Wann platzt die Blase in Großbritannien?

Großbritannien

Gipfelsturm der Immobilienwerte

Seit 10 Jahren steigen in England die Häuserpreise. Für Briten ist das Eigenheim Statussymbol und Wohlstandsquelle zugleich. Anders als in den Vereinigten Staaten, ist das Angebot dauerhaft knapp. Platzt irgendwann die Blase? Von Johannes Leithäuser, London

Lesermeinungen zum Beitrag

12. Mai 2008 17:59

Es gilt auch hier - sogar in GB -

Karl-Heinz Andresen (khaproperty)

das beste Mittel gegen hohe Preise sind hohe Preise. Was in England außergewöhnlich ist, war die lange Dauer des Wirtschaftsaufschwungs, den Labour unter Blair einigermaßen retten konnte - gemeinsam mit Brown an der richtigen Stelle. Dort ist er leider nicht mehr. Die Preisentwicklung bei Immobilien konnte so nicht weitergehen. Neubau rentiert sich und ansonsten macht sich Ausweichverhalten bemerkbar. Aber es kommt noch einiges hinzu. Allerdings ist es nicht die Schuld von Labour, jedenfalls nicht ausschließlich, daß die City wackelt und mit ihr das ganze Land. Einkommen und Vermögen steigen nicht weiter an, gehen hier und dort bereits zurück und die Entlassungen finden nicht allein im Finanzbereich mehr statt. Schon länger macht sich Konkurrenz im nahen und fernen Osten beim Geldgeschäft bemerkbar - zunehmend nicht nur dank der dort deutlich besseren Aussichten bei Gehalt und Steuerbelastung. Die neuerdings miesepetrige Art von Labour, über Erhöhungen bei Steuern und Abgaben im Lande und gar der City zu reden, reduziert Verdienstmöglichkeiten und Ausgabenfreude. Da auch das Wohlstandsniveau in England tendenziell zum Bevölkerungsrückgang beiträgt, bleibt auch beim Eigenheim nichts so, wie es gegenwärtig ist.

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