
Solidarität mit Unrecht und Verbrechen gegen die Menschlichkeit kann nie eine Option sein für einen Rechtstaat, Herr Marschall! Eine Armee, wie auch immer diese rhetorisch formuliert wird, die sich in einem fremden Land aufhält ist immer ein Unrecht. Jede Armee trägt in sich den Grundsatz des Rechts des Stärkeren. Rhetorisch tituliert sich jede Armee der Welt als Verteidigungearmee. Nur seltsam dass es immer wieder zu Besetzungen fremder Länder kommt!

Man stelle sich vor es wäre genau andersherum: Der Norden Afghanistans wäre das heiße Pflaster, jeden Tag Meldungen von schweren Gefechten zwischen Bundeswehr und Taliban einhergehend mit blutigen Verlusten auf deutscher Seite. Nun bitten die Deutschen ihre Nato-Alliierten im Süden um Unterstützung und diese würde ihnen verwehrt.....was für ein Aufschrei würde dann durch das Land gehen!
Hier zeigt sich mal wieder das Kreisliganiveau deutscher Aussenpolitik!

Den Amerikaner stehen aussenpolitisch - wenn auch noch nicht rhetorisch - mit dem Ruecken an der Wand, posieren am immer noch mit Saebelrasseln. Laecherlich!
Aber wer kann es ihnen verdenken, sich die Berliner Regierung vorzunehmen. Merkel betreibt Politik im Kaffeetanten - Stil.
Der Versuch der Amerikaner, sich Mitverantwortliche fuer ihr schaendliches Treiben zu schaffen, muss scheitern!
Es lebe der 'American dream'!

In der Tat ist es nicht einzusehen, daß die Bundeswehr nicht auch dort eingesetzt wird, wo es nach Beurteilung der Lage durch den Befehlshaber vor Ort - also in Kabul - erforderlich sein sollte. Zum einen hätte man sonst gleich das THW oder eine ähnliche Einrichtung anstelle der Bundeswehr nach Afghanistan schicken können. Und dann eben das Verhältnis zu den Alliierten in der NATO im allgemeinen und dort im besonderen. Dann können die Soldaten zeigen, ob sie tatsächlich so gut sind wie behauptet. Eine angemessene Ausrüstung ist dabei selbstverständlich die Vorausetzung.
Wer so blauäugig war, dem scheinbar risikolosen Einsatz in Afghanistan zuzustimmen, der sieht sich jetzt der Wirklichkeit gegenüber und wird das hoffentlich bei weiteren Beschlüssen dieser Art bedenken.
Soldaten sind in erster Linie zum Kämpfen da. Und das kann Tote und Verwundete zur Folge haben. Hat man das vergessen?

Am Besten wäre ein Rückzug der Bundeswehr in das französischen Einsatzgebiet.

Fremde Armeen haben in fremden Ländern überhaupt nichts verloren. Das sind alles sehr teure, unnütze Sandkastenspiele vieler spätpubertärer, unreifer, mit Geschichtsmankos behafteter Politiker. Das gilt für die Truppen der deutschen Bundeswehr wie auch für alle anderen Mächte, vor allem derjenigen der USA. Die Schwarz-weiss-Politik der USA hat in den letzten 50 Jahren mehr Leid über die Welt gebracht als alle anderen Konflikte zusammen, und zwar immer mit überlegener technischer Waffengewalt.
Beispiel Afganistan: Hier wurden militante islamistische Völkergruppen mit Hilfe der CIA gegen die Besetzung der Truppen aus der UDSSR aufgebaut, die später - wiederum von den USA - niedergebombt worden sind. Die Folgen sind bekannt.
Beispiel Irak: Meines Wissens sind nur zwei der achtzehn Provinzen im Irak mehr oder weniger unter Kontrolle. Die irakischen Streitkräfte sind schlecht ausgerüstet und nicht motiviert. Die irakische Polizei ist mit schiitischen Todeskommandos infiltriert.
Es funktioniert einfach nicht, diametralen, teilweise fast archaisch anmutenden Kulturen unsere westliche Mentalität mit Waffenpräsenz näherzubringen. Diese Kulturen müssen sich unter sich selber entwickeln.

Jetzt darf man mal gespannt sein wie lange Herr Jung für ein unauffälliges Einknicken braucht.
Wie ärgerlich, dass die Grünen grad nicht in der Regierung sitzen! Die Könige der organisierten Verantwortungslosigkeit hätten sicher viel schneller reagiert, man hat ja von Jugoslawien her schon Übung. Was der Jung sich überhaupt so anstellt!
Warum werden junge Deutsche quasi zur Verantwortung gezogen, dafür dass in Afghanistan noch Mittelalter herrscht?! Warum müssen die Jungs das ausbaden? Ich verstehe es nicht. Deutschland kann auch in Deutschland verteidigt werden.
Die UdSSR hat sich in Afghanistan 10 Jahre mit schweren Waffen die Zähne ausgebissen. Und jetzt sollen es unsere Soldaten mit ein paar Geländewagen und Sturmgewehren richten?! Der Feind hat über 20 Jahre Kampferfahrung und kämpft auf eigenem Gebiet. Der Begriff "Himmelfahrtskommando" zwängt sich da irgendwie auf. Geht das nur mir so?
Wenn man etwas erreichen will muss man sich doch von Zeit zu Zeit fragen ob die Zielstellung realistisch/erreichbar ist. Und: Was kostet es?
Es gab in Deutschland mal einen Herrn H., der hat diese Grundfragen des Handelns tatsächlich einfach ignoriert, man glaubt es kaum. Das Ende ist wohl bekannt.
Trittin an die Front!!!

Wie hieß das Motto der Grünen und ihrer Gesinnungsgenossen noch gleich !? 'Make Peace - not War !' .
Die Abschaffung der Bundeswehr wurde lautstark und moralintriefend gefordert ! Aber das galt wohl nur für die vorauseilend betriebene Kapitulation gegenüber dem damals kommunistischen Ostblock ...
Heute möchten diese Leute gerne mit deutschem Militär die Welt beglücken - und nun für Einsätze in Afghanistan locker 'Geld und Personal mindestens verdreifachen'. Auch an Polizeieinsätzen haben die Grün-Alternativen so richtig Gefallen gefunden. Die Friedensfreunde haben seit ihrer maßgeblichen Beteiligung am Balkankrieg offenbar Blut geleckt - und Geschmack gefunden !?

holen wir sämtliche soldaten und hilfsorganisationen in ihre heimatländer zurück!
da können die mullahs wieder in ihrer rückständigkeit weiterleben und sich gegenseitig umbringen-sie wollen das nicht anders und andere geht das eigentlich nichts an!
dies ist zwar eine abkehr des christlichen menschenbildes,missionierung ist dort allerdings gar nicht erwünscht.

Meiner Meinung nach ist der einzige Grund, warum man sich von deutscher Seite aus so gegen ein Engagement im Süden wehr, die Tatsache, dass dort die meisten Menschen sterben.
Meines Wissens nach sind bisher in Afghanistan 7 deutsche Soldaten ums Leben gekommen und alle durch eigenes Verschulden, also nicht durch Kampfhandlungen. Das hört sich alles in Wahlkämpfen und ähnlichem ziemlich gut an (wobei nach jüngsten Vorwürfen gegen KSK-Leute ist das ja mittlerweile auch zu bezweifeln). Das würde sich im Süden zu 100% ändern und genau das will die Bundesregierung verhindern.
Nur halte ich das Argument der Solidarität durchaus für ein stichhaltiges: Während nin innerhalb der NATO über solche Sachen verhandelt werden muss, spitzt sich die Lage im Süden Afghanistans immer weiter zu. Man kann sich nicht nur auf den Norden beschränken, unter dem Vorwand, das sei vorher alles so abgemacht worden und dürfe nicht verändert werden. Nein. Die Lage erfordert Unterstützung.

Es ist nicht zu fassen: Gerade die antimilitaristischen Grünen, die in jedem Soldaten einen potentiellen Mörder sehen, machen einen Kotau vor den Forderungen der USA und der Nato.
Deutsche Soldaten sollen sich also auch im Süden Afghanistans für die falsche Politik einiger rivalisierender Banden und für die mangelnde Courage der Bundesregierung, totschießen lassen und selbstverständlich dafür keinen Dank oder eventuell ein Denkmal für die gefallenen Kameraden erhalten. Das wäre ja militaristisch und könnte leicht in die nazistische Ecke gestellt werden.
Ich frage mich, wann die Grünen ernsthaft erwägen im Rahmen eines dauerhaften Friedens für deutsche Truppen im Irak zu plädieren.
Ihre Rolle als Partei der Pazifisten haben diese Herren und Damen Heuchler für mich jedenfalls verloren.
Marc Müller
Göttingen

„Der Befehlshaber in Afghanistan muß die Deutschen morgens anrufen können und ein Bataillon für den Einsatz im Süden anfordern. Das muß dann abends dort sein.“
Krieg als Mittel zur Kolonisierung und Bereicherung der US-Multis des militärisch-industriellen Komplexes und Vasallen, die die Kohlen aus dem Feuer holen, wenn der Karren in den Dreck gefahren ist - wie zu erwarten war. Und Kapitel zwei dann desgleichen im Irak, nicht wahr? Wir schaffen ja gerne Präzedenzfälle, um unsere Alliierten unter Druck setzen zu können.
Mal sehen, wie lange Herr Jung (mitsamt seiner grandiosen Idee der Grundgesetzänderung zum Einsatz der Bundeswehr im Innern) und Frau Merkel noch den Kopf aus der Schlinge ziehen können, die sich unsere naiven Demokraten im Bundestag selbst umgelegt haben, als sie unbedingt glaubten, Deutschland am Hindukusch verteidigen zu müssen.
Nachdem ein paar Abgeordnete anfangen zu zweifeln, stellt sich die Frage, wann man in diesen Reihen insgesamt nachzudenken beginnt und ganz offen die Frage diskutiert: Wen oder was eigentlich "verteidigt" Deutschland am Hindukusch?