Der König trifft das Enfant terrible aus Venezuela

Eklat um Chávez

Königlicher Gefühlsausbruch als Klingelton

Nach verbalen Attacken von Venezuelas Präsident Chávez auf dem Iberoamerikanischen Gipfeltreffen verlor König Juan Carlos die Contenance: „Warum hältst du nicht den Mund“? In der Heimat wird sein Gefühlsausbruch goutiert. Von Josef Oehrlein.

Lesermeinungen zum Beitrag

14. November 2007 14:51

Wie recht

Markus Teuber (arathorn)

der spanische König doch hat.
Venezuela und Kuba sind doch in der Zwischenzeit die größten Pleitestaaten des südamerikanischen Kontinents.
Venezuela kann sich nur dank seiner Erdölvorkommen über Wasser halten und Kuba nur dank des Tourismus .
Und nein,nicht die Globalisierung ,pardon "us-amerikanische Kapitalmafia",ist wiedereinmal daran schuld,sondern die völlige Unfähigkeit der jeweiligen "Gauchos",die zeitweilig -und dabei gerne südamerikanisch überheblich und vorlaut -dort den Ton angeben.
Dabei ist es völlig gleichgültig ,ob der Schreihals aus der oberen Klasse kommt oder (wie Chavez) von ganz unten stammt.
Wer einmal in Südamerika gelebt hat,der kann dieses ganze Gewäsch von (rein hausgemachten) Ungerechtigkeiten,angeblicher us-amerikanischer Einmischung,völliger Unfähigkeit zur Bildung eines funktionsfähigen Staatswesen und dem "Komm-ich-heute-nicht-komme-ich-morgen"-Gefühl,das insbesondere die Mehrheit der männlichen Südamerikaner auszeichnet,einordnen.
Es gehört eben mehr dazu,einen Staat funktionstüchtig zu halten,als nur ein bißchen Rumba tanzen zu können.
Und die Scharten,die die Sowjetunion in diese Region geschlagen hat,dürfen auch nicht ganz vergessen werden.

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14. November 2007 13:29

An den Taten sollen wir sie erkennen!

Herold Binsack (Devin08)

(Linke)Regierungschefs,die den USA in ihrem Hinterhof wirklich gefährlich werden,sind schneller weg,als sie ihre erste sozialistische Maßnahme durchgesetzt hätten;Musterbeispiel dafür ist nach wie vor Chile.Mit ein Grund für den Erfolg jenes Militärputsches war aber die Schwäche der Regierung Allende,die sich auf ihre sowjetischen Berater all zu sehr verlassen hatte und mit ihrer Parole von der Gewaltfreiheit die Militärs regelrecht zum Zuschlagen einlud.Ein Kuba war wohl auch mal richtig abhängig von der Sowjetunion, aber wie sich zeigt, doch nicht all zu sehr.Es gibt da in Kuba etwas, was es in Venezuela nicht gibt:die Überzeugung des Volkes.Das kubanische Volk,so arm es auch ist,hat seinen Stolz,trotz seiner Regierung!Chavez versucht diesen Stolz zu kopieren und macht sich lächerlich.Auch die Kubaner sehen das.Aber mit wem wollen sie dort im Moment zusammen arbeiten?Und dass Chavez also noch an der Macht ist,könnte auch gegen ihn sprechen,nämlich dahingehend,dass er das Geschäft der USA insofern betreibt,als dass er eine echte sozialistische Bewegung hintertreibt.Das wissen die USA sicherlich zu schätzen,denn es droht eine solche Gefahr für den ganzen Kontinent.Eine „Soziale-Kohäsions“-Debatte wird da wohl nicht helfen.

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14. November 2007 08:50

Replik

Marcus Frei (marcus.frei)

@ Karl Tischlinger:
"Aber, Venezoela befindet sich auf einem guten Weg."

Herr Tischlinger, mir ist nicht ganz klar, ob Sie das nun ironisch meinten, sicher werden Ihnen die Venezolaner, die ich kenne, nicht zustimmen; schließlich gibt es immer noch Korruption, eine hohe Gewaltrate, Chavez hat das Volk erfolgreich in zwei Lager gespalten, von denen seins mit Gewalt gegen die Opposition vorgeht, die Regale in den Supermärkten sind zunehmend leer (Lebensmittel werden nur noch rationiert abgegeben) usw.

Ich schlage vor, daß Sie mal ein paar Monate auswandern und mal selbst sehen, auf welchem guten Weg sich dieses Land unter Chavez befindet.

Ansonsten ist Ihr Beitrag eher wirr (Unterdrückung durch spanische Könige???) und zeugt von rudimentärer orthographischer und sprachlicher Kompetenz, aber Sie sind auf einem guten Weg!

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13. November 2007 22:24

Ursache und Wirkung

Franz Altmann (elviejo_136)

Wer Lateinamerika nicht nur aus der Boulevardpresse
kennt sondern dort selbst gelebt hat (immerhin gibt es
allein in Brasilien schätzungsweise zehn Millionen Bürger
deutscher Herkunft) wird sich vermutlich auch eine
differenzierte Meinung darüber gebildet haben, wie
es soweit kommen konnte, dass demokratische (!)
Bevölkerungsmehrheiten ihre Rettung in letztlich
für ihr eigenes Land ruinösen Demagogen wie
Chávez oder Morales sehen.

Jahrzehntelang wurden in diesen Ländern nämlich
alle demokratischen Bewegungen systematisch
unterdrückt und vernichtet, mit ausdrücklicher Billigung
und oft direkter militärischer Einmischung (sprich:
Invasion) derselben Weltmächte, insbesondere der USA,
die sich heute gerne als Lehrmeister in Demokratie
und sogar, kaum zu glauben angesichts der Zustände
im eigenen Land, in Menschenrechten aufspielen.

Wer ständig Wasser predigt und Wein trinkt, darf sich
nicht allzu sehr wundern, wenn seine Glaubwürdigkeit
zumindest angezweifelt wird. Das zerstörte Vertrauen
wieder herzustellen, im eigenen Interesse dieser Länder,
wird Zeit brauchen. Schließlich haben sie angesichts
dessen, was ihnen in den letzten Jahrzehnten angetan
wurde, an Völkermorden und Diktaturen, Grund zum
Zweifel.

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13. November 2007 19:56

Der "Eklat um Chávez findet in Teilen der Presse statt

Karl Tischlinger (Tischlinger)

Dass Chávez von seinem Volk wiedergewählt worden ist, trotz Interventionsversuchen aus dem "Ami-Land", zeigen seine Klasse.

Auch sollte selbstverständlich sein, daß ein Mann wie Chávez nicht sämtliche Probleme, welche u. a. veursacht worden sind, mittels Unterdrückung der Bevölkerung durch z. b. spanische Könige, sofort gelößt werden können.

Aber, Venezoela befindet sich auf einem guten Weg.

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13. November 2007 13:45

Leider spricht er weiter...

Claus Loleit (clausloleit)

Wer in Venezuela mal gelebt hat, weisst genau was chavez für einen "Typ" (kein Mensch) ist.. Obwohl ich gegen eine Monarchie bin, freue mich das endlich jemandem im Internationalen Parket Chavez in seinen schranken weisst... Herr Chavez ist President seit 10 Jahren von einen Land, wo 90.000 Personen ihren leben durch gewalttaten verloren haben. Momentan gibt es im Land keine milch, zucker, saltz, mehl, sogar kein toiletenpapier zu kaufen! Dafür schenkt er Öl an London, oder USA... Das soll Sozial sein? das soll eine gute Regierung sein? sicherlich sind einige Länder nicht vorbilder für uns, aber ein Chavez lässt seinen Volk regelrecht verhungern oder unter der Anarchie Sterben.. Wir sollten Regierungen wie die von Chavez, genau so verurteilen wie die von Bush, Kim yong, Pakistan, oder Iran...
Venezuela ist nichts anderes als eine Bananen Republik, regiert von einen affe, der seinen Mund nicht hält!

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13. November 2007 11:56

Diadochenkämpfe!

Herold Binsack (Devin08)

Diadochenkämpfe!
@Manuel Förderer:Da Ihr Beitrag sich mit dem meinigen irgendwie kreuzt,hier eine Klarstellung:„Die Regierungspolitik“ bezog sich auf die eines Chavez.Und Juan Carlos halte ich nicht für einen Faschisten,aber er wurde am „Hofe Francos“ auf die Monarchie vorbereitet.So finden wir auch in Wikipedia folgende Formulierung:„In einer langen Unterredung am 25. August 1948 einigten sich der Diktator und das Oberhaupt des Königshauses darauf, den ältesten Sohn Juans, Juan Carlos,durch Franco zu dessen Nachfolger ausbilden zu lassen…“.)Das Aufräumen mit allen Relikten des faschistischen Regimes,wäre der Beweis dafür,dass er eben keine „Kreatur Francos“ ist.Von diesem Aufräumen kann ich auch unter „sozialistischer“ Führung nichts erkennen,es sei denn jene juristische Tricks, die eben genau ein solches vermeiden sollen.Somit ist auch ein Juan Carlos nicht der „Richtige“ für eine (demokratische) Kritik an Chavez,wie vice versa.Und vor dem Hintergrund des beide verbindenden Kolonialismus(sei es den einen als Sprössling einer Kolonialmacht und den anderen als Abkömmling hiervon in der einheimischen herrschenden Oligarchie),sage ich:Diadochenkämpfe eben!

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12. November 2007 21:50

St. Koch ist ironisch - merkt ihr das nicht??!!

Dietrich Wollheim (tillwollheimgmx.de)

Das dem spanischen König angeblich der Kragen geplatz wäre ist nun wirklich aus ner Mücke einen Elefanten gemacht.
Er selbts hat den vorfall doch überhaupt nicht so ernst genommen.
Das Chavez von Charlos was lernen ist doch viel wichtiger. Immerhin ist Juan Charlos mit Demokratie geadelt - das ist doch was ihn für alle Zeiten auszeichnen wird - oder herscht heute solch ein Kurzeitgedächtnis.
Was Chavez tut ist von den Inhalten und den Grundsätzen her völlig richtig - der Kapitalmafia aus den US - heute nennt man es Globalisierung - die Stirn zu bieten. dazu ist man hier zu feige oder schon zu sehr unterwandert.
Daß er nun allerdings anfängt durchzudrehen ist die andere Seite der Münze. Nur die Maffia wäre da wohl die falsche "Heilsarmee"!
Till

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12. November 2007 21:08

Viva el Rey !

Robert Schrey (etiterum)

Schimpft lieber nicht zu laut auf Chavez. Der erbt vielleicht einmal Cuba. Und Ihr wißt, was das für uns bedeutet...

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12. November 2007 20:49

Präsident Hugo Chávez ist ein fürchterlicher Tyrann!

Antonio Rivas (arivas)

Wie war das noch 2005?!

"Hilfslieferungen - Billigöl aus Venezuela für USA"

Der venezolanische Präsident Hugo Chávez hat einmal mehr bewiesen, daß er der Stachel im Fleisch der US-Regierung ist. Berichten zufolge hatte Citizen Energy (CITGO), ein Tochteruntern. des staatlichen Ölunternehmens Venezuelas, 2005 ein Abkommen unterzeichnet, das über 40.000 Haushalte im US-Bundesstaat Massachusetts im Winter 2005 drastisch verbilligte Öllieferungen zusicherte.

Demnach hatte Venezuela über 12 Millionen Gallonen (45,36 Millionen Liter) Heizöl an Haushalte in Massachusetts geliefert, die staatliche Heizölunterstützung erhalten. In diesem Rahmen erhalten Haushalte bis zu 550 US-Dollar jährlich. Haushalte, die diese Summe aufgebraucht haben - angesichts der stark gestiegenen Ölpreise dürfte dies die Mehrzahl sein - konnten von CITGO bis zu 200 Gallonen (756 Liter) Heizöl zu einem 40 Prozent unter Marktpreis liegenden Preis erhalten.

"Unser Ziel ist einfach: Menschen mit begrenzten Mitteln durch den Winter zu helfen", sagte Felix Rodriguez, Leiter von CITGO. "Niemand sollte sich zwischen Heizung und Medikamenten oder Essen entscheiden müssen."

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12. November 2007 20:48

Porque non.....?

wolf haupricht (emilgilels)

Endlich hat Chavez seinen Meister gefunden.
Wenn Juan Charlos so reagiert, hat das sicherlich auch seine Berechtigung, diesem egozentrischen Alleinherrscher ohne Anstand seine Grenzen aufzuzeigen.
Er wird es vermutlich noch nicht einmal verstehen oder gar beherzigen.
So springt er sicherlich auch mit seiner Umgebung um und niemand gebietet ihm Einhalt.
Mir tut das venezulanische Volk leid, das unter diesem Möchtegern und Diktator leiden muss.

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12. November 2007 20:20

Jaja, unsere gealterten "Imperialisten" melden sich noch mal zu Wort

Marcella van Rijsweg (vanrijsweg)

Aber, was bitteschön ist denn ein "König". Besitzt dieser etwa eine demokratische Legitimation?!

Sicher nicht!

Die Kritik an Aznar ist völlig berechtigt. Aznar ist ein Antidemokrat, welcher den Willen seines Volkes mißachtet hat. Er hat sich gegen den erklärten Mehrheitswillen der spanischen Bevölkerung am völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Irak gerichtet beteiligt und somit vermutlich Mitverantwortung für Massenmord und Kriegsverbrechen.

Zum Glück haben die Spanier den "Antidemokraten" Aznar abgewählt.

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12. November 2007 19:11

europäische Borniertheit

Claus Behrens (chipin)

Es ist interessant, die Lesermeinungen anzusehen und festzustellen, dass man einhellig mit der Einflussnahme der USA in Südamerika einverstanden ist.

Will hier jemand dem Volk das Recht absprechen, eine gewählte Regierung im Amt behalten zu dürfen, weil die Umgangsformen oder politischen Ansichten nicht allen schmecken. Weil wir - wer immer das ist - feststellen, dass der Sozialismus nach Prägung der SED nicht funktioniert, dürfen ausländische Geheimdienste Ordnung schaffen. Sollen demnächst auf dem G8 oder bei der UN per Akklamation Präsidenten bestimmt werden.

Wo ist der nächste Einsatzort. Pakistan? Birma? Riad?
Wann ist Peking dran?
Was in Bagdad nicht klappt, bekommt eine zweite Chance. Die Mißerfolge aus Kabul werden anderswo kompensiert?

Wer regt sich darüber auf, dass in Argentinien sich die Eheleute das Zepter jetzt gegenseitig aushändigen?

Demokratie - im ursprünglichen Sinne - leben und verstehen ist etwas Anderes

Wo ist aber eigentlich der Link dahin, wo man sich diesen Klingelton herunterladen kann? Der fehlt mir, persönlich!

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12. November 2007 18:22

Kritik an einem Rechtsbeuger nicht erlaubt???

Marcus Frei (marcus.frei)

Wenn nicht wir Deutsche, wer denn dann hat die moralische Verpflichtung darauf hinzuweisen, daß ein wunderbares Land wie VZLA in eine Diktatur abgleitet??

Ich bin fast jedes Jahr in diesem Land und muß mit ansehen, wie es langsam vor die Hunde geht, wie Menschen ihren Job verlieren, weil sie sich weigern, an den "bolivarischen" Kundgebungen teilzunehmen, wie Chavez "Bolivarische Zirkel" aufrüstet, wie Chavez (nicht zuletzt dank der leider völlig unkoordinierten Opposition) die Grenzen zwischen Judikative, Executive und Legislative verwischt, wie er die Meinungsfreiheit Stück für Stück vernichtet hat (ich war zur Zeit der Abschaltung von CANTV in Caracas, die Menschen haben vor Verzweiflung und Ohnmacht geweint während die saubere Parlamentspräsidentin sich allen Ernstes vor laufender Kamera erdreistete zu sagen, daß diese Oppositionellen doch das Land verlassen sollten!), die Schulen bzw. die Erziehung systematisch gleichgeschaltet wird, andersdenkende systematisch kriminalisiert werden usw. usw.

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12. November 2007 16:22

meinungsfreiheit

martin randau-rudolf (nitramf1000)

leider schränkt herr chavez diese ein in seinem land,die er für sich ohne rücksicht auf dieses recht auch für andersdenkende uneingeschränkt auslebt. mir grausts vor solchen leuten ,die die wahrheit absolut für sich gepachtet haben...

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12. November 2007 16:14

Königlich!... Und das auch noch als Klingelton!!!

Volker Boeger (Volker-Boeger)



Es gibt so viele Personen, die sich den neuen Klingelton herunterladen sollten.

Dann würde unsere Angie gewiss gerne 'mal häufiger bei ihrem Minister des Äußersten (Wie hieß der noch?) auf dem Handy anrufen.

Ich würd's auch gerne tun, fiele mir nur sein Name ein...

Oder ist das vielleicht doch noch der Genscher?

Aber bitte nicht bei mir! Ich verstehe nämlich nur Spanisch..

Mit freundlichen Grüßen

Volker Boeger

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12. November 2007 14:58

CIA und Begriffsschlacht

Manuel Förderer (Froschgewitter)

Ich muss Herrn Mathes zustimmen - die CIA wird die Probleme in Lateinamerika nicht lösen, die Historie des Kontinents betrachtend könnte man eher sagen, dass sie stellvertretend für die USA für eine Großzahl aktueller Probleme gerade verantwortlich ist.

Des Weiteren finde ich es sehr amüsant, wie es Chávez immer wieder schafft, durch einen Eklat die Gemüter dahingehend zu erhitzen, dass man sich zu Begriffen wie "sozialistisches Ungetier" hinreißen lässt (ist dieses Tier das soz. Analogon zur kapitalistischen Heuschrecke?), wie es weiter unten geschah - und dem darauf folgenden Appell an die USA, es "schon zu richten". Es scheint mir, als würden sich manche Leute, um es mal mit J. Habermas zu sagen, "hier als intelektuelle John Waynes geben" - wer schießt schneller aus der Hüfte?!

Was die faschistische Vergangenheit Spaniens anbelangt, da mag es ordentlich Nachholbedarf geben - wie übrigens in anderen Ländern, z.B. Italien. König Juan Carlos als Faschisten zu bezeichnen halte ich jedoch für hoffnungslos überzogen - man darf dies als unnötige Floskel betrachten...gerade vor dem Hintergrund seiner eigenen Regierungsmethoden. Und was sich diese Typen (Morales & co.) einbilden, wer sie sind? Nun, gewählt sie eben.

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12. November 2007 13:05

Venezuela gehört uns...

Matthias Mueller (helenos)

...so ungefähr ist die Essenz aus den Lesermeinungen und aus dem beitrag. Wir (Europäer und US Amerikaner) maßen uns an über dieses Land zu richten und zu verfügen, vorzuschreiben was es zu tun hat und wie es sich verhalten soll. Stellt euch mal vor die Venezulaner wurden so einen Beitrag über Großbritanien oder Deutschland verfassen und dann mit den selben Lesermeinungen versehen? Ungefähr so:
<< Deutschland will die Kohle- und Eisenerzförderung verstaatlichen und die regierende Merkel somit ihr Amt auf Lebenszeit sichern (nach deutscher Verfassung möglich). Die Gelder sollen in von der Regierung kontrollierte mafiose Unternehmen (z.B. Siemens) als Subventionen fließen. Wir (Venezulaner) können es nicht zulassen, dass das Eisenerz nur den Deutschen gehören soll. Es sollte Gerechtigkeit um die Resourcen der Menschheit geben, deshalb sollte Merkel zurücktreten und Gregor Gysi an die Macht kommen. Unser Geheimdienst sollte in Deutschland für Unruhe sorgen und die Dinge zurecht rücken.>>

Schaut mal die Welt so wie sie ist...Deutschland ist nicht im Mittelpunkt...

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12. November 2007 12:56

Folge der Ausbeutung

Uwe Bussenius (uwebus)

Zitate:

“Was bilden sich Typen wie Chávez, Morales etc. denn eigentlich ein, wer sie sind!“
“Chavez Kinderstube war offenbar sehr kurz, so einer gehoert nich an die Spitze eines Landes. Die USA werdens schon richten.“
“Dass irgendjemand diesem Sozialistischem Ungetier mal die Leviten liesst, war dringend notwendig.“
“Das General aus Venezuela sozusagen ein Bastardprodukt der völlig verfehlten, ausschliesslich profitorientierten, lateinamerikapolitik der US-Amerikaner ist, steht auf einem anderen Blatt.“
“Deswegen haben wir dieses Affentheater mit Chavez, Morales, Ortega, Kirchner usw.“

Wer mal in Südamerika gelebt hat, wird feststellen, daß dort noch heute fast koloniale Zustände herrschen, die native Bevölkerung hungert und der natürliche Reichtum wird vom internationalen Kapital geplündert und außer Landes geschafft. Und es sind nicht nur die Yankees, sondern auch Europäer, die dort Elend durch Ausbeutung und Unterdrückung erzeugen.

Irgendwann platzt den Armen der Kragen und sie versuchen sich von der aufgezwungenen Fremdherrschaft zu befreien; daß dies nicht ohne Gewalt möglich ist, zeigt die Geschichte. Mit demokratischen Mitteln läßt sich der moderne Kapitalkolonialismus nun mal nicht bekämpfen.

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12. November 2007 11:51

Eklat um Chavez

Robert Mathes (rmathes)

Erstmal muss ich meine entschuldigung an Koenig Juan Carlos aussprechen, den als gebuertiger Venezolaner, muss ich mich schaemen solch einen ungezogenen regierungs Machthaber zu dulden.

Leider haben die USA und weitere machvolle Laender die lage in Latein Amerika vollkommen vernachlaessigt weil sie ihre sorgen woanders denken zu haben. Der neue linke populismus der in vielen Laendern in Latein Amerika jetzt an der macht ist ist nur von den verschiedenen laender deren bevoelkerungen zu verantworten. Durch generationen haben sich unsere laender daran gewohnt an maechtige Staatsoberhaupte und an den glauben der menschen das die jeweilige regierung ihnen alles bieten muss. Kaum jemand denkt daran aus eigener kraft sein schiksal zu bestimmen. Deswegen haben wir dieses Affentheater mit Chavez, Morales, Ortega, Kirchner usw.

Kein CIA Eingriff wird das problem jemals loesen....

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12. November 2007 11:46

Absurdes Operettentheater

Herold Binsack (Devin08)

Vor dem Hintergrund der noch lange nicht aufgearbeiteten faschistischen Epoche Spaniens, mag es gar nicht so verkehrt sein, Aznar einen spanischen Faschisten zu nennen. Auch könnte man die Rolle der spanischen Monarchie als „Geschenk Francos“ nämlich an das spanische Volk, durchaus in diesem Kontext sehen, nur bleibt fraglich, ob ein Chavez das sagen darf. Und zwar nicht wegen seiner diplomatischen Pflichten, sondern wegen seiner eigenen Regierungspolitik. Diadochenkämpfe auf der Bühne eines absurden Operettentheaters. Die Völker soll es wohl verwirren.

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12. November 2007 10:57

Verdienter Antiputschist!

Gabor von Zoltan (Putinras)

Da ist nicht irgendeinem Monarchen der Kragen geplatzt, sondern genau jenem Staatsoberhaupt, das vor allen anderen Teilnehmern des Gipfels das moralische Recht dazu hat, auf Grundregeln der Demokratie hinzuweisen:
Es war Juan Carlos, der durch sein mutiges Bekenntnis zur Rechtsstaatlichkeit und Demokratie den Tejero-Putschversuch in Spanien, Anfang der 80er, in sich zusammenfallen liess; also eine Rückkehr des Faschismus verhinderte. Er hätte locker den gegenteiligen Weg gehen können, um das zu werden, von dem Chávez träumt.
Das General aus Venezuela sozusagen ein Bastardprodukt der völlig verfehlten, ausschliesslich profitorientierten, lateinamerikapolitik der US-Amerikaner ist, steht auf einem anderen Blatt.
Umso wichtiger, dass sich hier "a Mensch" einmischt, der für integre Werte steht, die höher zu bewerten sind als agressive Parolen, die jeder handfesteren Auseinandersetzung vorausgehen. Lang leben Juan Carlos!

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12. November 2007 10:07

Viva Chávez

Christian Möller (BoRev)

Es erstaunt mich immer wieder, mit welcher Einseitigkeit über die Entwicklung in Lateinamerika, aber vor allem Venezuela, berichtet wird. So versäumte die Nachrichtenagentur AP (Associated Press) es völlig, in ihrer Meldung auf den historischen Kontext hinzuweisen, der Chávez zu seinen Äußerungen bewegte.
Jorge Castañeda, der ehemalige Außenminister Mexikos, bestätigte vor einiger Zeit in einem Interview, dass Jose Maria Aznar zusammen mit den USA und Kolumbien sehr darum bemüht war, nach dem Coup 2002 die Putschisten mit Pedro Carmona an der Spitze zu unterstützen. Carmona, ein Geschäftsmann und Präsident der Industrie- und Handelskammer, hatte sich selbst zum Präsidenten erklärt, die Nationalversammlung und das oberste Gericht aufgelöst und so die Verfassung völlig außer Kraft gesetzt. Wenn das mal keine faschistischen Tendenzen sind...

"Er versucht derzeit, in Venezuela mit einem Referendum eine Verfassungsreform durchzudrücken, die ihm ermöglicht, auf Lebenszeit zu regieren."
Erstmal muss die Bevölkerung über die Reform abstimmen und selbst dann muss Chávez, wie zuvor auch, alle 7 Jahre wiedergewählt werden. Diese "unbegrenzte Wiederwahl" ist nunmal auch in Deutschland und Frankreich möglich.

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12. November 2007 09:52

Sehr gut!

Abhishek Balhara (fazit07)

Dass irgendjemand diesem Sozialistischem Ungetier mal die Leviten liesst, war dringend notwendig. Fuer diesem Akt der Gerechtigkeit kann man den Spanischen Koenig nur danken. Tja, ihr ewig hinterbliebenen Sozialisten, macht euch gefaelligst mit eurem neuen Lehrer bekannt!

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12. November 2007 09:43

Schliesse...

Hannes Ehrmann (hans1066)

...mich meinem Vorredner bedingungslos an ;-).
Chavez Kinderstube war offenbar sehr kurz, so einer gehoert nich an die Spitze eines Landes. Die USA werdens schon richten.

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12. November 2007 09:32

Chávez etc. stoppen

Thomas Schmitt (redfish)

Der Vorredner hat die CIA ins Spiel gebracht.

Genau die sollte in Südamerika dringend aktiv werden. Was bilden sich Typen wie Chávez, Morales etc. denn eigentlich ein, wer sie sind! Die müssen gestoppt werden. Und zwar bevor es zu spät ist.

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12. November 2007 07:51

Gute Erziehung

St. Koch (Pensacola)

Wenn einem altgedienten Monarchen wie Juan Charlos der Kragen platzt muß Chavez den königlichen Gedudsfaden wirklich lange und qualvoll strapaziert haben. Andererseits - selbst einem König geht eben mal das Temperament durch wenn er aus Spanien kommt und sich jemand ohne Respekt vor einem König sich selbst zum König von Venezuela machen will.

Chavez Verfassungsänderung zielt langfristig auf die Diktatur (der Arbeiterklasse ?). Da werden die Amerikaner schnell eine Destabilisierungsabteilung des CIA vorbeischicken müssen, schließlich kann man venezolanisches Öl nicht einfach den Venezolanern zur freien Verfügung überlassen.

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