Frankreich

Jospin tritt bei Präsidentenwahl nicht an

Jospin will nicht für die Favoritin Ségolène Royal stimmen

Jospin will nicht für die Favoritin Ségolène Royal stimmen

28. September 2006 Der frühere französische Premierminister Lionel Jospin wird sich nicht um die sozialistische Präsidentschaftskandidatur für die Wahlen im Frühjahr 2007 bemühen. Es sei ihm nicht gelungen, die Partei hinter sich zu vereinen, also wolle er sie auch nicht spalten, sagte Jospin am Donnerstag dem Sender RTL.

Nach seiner Rückkehr auf die politische Bühne in diesem Sommer hatten der sozialistische Politiker sowie viele Beobachter bis zuletzt einen neuen Anlauf auf das Präsidentenamt nicht ausgeschlossen. Jospin hatte sich nach der verheerenden Niederlage bei der Präsidentenwahl im Jahr 2002 aus dem politischen Leben zurückgezogen.

Abstimmung im November

Der rechtsextreme Politiker Jean-Marie Le Pen kam damals in der ersten Runde der Wahl an zweiter Stelle nach dem späteren Sieger und Amtsinhaber Jacques Chirac und drängte Jospin so frühzeitig aus dem Rennen. Kritiker werfen Jospin vor, seine Niederlage nie wirklich analysiert zu haben und hätten eine neuerliche Kandidatur daher eher als Belastung denn als Gewinn gesehen.

Die Sozialistische Partei stimmt im November darüber ab, wer im Kampf um das Amt von Jacques Chirac antritt. Die Regionalpolitikerin Ségolène Royal ist die aussichtsreichste unter einer Vielzahl von Bewerbern. Für sie werde er jedoch nicht stimmen, sagte Jospin.

Text: FAZ.NET mit Reiters, dpa
Bildmaterial: AFP

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