... Und noch schöner wäre, Russland - also die ehemalige UdSSR - würde es irgendwann in seiner Geschichte endlich einmal schaffen Verantwortung für angerichtetete Schäden zu übernehmen, anstatt einfach wegzulaufen und das nächste heillose Chaos anzurichten.
Afghanistan ist das beste Beispiel dafür: Ohne den Einmarsch der Russen kein Bürgerkrieg, keine Unterstützung der Amis für Pakistan und die Madras, kein Terror durch Taliban, keine Basis für al-Kaida, keine Nato-Intervention.
Die Russen zucken mit der Schulter und zünden an den nächsten Feuerchen (Tschetschenien, Kaukasus, Baltische Staaten)... Weil sie ja immer, immer die Bedrohten, die Armen, sind.; engekreist von vermeintlichen Feinden (fast, wie es sich die Deutschen zwischen den Kriegen zurecht gelegt haben), denen man stets Propaganda unterstellt.
Und während sie neue Superbomben entwickeln und das Ölgeld für alles, ausser einen Sozialstaat sprudeln lassen, verrotten die nuklear verseuchten U-Boot Wracks in den offenen Nordhäfen. Deren Entsorgung haben sie sich mit ein paar Millionen der Bundesregierung vorschiessen lassen.
Der Bundestag wird noch einmal das exekutieren, was Angela Merkel George W. Bush versprochen hat. Je nach Lager kann man dann der Meinung sein, dort würden us-amerikanische Vorhaben flankiert oder aber dort würde in Konkurrenz zu us-amerikanischen militärischen Lösungsansätzen ein grundsätzlich ziviler Lösungsansatz gefahren, wenngleich integriert in ein multinationales Sicherheitskonzept. Wenn jedoch Tom Koenigs sich ein neues Feld der Ehre sucht, so zeigt dies, dass zumindest nach seiner Einschätzung die Vorstellung vom grundsätzlich zivil und über die UN zu lösenden Afghanistan-Konflikt zumindest derzeit nicht umsetzbar ist. Die Wieczorek-Zeul-Fraktion wird kleiner, die große Koalition auch an diesem Punkt brüchig. Vor allem aber bedeutet dies, dass der Auftrag der Bundeswehr schrittweise eine Änderung erfährt, dass zunächst die Soldaten harten Zeiten entgegensehen mit dem dann absehbaren politischen Reflex, aus ISAF-Kräften solche der OEF zu machen. Ein Teil der multinationalen Truppe wird sich zurückziehen, ein anderer nicht. Wozu wird Deutschland gehören? Der Bundestag stimmt bereits heute über nicht weniger ab als über einen Kampfauftrag der Zukunft.
Es scheint mir, dass die NATO endlich den Stand der damaligen UdSSR in den 80-Jarhen in Afghanistan erreicht hat. Die Gegner der Sowjetunion haben angeblich damals auch Disinformationen verbreitet und die Sowjets war angeblich langsamer das richtig zu stellen.
Herr Generalsekräter der NATO, es ist ehrlicher, wenn Sie öffentlich zugeben, dass der Krieg schon längst in Afghanistan verloren ist, und das afghanische Volk unter dem Krieg der NATO in Afghanistan nur leidet und hungert, ansonsten kommen bald alle Tatsachen auf das Tageslicht und NATO wird so blamiert sein wie einst die damalige Sowjetunion.
Es wird Zeit für eine Gesamtstrategie, für eine Deutsche BundesARMEE, die über das Klein Klein der Ressorts des Bundesministeriums der Verteidigung und des Auswärtigen Amtes hinausgeht. Es darf der derzeitigen Bundeswehr nicht die Rolle des unterwürfigen Ausputzers zukommen, der wenn alles in Scherben ist für die nötige Demut an der Front sorgt. Es muss Deutschland sowohl politisch als auch militärisch wieder erlaubt sein, eine innovative und auch tragende Rolle zu spielen, dazu muss erlaubt sein, auch unbequeme Meinungen zu äußern und notfalls auch militärisch zu vertreten. Anderfalls wird Deutschland Innen- sowie Aussenpolitisch noch unglaubwürdiger und zahnloser als ohnehinschon. Es wird Zeit den Stimmen Gehör zu verschaffen die pro Deutsch und weltoffen eingestellt sind und nicht im Chor der ewig denunzierenden Minderheiten den deutschen Michel hervorholen und belehren wollen.
Wenn der Herr Verteidigungsminister wie sein Vorgänger meint, am Hindukusch müsse Deutschland verteidigt werden, dann soll er dies bitte persönlich tun und nicht Leben und Gesundheit unserer Angehärigen auf`s Spiel setzen, von den verschwendeten Steuergeldern einmal ganz abgesehen.
Müßte er sein eigenes Kapital einsetzen, wäre ihm dieser Schwachsinn eines Einsatzes sofort bewußt und in Afghanistan wäre kein einziger deutscher Soldat.
Heller wird dieser Mann wohl erst dann, wenn es einmal seine eigene Familie betrifft, Kinder, Enkel etc. in jungen Jahren für ihr Leben geschädigt werden oder noch schlimmer.
Aus der Vergangenheit, speziell auch der deutschen, hätte er lernen können, daß mit Gewalt auf Dauer keine Befriedung geschaffen werden kann. Den wieviele Kriege sind hier schon geführt worden. War der letzte denn wirklich der letzte oder verlagert man nun einfach seine Gelüste ins fernere Asusland?
Schöne Aussichten.
daß Afghanistan als Gebiet und Staatsstruktur in menschlich absehbarer, kurzer Zeit befriedet werden kann...Jedoch ich glaube an Wunder und wer nicht an Wunder glaubt ist bekanntlich kein Realist, wie wir aus Israel wissen...
Ich glaube, daß die Menschen in Afghanistan unter den ständigen kriegerischen Auseinandersetzungen leiden und ich glaube auch, daß die Menschen in Afghanistan in ihrem menschlichen Bedürfnissen nicht anders sind als die, die wir das Glück haben in der Hängemate der Sicherheit Mitteleuropas zu liegen...
Freilich ging es, das lehrt uns die Geschichte, nicht die kommunistische Revolution zu exportieren und ob die freiheitlichen Demokratieen Mitteleuropas zu transportieren sind, weiß ich nicht, nur gibt es viele Assylanten in den freiheitlichen Demokratien Mitteleuropas...Warum wohl?
Wir sollten uns bewußt sein, daß wir hier etwas verwalten, sichern, verteidigen, anbieten, was irgendwie dem Sehnen der Menschen entspricht...Und zu dem was wir da anbieten, gehört dazu, eine Kultur des möglichen Scheiterns und antreten des jeweils Besseren...
Dafür sollten wir ein Bewußtsein mit aller dazugehörigen Zivilcourage annehmen und eben mit aller Verantwortung für diese eine Welt, in der wir leben...
als unser Verzweiflungsminister könnten Sie ja noch durchgehen. Seitdem Sie auf diesem posten sind, denke ich immer öfter über Selbstverteidigung nach.
Aber, mal ehrlich: Der Hinweis meines Vorschreibers auf Scholl-Latour ist völlig richtig. Was machen wir da unten? Betrachtet man den Ist-Zustand und das, was in den nächsten paar Jahren noch so kommen möge, sollten wir uns aus dem Staub machen.
Andererseits, was kommt danach? Kehrt Opa Bin mit seinen wütenden Männern zurück und errichtet wieder Ausblendungslager? Werden Mädchen/Frauen wieder wie der letzte Dreck behandelt?
Ich traue mir nicht wirklich zu, über pro und contra zu entscheiden. Dafür fehlen mir letztlich die entscheidenen Infos und die wirkliche Kenntnis der Lage vor Ort.
... glaubt denn ernsthaft jemand, daß dieses Land oder diese Region auf Dauer befriedet werden kann nur weil eine Armee "Ungläubiger" da rumstolpert und z.B. Schulen baut, die Tags drauf wieder abgefackelt werden?
Man möge sich doch mal bitte die Meinung/Vorhersage von Peter Scholl-Latour vor Augen führen! Er hat die ganze Misere in Afghanistan sowie die im Irak bereits im Jahr 2002 vorhergesagt und er hatte mit jedem Wort recht.
Ich bin mit Sicherheit kein Experte des nahen und mittleren Ostens. Wer allerdings glaubwürdige Nachrichtensendungen und Berichte aus diesen Region aufmerksam verfolgt, wird feststellen, daß diese Kulturkreise derart fremdartig sind, daß wohl kein Minister in Deutschland die Situation verantwortungsvoll einschätzen kann.
Also bitte Abzug der deutschen Soldaten ... und damit auch ein Ende der Verschwendung von Steuergeldern.