Nasrallah gilt auf den Straßen Beiruts als Held

Hassan Nasrallah:

Ein Stratege, aber kein „König der arabischen Welt“

Seit Jahrzehnten hat es im Nahen Osten keinen politischen Führer mehr gegeben, der die Menschen von Teheran bis Tunis so in seinen Bann zieht wie Hizbullah-Führer Hassan Nasrallah. Der Gefangenenaustausch mit Israel mehrt dort seinen Ruhm. Von Markus Bickel, Beirut

Lesermeinungen zum Beitrag

19. Juli 2008 18:20

Das fundamentalistische Fundament der regionalen Stabilietät

dirk speier (dirspe)

Mit welcher Arroganz und Überheblichkeit bewerten wir andere Kulturen und Religionen.Sind es die angeblich rückständigen oder bösartigen Länder des Islams,die die heutigen globalen Probleme erzeugt haben.Der Klimawandel ist nur ein Beispiel einer fatalen Ausrichtung unserer nach mir die Sintflut,oder nach meiner Firma,geprägten Ellenbogen Gesellschaft.Bei den steigenden Kosten und zunehmenden sozialen Ungerechtigkeiten wird das bestimmt auch nicht besser.Lösungen verlieren sich an der politischen oder ökonomischen Realietät. Im Übrigen denke ich,das der Autor dieses Artikels subtil auf die bestehenden Verhältnisse im Iran hinweist.Die dortige Machtstruktur ist sicher mehr von Religiöser Machtfülle gezeichnet.Ahmadinedjad hat einen sehr schweren Gang auch nur die kleinsten Veränderungen in sein Land zu bringen.Vergleichen wir also bestehende Einflüsse im Iran mit der im Libanon ist hier sicher ein Lob auszusprechen.Wobei man die Position Herrn Nasrallah sicher auch relativieren muss,da sicherlich die Finanzierung der Hizbullah aus iranischer Hand nicht ohne Einfluss bleiben dürfte.Leider zu Ungunsten Teilen des Iranischen Volkes,das für die Fundamentalisierung der ganzen Region den ökonomischen Preis bezahlt.

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18. Juli 2008 09:40

Haasan Nasrallah

Omran El-Dor (Omran.e)

Einen schoenen guten Tag, Vielleicht sollten andere Länder sich ein Vorbild nehmen an einem reinem Menschen, der sich mit ganzer Hingabe dem Interesse seines volkes widmet und es mit zum groesten Teil legitimen Mitteln tut. Leider kommt es in diesem Konflikt immer wieder zu Trauer, ob auf Israelischer oder Libanesischer Seite. Im Krieg 2006 hat er stets versucht zivile Einrichtungen und Zivilisten zu verschonen ( das haette auch anders sein koennen ) was Israel nicht tat. Man sollte es den Libanesen nicht veruebeln das sie so Loyal ihm gegen ueber sind, denn jeder der sein Land liebt wuerde es verteidigen!

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17. Juli 2008 21:43

Kommentar zum oben genannten Bericht

Heiner Kastens (heiner.kastens)

Sehr geehrter Herr Redakteur, ich kann wirklich nicht verstehen, wie Sie einem solchen Menschen eine Homage an seine Taten schreiben können. Das hört sich für mich wie eine Glorifizierung islamistischer Fundamentalisten an, die ich nur zurückweisen kann. Solche Herren tragen mit Ihren Ideen bestimmt nicht dazu bei, freiheitliche Werte anzustoßen und für eine gleichrangige Stellung der unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen im Libanon einzutreten. Mit dem Verständnis der Vorstellungen Ihrer Zeitung hat das aus meiner Sicht jedenfalls nichts zu tun.

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17. Juli 2008 20:25

Frieden ist unser aller hoffen und streben,Respekt unsere wahre Waffe.

dirk speier (dirspe)

Díe Sharia erlaubt die Religionsfreiheit,vor allem da der gegenseitige theologische Respekt den Schluss zulässt,das wir alle Gottes Saat entsprechen.Ob die Bibel,der Koran oder die Tora,wir sind alles Söhne und Töchter Ibrahims,also Abrahams.Die poltische und theologische Ausrichtung einer Kultur die lange Zeit von den Mächten des kalten Krieges intrigant inszeniert wurde,weckt bedarf für Selbstheilung.Der Weg zurück in die kulturelle Autonomie und der gesunden starken Selbstdefinition ist das oberste Gebot. Besinne dich zu aller erst auf dich selbst,auf deine Aufgabe vor Gott , steht vollkommen konträr zu der inszenierten Verwendung eines militärischen Potentials. Das Recht auf Selbstverteidigung,der jihad saghir,wurde herbeizitiert um vorallem die pakistanischen Koranschulen mit Geld und Hetze gegen Russland zu militarisieren.Wir ernten was wir säen,eine Form der göttlichen Gerechtigkeit. Allerdings frage ich mich ernsthaft: Wir säen doch was wir ernten wollen,oder? Ein Armutszeugniss oder der wahre Unglaube der Militärs. Respekt ist unsere neue Aufgabe! Vertrauen,auch in andere,unsere Basis! Einfach Schluss mit dem Wahn alles zu inszenieren,zu finanzieren und zu kontrollieren. Der Schuss geht einfach nach hinten los

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17. Juli 2008 19:54

Hassan Nasrallah: Ein Stratege, aber kein "König der arabischen Welt"

Normen Altmann (normenaltmann)

Ihr Artikel enthält einige Fehler. (...) Sie schreiben von Nassers Niederlagen 1967 und 1973. Nasser verstarb bereits 1970. Darüber hinaus bleibt festzuhalten, dass der von Sadat geführte Yom Kippur-Krieg (1973) weder in der arabischen noch in der westlichen Welt als Niederlage wahrgenommen wurde. Vielmehr öffnete er Ägyptens Präsident Sadat neue Handlungsmöglichkeiten, und leitete den Friedensprozess zwischen Ägypten und Israel ein; der in den Camp David-Vereinbarungen ein ersten Erfolg feierte.

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