Präsident Juschtschenko hat Russlands Vorgehen in Georgien stark verurteilt

Krise in der Ukraine

Regierungskoalition in Kiew am Ende

Wegen Streits über das Verhältnis zu Russland ist die Regierungskoalition in der Ukraine auseinander gebrochen. Die Präsident Juschtschenko nahestehende Fraktion wirft Ministerpräsidentin Timoschenko vor, von Russland „gekauft“ worden zu sein. Von Konrad Schuller

Lesermeinungen zum Beitrag

03. September 2008 21:11

Ein gute Nachricht fuer die Ukraine sowie Freunde der Ukraine

Rolf Joachim Siegen (rolfS2)

Die Europaeische Gemeinschaft hat Serbien die Anwaerterschaft fuer 2009 in Aussicht gestellt. Dieser Schritt ist auch als Baustein auf dem Weg der Ukraine nach Europa zu sehen. Die Dinge in Osteuropa bewegen sich in die richtige Richtung - aller (west-) europaeischen Aufgeregtheiten gegenueber Russland zum Trotze.

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03. September 2008 19:48

Da ist die FAZ wohl beiden auf den Leim gegangen

thomas schulz (peanutbutter)

Es geht nicht darum, wie man sich zu Rußland verhält, nicht einmal um Politik im allgemeinen. Beide sind von dem brennenden Ehrgeiz erfüllt, Chef der Koalition zu sein. Klar, daß sie daß nicht offen zugeben können, weshalb beide irgendwelche fingierten, aber plausiblen politischen Gründe vorschieben.

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03. September 2008 16:08

Ausgleich zwischen Ost und West

Ilya Kaalinen (amor-fati)

Durch eine kluge Positionierung kann es der ukrainischen Ministerpräsidentin in der Tat gelingen, die (auch schon vor der Georgien-Krise) zweigeteilte Ukraine zu einen. Der Vorwurf, Julija Timoschenko übe "Verrat an der Sache der Ukraine" stammt von denjenigen, die ihrerseits lediglich die westukrainischen Präferenzen bedienen und dadurch erst die Spaltung des Landes forcieren. Nur jemand, der um einen Ausgleich zwischen Ost und West bemüht ist, kann die Ukraine als handlungsfähigen Staat aufrichten. Rabiat einseitige Politik - ganz gleich in welche Richtung - wird für die Ukraine immer eine Spaltung zur Folge haben. Ein wahrer Ukrainer kann daran kein Interesse haben. Wenn Juschtschenko das nicht erkennt, dann sind seine Tage als ukrainischer Politiker gezählt.

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