Mitbringsel aus London: Bierdosen-Big-Ben in Warschau

Polens Arbeitswanderung

Gesellschaft mit Auslandserfahrung

Westeuropäische Löhne lockten sie, Billigflieger machten es ihnen leicht: Viele Polen gingen auf Arbeitswanderschaft. Nun kehren die ersten selbstbewusst aus dem Ausland zurück - mit liberalen Ideen für ihre Landsleute. Von Konrad Schuller.

Lesermeinungen zum Beitrag

29. Juli 2007 16:11

zur Nachahmung empfohlen!

hermann koch (olmiro)

Während viele in unserem lande lamentieren und abgesichert durch ein soziales Netz den Hintern nicht hoch bekommen, haben ein Teil der polnischen Bürger im Ausland gearbeitet. ich habe auch hier in Deutschland einige kennen gelernt. Durchweg fleißig, engagiert und sehr freundlich. Alle, die jetzt zurück sind in ihrem Land und sich eine Existenz geschaffen haben verdienen meinen Respekt. Wenn sich westliche Medien und Bürger darüber mokieren, kann ich nur einen weißen Mann zitieren der sagte: wir leben alle unter dem gleichen Himmel, haben aber nicht alle den gleichen Horizont.

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27. Juli 2007 20:31

Polnische Arbeitskräfte in GB

Farhad Vaziri (farhadvaziri)

Ich lebe und arbeite seit Anfang 2005 in Grossbritannien. Die im Beitrag beschriebene Arbeitsmigration ist für viele Osteuropäer sicherlich von Nutzen gewesen, aber hier hat es auch dazu geführt, dass viele einheimische Arbeitskräfte-gerade aus dem Niedriglohnsektor- ihre Beschäftigung verloren haben.

Hierzulande hat der Zuzug vieler Arbeitsmigranten aus Osteuropa den Interessen der Arbeitgeber und grosser Konzerne gedient, die nämlich nur die Beschäftigung von Menschen zu Niedriglöhnen im Sinn hatten.

Bei der neuerlichen Debatte in Deutschland über die Zulassung für EU-Neubürger scheint mir auch dieser Wunsch Vater des Gedanken zu sein. Daher glaube ich nicht, dass eine solche Regelung für Deutschland nützlich sein könnte.

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27. Juli 2007 13:24

Wunderbar!

Martin Kronbichler (marrtin)

Ja, das sind wunderbare Bereicherungen fuer ein Land. Ich hoffe fuer Polen, dass demnaechst viele Emigranten auf Zeit wieder ins Land zurueckkehren und dort mit viel Schwung die Gesellschaft voranbringen.

Auch wir Deutschen sind diesbezueglich in einer recht guten Situation - haben wir uns doch in den vergangenen Jahren gesorgt, dass so viele Deutsche "ausgewandert" sind. Jetzt, im Aufschwung bei Arbeitskraftmangel, muessen wir versuchen das Blatt zu wenden und moeglichst viele "Auswanderer" wieder in D. in Lohn und Brot bringen. Damit sie, wie die ersten polnischen Rueckkehrer, das Land aufmischen und bereichern.

Wir klagen ja gern ueber fehlende Facharbeiter und Hochqualifizierte, waehrend knapp 900.000 deutsche Akademiker im Ausland arbeiten, 360.000 in den USA. Teilweise seit vielen Jahren. Warum nicht versuchen, fuer diese attraktiv zu werden?

Und warum nicht Deutschland attraktiv machen auch fuer Einwanderer aus anderen Laendern, bspw. GB, USA, Frankreich u.dgl.? Eben nicht nur Rueckkehrer, sondern auch "passende" Auslaender bereichern enorm.

Und was machen unsere Politiker? Diskutieren ueber sinnlose Zuwanderungsblockaden, statt an der Attraktivitaet des Standorts D. fuer Arbeitnehmer zu arbeiten.

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27. Juli 2007 12:47

Mentalitaetsaenderungen

Sergej Maslow (maslovss)

Selbstbewusstseinaenderung ist ein gutes Ergebnis der Arbeit im Ausland. Die Osteuropaeer (Polen, Tschechen und wir Russen endlich), die unter Kommunismuseinfluss waren, brauchen einen "neuen Hirn". Das ist wunderbar, dass das in Polen passiert. Ich kann aber nicht sagen, dass es in Russland auch so ist. Viele Russen sind auch als Gastarbeiter im Westeuropa taetig. Aber am meisten die sind nicht so hochqualifiziert also nicht so hoch ausgebildet. Und obwohl die in der demokratischen Gesellschaft im Ausland wohnen, nehmen sie die demokratischen Traditionen aus verschiedenen Grunden oft nicht. Wenn sie nach Russland zurueck kommen, kann man nicht sagen, dass sie "demokratischer" als fruher wurden.

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27. Juli 2007 10:17

Herzlichen Glückwunsch, Herr Schuller!

Magdalena Zietek (mallenia)

Ihre Aufsätze habe ich immer für wichtig für die deutsch-polnische Annäherung gefunden: deutsche Medien brauchen mehr informativen und positiven Berichte über Polen, genauso wie polnische Medien über Deutschland. Weiter so! Leider herrscht immer noch in Deutschland ein sehr negatives Bild von Polen, das leider sehr stark durch die Medien lancieren wird: viele Journalisten geben sich einfach keine Mühe, um das Land kennen zu lernen.
Deswegen ihr großes Kenntnis des Landes- und das Gefühl für Polen- sind auffällig und bewundernswürdig.

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27. Juli 2007 10:12

Herzlichen Glückwunsch, Herr Schuller!

Magdalena Zietek (mallenia)

Ihre Aufsätze habe ich immer für wichtig für die deutsch-polnische Annäherung gefunden: deutsche Medien brauchen mehr informativen und positiven Berichte über Polen, genauso wie polnische Medien über Deutschland. Weiter so! Leider herrscht immer noch in Deutschland ein sehr negatives Bild von Polen, das leider sehr stark durch die Medien lancieren wird: viele Journalisten geben sich einfach keine Mühe, um das Land kennen zu lernen.
Deswegen ihr großes Kenntnis des Landes- und das Gefühl für Polen- sind auffällig und bewundernswürdig.

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27. Juli 2007 09:57

Auslandserfahrung

Dirk Perschbacher (tuttipaletti)

Herr Deiss, sorry ich habe eine schweizer Tastatur,
einen Punkt sollten Sie nicht ausser Acht lassen. Für die polnischen Arbeinehmer besteht ein ganz anderer Druck bei der Arbeitssuche als für die deutschen. Kein Sozialsystem, Marke Deutschland. Wenn Sie z.B. Nach Meck-Pomm. schauen, wo die Arbeitslosigkeit ähnliche Ausmasse wie in Polen zeigt, ist die Bereitschaft sich zu Verändern, geschweige denn ins Ausland zu gehen, wenig vorhanden. Ich selbst war zur Zeit der Kaczynski-Wahl in Polen und schon damals war eigentlich jedem klar, was nun passiert, sie wurden trotzdem gewählt. Wenn man am Flughafen in Katowice gesehen hat, welche Arbeiterwanderungen dort wöchentlich stattfinden, kann man dies nur bewundern. Solange in Deutschland Jammern und Lamentieren bequemer ist als Agieren wird sich wenig tun. Die Möglichkeiten im Moment im angrenzenden Ausland einen Job zu bekommen sind besser denn je. Seit März bin ich in der Schweiz beschäftigt und muss sagen, dass der Umgang mit Ausländern und die Sebstverständlichkeit sich in einer multikulturellen Arbeitsgesellschaft zu bewegen sind einmalig. Egal ob Pole oder Deutscher, grössere Chancen als im Moment um aus der Jammerecke zu kommen werden sich so schnell nicht wieder bieten.

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27. Juli 2007 09:49

Kein Volk der Hinterwäldler

Piotr Raczek (Piotr2000)

Der Autor des Beitrages schein dem deutschen Klischée nachzuhängen, die Polen würden noch vor kurzem auf Bäumen gelebt haben, von wo aus sie höchstens Schwarz-Weiß-Fernsehen geguckt haben. Da seine Sicht auf Polen verzehrt ist und nichts aber auch gar nichts mit der Realität in Polen zu tun hat ist der Beitrag lediglich ein weiteres Element einer polenunfreundlichen, linkspolitisch motivierten Propaganda der deutschen Medien.

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27. Juli 2007 08:44

Globalisierung

M. Abels (abelsm)

Den Globalisierungskritikern möchte man sagen: Dies ist Globalisierung. Schlimm?

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