemand?
Dem, der sich wundern sollte, ist ein wenig Einblick in die Geschichte der deutsch-polnischen Beziehungen in den letzten 1000 Jahren angeraten.
Riedelbauch (HRi)

Der polnische Ministerpräsident Jaroslaw Kaczynski entpuupt sich nicht nur als Populist, dem anscheinend auch rechtsradikales Gedankengut gut genug ist um beim aktuellen Zeitgeist mitzuschwimmen, nein, er zeigt sich auch von erschütternder intellektueller Mittelmäßigkeit. Der europäische Minderheitenschutz unterscheidet nämlich trennscharf zwischen autochtonen (angestammten) und zugewanderten Minderheiten. Das sogenannte Minderheiten-Privileg gibt es so z.B. für die dänische Minderheit in Norddeutschland oder aber die Slowenen in Österreich. Denn dieses Minderheiten habe sich durch politische Entwicklungen in einem Staat wiedergefunden, den sie nicht gewollt haben. Das kann man von Zuwanderen nicht sagen - sie haben sich für ihre neue Heimat im Normalfall bewusst entschieden. Die Argumentation der polnischen Rechtsradikalen in Kravatte und Anzug ist daher völlig unakzeptabel; man sollte sie als das verstehen, was sie ist: eine national-chauvinistische Gesinnung, die im übrigigen auch von einer erstaunlichen Undankbarkeit gegenüber Duetschland un der E.U. zeugt.

Durch die Aufhebung dieses Privileges würden die Deutschen überhaupt nichts verlieren. Sie würden nur auf die Ebene der Polen hinuntersteigen.
Und man stelle sich mal vor, die Migranten in Deutschland würden mit solch einem Privileg liebäugeln u. evtl. Anträge stellen. Der Protest der Deutschen wäre ungeheuerlich! Täglich gebe es Unterschriftenaktionen.
Man würde alles wieder in einen Topf werfen: Ehrenmorde, Zwangsheirat, Parallelgesellschaft, islamist. Terror, Rütli-Schule u. sogar Döner-Gammelfleisch.
Dann würden Politiker das ganze noch schön umrühren, mit Zahlen aus irgendeiner Statistik (Asyl, Sozialhilfe, Kriminalität) würzen und den Deutschen als TYPISCH AUSLÄNDER servieren!
Und wie immer gäbe es für die Migranten ein ganz klares: NIEMALS!

Ganz klar, isolieren bringt Isolaltion.
Herr Kaczynski möchte jede Begünstigung der EU, bezahlt in der Mehrheit mit Deutschen Zahlungen, aber "Geben" an Minderheiten in seinem eigenen Land, werden für ihn zum Fremdwort.

EU hätte noch einige Jahren so stabil bleiben sollen, anstatt sich zu schnell und voreilig aus geo-politischen und neo-liberalen Standpunkt heraus, sich weitere Mitglieder anlacht.
Die Osteuropäische Länder brauchen noch weitere 20-30 Jahren um sich vom einflüssen der langen politischen Diktat zu befreien.
Die These der Demokratiesierung vom Heute auf Morgen ist niergendwo realistisch und durchführbar.
Weder in Asien, Afrika, Amerika und noch in Europa.
Das Volk muß sich die Demokratische Grundeigenschaften erarbeiten.
Die Osteuropäische Länder erleben zur Zeit eine Phase der Selbstfindung und Orientierung.(10-15 Jahren)
Die Rechtslastigkeit der polnische Regierung ist halt eine natürliche Reaktion.