Was, Herr Tobias Piller, für eine so sachliche und reiche Dokumentation über die Lage in Neapel und Campanien ! Solch ein Artikel ist auch nicht leicht zu finden in unseren italienischen Zeitungen . Das ist die pure und tragische Wahrheit . Aber die politische Klasse - " La classe politica " ! - will sie nicht anerkennen . Und das hat Konsequenzen . Die Demokratie kann langsam verbrennenn . Gestern hat ein neapolitanischer Regisseur gesagt, der Neapolitaner fühlt heute den Camorrista in den Strassen näher als den Politiker . Die Camorra in seiner Ansicht verstehet besser und rascher die Leute, die Problemen der Bürger . In Neapel und in der Region verbreitet sich tagaus tagein die Kultur des " Anti-Stato ", also die antistaatliche gesetzlose Mentalität . So können wir nicht mehr leben . Man soll auch in Kauf nehmen die Möglichkeit, Italien zu verteilen . Übrigens haben wir keine geschichtliche und politische absolute Wahrheit .
Ich war gestern morgen noch in Neapel. In Neapel und den Vororten liegen die Müllhaufen auf öffentlichen Plätzen und Strassen herum, einige Gemeinden weiter z.B. in Bacoli ist dies nicht der Fall. Auf die Touristen macht dies natürlich einen ganz schlechten Eindruck und eine üblere Werbung in Zeitung und Fernsehen kann man sich nicht vorstellen. Das Problem Neapels ist eine desinteressierte Bevölkerung und eine inkompetente staatliche Verwaltung. Hauruck-Übungen nach dem Motto "Jetzt muss man mal endlich.." hat es schon viele gegeben.
Eines der Hauptprobleme Italiens ist weder das Verbrennen noch das Verbuddeln von Müll, sondern die Massen an Plastikmüll, welche hergestellt und in Umlauf kommen. Ähnlich wie bei uns gäbe es fast kein Müllproblem, wenn alles als wiederverwendbare Materialien hergestellt würde und recycelt würde. So aber wird Energie bei der permanenten Neuherstellung als auch bei der Verbrennung sinnlos vergeudet. Und wie wir jetzt neuerdings erkennen, ist Erdöl teuer und vergiftet zusätzlich die Luft.
Das Metzlersche Geheimnis der ![]()
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