Unmut unter Serbiens Nachbarn

Unerwünschte Annäherung Europas

Serbien zieht durch die Unterzeichnung des Abkommens mit der EU den Unmut seiner Nachbarn auf sich: Die proeuropäischen Eliten fühlen sich zurückgesetzt. In Serbien will Premier Kostunica prüfen, ob das Abkommen überhaupt verfassungsgemäß ist. Von Michael Martens, Belgrad

Lesermeinungen zum Beitrag

01. Mai 2008 12:01

EU

Werner Stettner (WStettner)

Für mich ist es persönlich gut nachzuvollziehen, dass es innerhalb der serbischen Politik als auch Bevölkerung Widerstände gegen eine EU-Annäherung gibt. Schliesslich war es die selbe EU, die zusammen mit den USA eine rechtswidrige Loslösung des Kosovos voran getrieben haben. Und dieser EU sollen Serbien nun voller Freude und Erleichterung in die Arme fallen? Machen wir uns nichts vor; wir würden weitaus trotziger reagieren, wenn wir 15% unseres Teritoriums verlieren würden. Ich denke nicht nur im Fall Serbien wäre es sinnvoller gewesen eine Volksbefragung zu initiieren und nicht wohlmöglich gegen den Willen Mehrheit zu handeln. Übrigens wäre diese direkte Demokratie auch in andere Belangen innerhalb der EU sinnvoll, nur dann würde sich aber zeigen, wie wenig Akseptanz diese fragile Gebilde geniesst,

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01. Mai 2008 01:24

Gibt es Alternativen?

TOBIAS RÜGER (t.ruger)

Die, die sich über die schrittweise Einbindung Serbiens in europäische Strukturen beklagen, sollen die Alternativen benennen. Serbien ist geografisch wie kulturell ein Teil Europas. Es muss daher mittelfristig auch EU-Mitglied werden. Die Kriegverbrecher zu fassen wird dann übrigens leichter sein, als es jetzt ist.

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