Wenn mehr Geld in den Wirtschaftskreislauf gebracht wird führt das zur Inflation. Soweit klar.
Ist das auch so, wenn das Zahlungsmittel akzeptiert wird und die Geldmenge außerhalb der offiziellen Planung "erhöht" wird.
Solange nicht bekannt wird, das Blüten im Umlauf sind führt dies m. E. nicht zur Inflation, da die Akzeptanz des Geldes gleich bleibt.
Re: Ausser-Budget Finanzierung.
Bekanntlich wurden die Kosten (USD379Mrd, seit 2003) des Irakkrieges bisher "largely financed outside
the normal budget process, through "emergency" supplemental spending bills approved by
Congress". Also, in welcher Form, und in welchem Mass, dieses "supplemental spending" später als "purchasing power" auftaucht (im Ausland, in Irak, in Afghanistan z.B.?) weiss ich nicht - aber doch theoretisch möglicherweise zum Teil als "perfekte nachgemachte Dollarscheine", um "echtes" Geld zu sparen?*
* Nach Gresham's Law (16.Jht England):
"Inferior money drives out superior money"
i.e. The superior (genuine) money is hoarded and the inferior (counterfeit) money circulates.
Quelle: z.T. aus dem WSJ vom 5. jan "Economics & Politics" S.9
F. Huber
Wieder mal die CIA, die sich ihr Geld selber druckt.
Haarsträubenderer Blödsinn ist kaum noch möglich.
Unfaßbar, daß die FAS derartigen Unfug auch noch kolportiert.
Sehr geehrter Herr Jochen F. Übel,
Vielen Dank für Ihren freundlichen Hinweis.
Sie haben vollkommen Recht. Obwohl der US-Dollar seit 1945 Leitwaehrung ist und eine zentrale Rolle in der internationalen Finanzwelt spielt sowie das Britische Pfund als dominierende Leitwaehrung abgelöst hat, spielt neuerdings aufgrund der im Artikel festgestellten und berichteten Verhaeltnisse der Euro in der internationalen Finanzwelt eine zunehmende Rolle.
Die hohe Akzeptance des Dollars als internationales Zahlungsmittel war auch dadurch erklaerbar, dass vor allem der Dollar durch das Edelmetal Gold gedeckt wurde.
Bis 1969 garantierte USA 35 Dollar gegen eine Unze Feingold einzutauschen.
1969 stellten aber die sieben europaeischen Notenbanken plötzlich fest, dass die europaeischen und japanischen US-Dollar Vorraete grösser waren, als die Goldreserven der USA. Dann wurde die amerikanische Garantieerklaerung von den europaeischen Notenbanken aberkannt. Erst spaeter, 1971 wurde die Garantieerklaerung von USA aufgehoben.
Man schaetzt, dass weltweit mehrere Hundert Milliarden Dollar als "Supernotes"in den Entwicklungslaendern von armen Leuten gespeichert werden, mit der Hoffnung einer Aufwertung.
MfG
Nach den vielen Kommentaren möchte ich noch einmal etwas kritisches Brennholz nachlegen und mich dazu des folgenden Zitats aus dem in Rede stehenden Artikel bedienen:
“Die Quellen, die nicht genannt werden wollen, unterstellen dem Bericht zufolge dem amerikanischen Geheimdienst, dass er die Dollar-Noten in einer Geheimdruckerei nahe Washington selbst fälscht, um sich so Geldmittel zur Finanzierung verdeckter Operationen in Krisengebieten zu verschaffen, die keinerlei Kontrolle durch den Kongress unterworfen wären.”
Diese Begründung könnte das Plot für einen Jerry Cotton-Groschenroman liefern, aber für mehr taugt sie wirklich nicht. Sie ist durchsichtig, infantil und für einen (halbwegs) anspruchsvollen Krimileser eine Zumutung. Selbst dem CIA würde ich mehr Finesse zutrauen.
Ich selbst habe in der Kurzgeschichte „Der Treasurer“ (basierend auf meinem Romanentwurf (Arbeitstitel „Der Bigbang“) über einen zweiten Geldkreislauf der US-Regierung fabuliert, aber mit einer ganz anderen Zielrichtung und wesentlich filigraner (wie ich in aller Unbescheidenheit zu behaupten wage).
Hallo Herr Dr. Ergun.
Der Dollar ist schon seit Nixons Zeiten keine Gold-gedeckte Währung mehr. »Seit der Aufhabung der Golddeckung ist der Dollar, wie alle anderen Währungen, eine ungedeckte Währung, die auf Vetrauensbasis im Markt gehandelt wird«, ist z.B. auf geld-info.com zu lesen.
Joachim Kühn hat hier gefragt, weshalb Blüten ein Problem sind. Das Problem ist Geldentwertung, wenn die Blüten perfekt sind. In den 1920er Jahren wurden einfach offiziell viele Banknoten von verschiedenen Stellen gedruckt, weswegen man bald Milliardenscheine hatte. Ob die CIA große Geldmengen produziert, dürfte aber fraglich sein.
Überhaupt ist die Nachricht skurril. Müssen wir die FAS kaufen, um die Hintergrundinformationen zu bekommen? So etwas behauptet man ja nicht einfach. Und wenn es wahr ist, dann ist das ein Skandal ohnegleichen.
Zum einen bewegt er sich auf dem Niveau von Telepolis zum anderen verweist er zwar auf Quellen, nennt diese aber nicht. Geht man dem Link vom Februar nach, stellt man fest, dass diese sogenannten Supernotes in verhältnismäßig geringer Auflage unterwegs sind. Gerade einmal 50 Mio $. Dafür dieser Aufwand von Seiten der CIA? Absurd. Wenn es tatsächlich um Finanzierung ginge, dann ließe sich so ein Betrag jederzeit im Haushalt eines kleinen Ministeriums verstecken.
Und dann ist da noch das Geheimnis um die verschwundenen Tiefdruckstichmaschinen. Diese gab es wohl in der DDR. Sie wurden nur nie gefunden. Was bleibt ist eine Klamotte, die sich wieder einmal auf den Kreis der üblichen Verdächtigen einschießt.
Durch eine solche Operation, wenn es tatsaechlich wahr ist und damit einzig und allein der Umgang der Bewilligung durch den Kongress bezweckt wird, ist es CIA eine immerwehrende Fortdauer und Verewigung des Dollars gelungen..
Denn es klingt wie ein Perpetuum Mobile: Bewegung des Dollars durch die Welt ohne den Gegenwert als Gold in der Zentralbank von USA zurückzulegen..Das kann katasptrophale Ergebnisse haben, wie Geld Experten und Finanzprofis leicht vermuten können..
Es klingt einfach wie ein Export von Papierstücken in die ganze Welt; nach kürzlichen Angaben wurde allein im letzen Jahr eine Menge von etwa 900 Milliarden Dollar "Papier" in den Nahen Osten exportiert.
Wir wollen hoffen, dass Herr Busch innerhalb kürzester Zeit eine Dementie abgibt und sagt, dass man für alles, was in Dollarbanknoten herumlaeuft, den Gegenwert als Gold durch die Zentralbank von USA sofort zahlen kann.
Ansonsten wird ab Montag der Dollar nur noch den Gegenwert Papierstück haben, worauf es gedruckt ist.
Ich glaube, da ist kein Platz für einen Scherz...
Dr.-Ing. Hayri Ergun
Privatdozent
Schon häufiger habe ich mir die Frage gestellt, welche tatsächlichen negativen Auswirkungen es auf die Wirtschaft hat, wenn Blüten kursieren, die allerseits als Zahlungsmittel akzeptiert werden.
Kann mir jmd. auf die Sprünge helfen?
Der kritisierte FAZnet-Beitrag kann nicht die Lektüre des Volltextes ersetzen, der in der heutigen F.A.S. erscheint (7.1.) – auch wenn er im Wesentlichen zusammenfaßt, was schon am 28. Februar 2006 auf Seite 3 der FAZ zu lesen stand. Glücklicherweise bietet FAZnet den Link zu diesem älteren Beitrag neben dem kritisierten noch einmal an: »Geldfälschung: Die Spur der Superblüte«.
Dort war am Schluß außerdem zu lesen:
»Der Verfasser Klaus W. Bender war von 1972 bis 2000 Wirtschaftskorrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in Tokio, Rom und Wien. Der Aufsatz geht auf Recherchen für ein demnächst erscheinendes Buch zurück. (Klaus W. Bender: ›Moneymakers, the secret world of banknote printing‹. Verlag Wiley-VCH, Weinheim 2006.)«
Es dürfte also sinnvoll sein, diese Quellen erst einmal gründlich zu studieren, bevor man sich mit Floskeln à la »Verschwörungstheorie« lächerlich macht.
Im übrigen macht heute die Sunday Times (siehe TIMESonline) mit einem angesichts erdrückender Fakten wohl kaum mehr als »Theorie« zu verhöhnenden Artikel auf, der Israels Atomschlag-Planung gegen Iran behandelt: So viel zum Thema »Verschwörung«, und so viel zum Thema »Theorie«.
Dass die FAZ der Gerüchteverbreitung auf diesem Niveau dient, überrascht mich. Ich erwarte von einer seriöse Zeitung auc seriöse Berichte und keine Fragezeichenartikel à la "Ist der Redakteur Islamist?"
Gruß
Lothar
Die USA als gescheiterter Staat, in dem jeder gegen die Gesetze macht was er will ohne Sanktionen? Nordkorea ist technisch gar nicht in der Lage wegen seiner Armut? Die können nicht mal ihre eigenen Won drucken. Die Atombomben hat die CIA für Kim Jong-Il produziert? Und die Raketentests waren verirrte Sylvesterknaller aus Südkorea? Als Veröffentlichungstermin hätte ich eigentlich den 1.April erwartet.
Ein frohes neues Jahr allen Mitarbeitern und Lesern der ansonsten besten Zeitung Deutschlands!
Schon wieder eine Verschwörungstheorie.
Natürlich anonym, ohne Roß und Reiter zu nennen.
Daß sich eine "seriöse" Zeitung zur Verbreitung derart dubioser Informationen hergibt, läßt tief blicken.
Nächstens werde ich - unter Verweis auf zuverlässige Quellen - behaupten, daß der Papst einen erwachsenen Sohn hat, der jetzt sein Privatsekretär ist. Die Mutter hat er beseitigen lassen, damit keine Zeugen des Frevels am Leben bleiben. Und sein Sohn weiß natürlich nicht, daß er der Sohn des Papstes ist...
Währungen die von der US-Regierung hergestellt werden und sich vom Original nicht unterscheiden lassen, dann sind das für den Rest der Welt "echte" Dollar. Sollen CIA und FED untereinander ausmachen, wenn es war wäre.
Wer einen gut gefälschten Schein nicht irgendjemandem anderen unterjubelt ist sowieso selbst Schuld. Papierwährung lebt nun mal davon, dass Leute glauben, ein Stück Papier wäre US$ 50 wert.
Ob der Vorwurf der Geldfälschung tatsächlich Kims Ruf ruiniert hat? Das wäre natürlich schlimm.