
Es ist zu hören, dass der Iran seine Ölgeschäfte mit Europa in Euro abwickeln will. Das ist sträflich aus der Sicht der USA und würde die Weltwährung DOLLAR bis auf die Grundmauern erschüttern.
Das ungewöhnliche Kuscheln mit dem UN-Sicherheitsrat ist auffällig und dient wohl der Öffentlichkeitsarbeit, um ihn letztendlich mangels diplomatischer Verhandlungsunfähigkeit bloßzustellen. Dies würde auch die öffentliche Meinung für einen Krieg gewinnen aber eine weitere kriegerische Auseinandersetzung mit den USA könnte Solidarität unter den Ländern im Nahenosten hervorrufen. Deshalb gehe ich von einem weiterem Kuschelkurs aus.
In die Betrachtung sollte weiterhin einbezogen werden, dass den USA schon Unruhen im Iran ausreichen würden (wie beim Schah). Sollte eine Spaltung des Irans gelingen, in dem der kurdische Bevölkerungsanteil abtrünnig wird oder für Unabhängigkeit kämpft, wäre die USA einen großen Schritt weiter, denn die Ölquellen liegen hauptsächlich unter kurdischen Gebieten. Dieser Konflikt könnte sich auf die Türkei ausweiten und die NATO wäre in der Verantwortung. In einer solchen Situation wäre die USA bestimmt hilfreich zur Stelle, da die kurdische Armee schon im Irakkrieg an der Seite der USA kämpfen durfte.
Aus diesem Blickwinkel sollten die Unruhen im Irak und die Diskussionen über den Iran betrachtet werden. Es gab schon zögerliche Erklärungsversuche aus den USA für die Bombenattentate im Irak, mit Hinweis auf iranische Beteiligungen.
Schach...

Ihrem Beitrag,
Herr Martin Kammlot,
stimme vollstaendig zu;
Iran hat selbstverstaendlich das fundamentale Recht,
Forschung zur Urananreicherung durchzuführen, solange dies beweisbar zu freidlichen und auch zu Verteidigungs-Zwecken dienen sollte, wie jede andere wissenschaftliche Forschung.
Worum es sich hier im Falle des Konfliktes USA/Iran eigentlich handelt, wie auch in den meisten Beitraegen richtig erkannt, ist, dass USA eine Ausrede sucht, um die Erdölquellen der Welt zu sichern, wie es im Falle Irak geschah. Denn die Erdölquellen der USA gehen in 10 Jahren zu Ende; dies dürfte aber keinen Grund bilden , für einen kriegerischen Akt. Wenn die Welerdölvorkommen zu Ende gehen, dann sollte man lieber Forschung betreiben in alternativen Energiequellen wie die Kohleverflüssigung.
Was ich mit meinem Beitrag an sich verhindern wollte, war ein sinnloser Krieg, woran dann Millionen von Menschen leiden würden, welcher Nationalitaet, welcher Religion oder welcher Rasse sie immer sein mögen.
Dr.-Ing. Hayri Ergun
Privatdozent

...oder auch: Wenn Deine Augen 'ja' sagen, wie können Deine Lippen das Gegenteil behaupten?
Ahmadineschads Äußerungen zu den "feigen Hunden des Westens", die nur getreten werden zu brauchen, hat er vermutlich absolut ernst gemeint.
Vielleicht hat er sich gleichzeitig auch noch gedacht: 'leichtgläubige und dumme Idioten, die halten wir so lange hin, bis wir unseren ersten Test machen können'
Wenn Sie wirklich Uran anreichern können, ist der Bau einer Bombe ein kleiner Schritt. Es fehlt dann lediglich noch die kritische Menge an Uran. Das Funktionsprinzip einer Bombe lernt man spätestens in der Schule im Physik-Leistungskurs, vermutlich auch im Iran.
Der Rest ist heute lange nicht mehr so schwer wie 1945. Geeignete Sprengstoffe gibt es genug, die Elektronik für genaueste Zündung derselben ist euch kein Geheimnis mehr und das allgemeine Wissen in Materielakunde ist viel weiter fortgeschritten. Dann braucht man noch etwas geduldige Ingenieursarbeit - und fertig.

Ich weiß ehrlich nicht, was ich von Tony Blair halten soll. Ist er ein Verwirrter?
Ich gehe mal bewußt mit dieser scheinbar abwegigen Fragestellung an die Sache ran. Seine Haltung zum Irak-Feldzug nämlich war noch von Irrationalität gekennzeichnet, als längst erwiesen war, daß die behaupteten MVW nie existiert hatten.
Es ist beunruhigend, wie sich schon wieder das Muster der Eskalation wie im Irak-Krieg zeigt. Iran verfügt sicher über mehr Potential als Saddams Irak, auch über mehr Bedrohungspotential. Das heißt im Umkehrschluß, daß ein Angiff auf das Land den Angreifer und die Welt erheblich teurer zu stehen käme als im Falle Irak.
Diplomatie sollte eigentlich aus mehr bestehen, als in der Medienöffentlichkeit verlautbart. Offensichtlich ist das mal wieder nicht der Fall: der Streit wird auf Steinzeit-Niveau ausgetragen (ich hoffe, daß ich meinen Höhlen-Vorfahren nicht zu nahe trete).

Es ist schon interessant zu sehen, wie mit Massenmedien und deren Sprachwahl bei Kommentaren zu bestimmten Themen die Meinung des Mobs manipuliert werden kann.
So spricht man heute ganz selbstverständlich davon, daß es Sache der Iraner ist, einen Krieg der "Weltgemeinschaft" = USA ONLY gegen sich selbst zu verhindern.
Ich kann das, was Jörg Henschel in seinem Beitrag geschrieben hat ohne Einschränkung unterschreiben und frage mich gleichzeitig, wie solche Beiträge wie der von Dr.-Ing. Hayri Ergun zustande kommen.
Falls er tatsächlich einen Dr. Titel sein Eigen nennt, sollte er analytisch zu denken gelernt haben.
Dazu gehört auch, die Worte der US-amerikanischen Administration prinzipiell als Lüge einzustufen und danach erst auf mögliche Wahrheiten hin zu untersuchen.
Die USA gehören selbst VOR den Weltsicherheitsrat als Kriegsverbrecher.
Sie waren in den Jahren nach dem 2. Weltkrieg in so vielen Fällen die Bestreiter eines Angriffskrieges, daß man keine Not bei der Suche hätte.
Sie haben bislang noch jeden Vorwand genutzt, ihre Interessen in der Welt (...) durchzusetzen.
In der Wahl Ihrer Mittel waren sie nie wählerisch.
Der Iran hat völkerrechtlich ein Recht auf Urananreicherung, selbst wenn die Unterschrift unter den Atomwaffen-Sperrvertrag kündigen würde.
Amerika und Demokratie ??? Das ist eine Beleidigung des griechischen Wortstamms.

Die USA haben sie erfunden, kurz danach haben die Russen nachgezogen. Frankreich hat sie, Großbritannien hat sie, Israel sowieso. Mit China und Pakistan sind bereits zwei Diktaturen Atommächte und Indien besitzt ebenfalls Kernwaffen.
Es war und wäre absolut blauäugig zu denken, der Iran würde in seiner derzeitigen geopolitischen Situation (Russland im Norden, Pakistan & Indien im Osten, China im Nordosten und Israel im Westen) nicht Wege suchen, um auf Augenhöhe mit den anderen Nationen mitzureden.
Alle dürfen, nur der Iran darf nicht? Da wir unsere "westliche" Kultur und Gesellschaftsform als die Richtige ansehen, halten unsere Politiker diese Ansicht natürlich für grundrichtig - für die arabische Welt und die Einwohner Irans habe ich Verständnis, wenn sie diese Einstellung nicht teilen.
Bin gespannt, worauf sich die Amerikaner einlassen werden; den Iran in näherer Zukunft als Gesprächspartner auf Augenhöhe zu behandeln oder einen weitere Krieg vom Zaun zu reißen.
Ich befürchte letzteres.

Kompromisslose Haltung
Die kompromisslose Haltung vom Iran und Drohungen von Amerikas Außenministerin deuten auf den Beginn einer Streitigkeit, worunter wiederum Millionen von schuldlosen Menschen leiden werden, wie es im Augenblick im Irak geschieht.
Hier ist es ratsam, Iran zur Vernunft zu bitten; denn es ist kaum möglich für Iran, in dem Fachgebiet von Urananreicherung Fortschritte zu erzielen. Dadurch Iran jedoch dies behauptet, wird zwamglaeufig Amerika darauf draengen, nach der Carta der Vereinten Nationen, in den Iran einzumarschieren.
Deshalb sollte man es prüfen, wie ernst man die Aussagen von Iran in Bezug auf atomare Forschung nehmen kann.
Dr.-Ing. Hayri Ergun
Privatdozent