Irak

Kleinbus mit 18 Leichen in Bagdad entdeckt

Nach dem Anschlag auf den Konvoi des Ministeriums

Nach dem Anschlag auf den Konvoi des Ministeriums

08. März 2006 In der irakischen Hauptstadt Bagdad ist am Mittwoch ein Kleinbus mit den Leichen von 18 ermordeten Irakern gefunden worden. Die Männer seien erwürgt oder gehängt worden, teilte ein Polizeisprecher in Abu Ghraib im Westen der irakischen Hauptstadt mit.

Die Hände der Opfer waren gefesselt, ihre Augen verbunden. Die Hintergründe des Massenmordes waren zunächst unklar.

Angriff auf Ministeriums-Konvoi

Augenzeugen berichteten derweil, bei einem Angriff auf den Konvoi eines ranghohen Beamten des Innenministeriums seien am Mittwoch zwei seiner Leibwächter getötet worden. Der Minister Bajan Dschabor sei nicht in einem der Fahrzeuge gewesen, sagte ein Mitarbeiter der Behörde. Die Fahrzeuge verließen demnach gerade den Ministeriumskomplex zum Tanken, als eine Bombe am Straßenrand explodierte.

Die amerikanische Armee erklärte, ein Sondereinsatzkommando habe bereits am Montag einen Regierungsbeamten aus der Geiselhaft befreit. Die irakischen Spezialkräfte hätten den mit Handschellen an ein Bett gefesselten Mann in einem Haus in Tadschi nördlich von Bagdad gefunden. Er sei vier Tage zuvor entführt und schwer mißhandelt worden. Die Geiselnehmer hätten geplant, ihn am Montag abend zu töten. Zwei Verdächtige wurden festgenommen.

Bei einem Sprengstoffanschlag in der Nähe einer Schule in der westirakischen Aufständischen-Hochburg Falludscha wurden am Mittwoch nach Polizeiangaben vier Zivilisten getötet.

Text: FAZ.NET
Bildmaterial: REUTERS

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