
Die Europaeische Gemeinschaft hat Serbien die Anwaerterschaft fuer 2009 in Aussicht gestellt. Dieser Schritt ist auch als Baustein auf dem Weg der Ukraine nach Europa zu sehen. Die Dinge in Osteuropa bewegen sich in die richtige Richtung - aller (west-) europaeischen Aufgeregtheiten gegenueber Russland zum Trotze.

Es geht nicht darum, wie man sich zu Rußland verhält, nicht einmal um Politik im allgemeinen. Beide sind von dem brennenden Ehrgeiz erfüllt, Chef der Koalition zu sein. Klar, daß sie daß nicht offen zugeben können, weshalb beide irgendwelche fingierten, aber plausiblen politischen Gründe vorschieben.

Durch eine kluge Positionierung kann es der ukrainischen Ministerpräsidentin in der Tat gelingen, die (auch schon vor der Georgien-Krise) zweigeteilte Ukraine zu einen. Der Vorwurf, Julija Timoschenko übe "Verrat an der Sache der Ukraine" stammt von denjenigen, die ihrerseits lediglich die westukrainischen Präferenzen bedienen und dadurch erst die Spaltung des Landes forcieren. Nur jemand, der um einen Ausgleich zwischen Ost und West bemüht ist, kann die Ukraine als handlungsfähigen Staat aufrichten. Rabiat einseitige Politik - ganz gleich in welche Richtung - wird für die Ukraine immer eine Spaltung zur Folge haben. Ein wahrer Ukrainer kann daran kein Interesse haben. Wenn Juschtschenko das nicht erkennt, dann sind seine Tage als ukrainischer Politiker gezählt.