
Merkel sucht schon seit ihrem Amtsantritt immer ihre Grenzen. Sie brüskiert viel zu gerne Russen, Chinesen, Türken. Beim Bush hatte sie mehr Skrupel und brüskierte ihren Busenfreund nicht.
Bei Putin wurde sie aber barsch zurückgewiesen. Beim Pressekonferenz in Samarra flogen die Fetzen. Sie war letztlich unterlegen und flog umgehend um 16 Uhr nach Berlin zurück. (Die deutsche Presse sprach von großen erfolgen Angela Merkels...da sehen wir, wo wir wieder sind, - nach 17 Jahre deutsche Einheit - in reaktionären, verlogenen propagandistische Zeiten, wo Frau Merkel, unsere Königin nur als Gewinner, Macher, Könner, unser aller Liebste Mutter der Nation sein kann.) Ich würde das Treffen mit dem Dalai Lama nicht dramatisieren. Vielleicjht will sie nur einen Autogramm von ihm...Aber, Scherz bei Seite, wenn auf die Chinesen ist die BRD oft in der Aussenpolitik angewiesen. Merkel braucht sich nicht zu wundern, wenn sie mit solchen Brüskierungen die Russisch-Chinesische Achse nicht mal ansägen kann. Im Gegenteil, sie stärkt mit solchen unnötigen Brüskierungen die ohnehin starken russich-chinesischen Gegenpol. Die Einbestellung des BRD-Botschafters zeigt, dass China keine Faxen mag und unmißverständlich reagiert.

Die Erfahrung mit unserer Kanzlerin zeigt, dass sie nichts unkalkuliert tut, ganz sicher auch nicht ihr geplantes Treffen mit dem Dalai Lama. Bemerkenswert scheint mir, dass sie das im Anschluss an ihre China-Reise öffentlich ankündigt, bei der sie sich (als erste westliche Politikerin?) bereits deutlich gegen chinesische Menschenrechtsverletzungen ausgesprochen hatte. Insofern setzt sie mit diesem Treffen auch ein weiteres politisches Signal. Als evangelische Christin in der DDR-Diaspora aufgewachsen hat sie zudem wahrscheinlich viel Verständnis für Menschen, die ihres Glaubens wegen als potentielle Gefahr für einen Staat angesehen werden.
Für diese Geradlinigkeit in moralischer Positionierung kann ich Frau Merkel nur bewundern.

Es ist erfreulich, dass Bundeskanzlerin noch Zeit für private Treffen findet. warum trifft sie sich nicht auch mit anderen Promis? Z.B. Roberto Blanco oder Rowen Atkinson (Mr. Bean)?
Das Treffen ist ein eindeutig politischer Zug. Religionsvertretung oder private Freundschaft usw. sind nur ein Deckmantel. Zu urteilen, ob das Treffen gut ist oder nicht, überlasse ich den Fachleuten: da fehlt mir Durchblick. Wenn aber unsere Regierung meint, dass das so sein soll, dann soll es wohl anscheinend.
Mit Menschenrechten und netten Lächeln kann man aber nicht alle täuschen.

Wer von Menschenrechten und Demokratie redet, muß diese Ideale auch Leben. Deshalb hoffe ich, daß Frau Merkel jetzt standhaft bleibt, auch falls neuer Druck aus China und Deutschland (von Seiten der Exportwirtschaft z.B.) aufgebaut wird. Schließlich muß man China auch mal zeigen, wo der Hammer hängt und daß man nicht immer nur kuscht.

Ja das kleiener übel ist der Dalai Lama. Denn trotz der vielen schönen Reden, die der Mann schwingt, werden Christen auch in Buddhistischen Ländern verfolgt.

daß China Angst vor so einem Mann hat.
China hat die ethnische Einheit Tibet über Jahrzehnte zerstört durch Unterwanderung und Repressalien. Ein Volk mit seinem Glauben und seiner Kultur wurde vernichtet.
Der Dalai Lama hat längst resigniert, daß er diese Vergewaltigung seines Volkes irgendwie aufhalten könnte oder jetzt noch etwas tun könnte. China ist für solche Apelle taub.
Daß die Volksrepublik China jetzt so ein Theater mit Einbestellung des Deutschen Botchafters veranstaltet ist sehr unklug. Kein Mensch hätte daraus eine große Sache gemacht und es hätte kaum eine Beachtung gefunden, daß Merkel den Dalai Lama, den sie schon von früher kennt, PRIVAT empfängt. Mein Gott, zwei friedliebende Leute treffen sich und China krakeelt herum.
Es steckt noch ein schlimmer alter Kern im "Land des himmlischen Friedens".
Einem Land, dessen Regierung zutiefst atheistisch ist und vom Kommunismus in einen groben Manchester Kapitalismus verfallen ist stünde es gut an, wenigstens pro forma transzendente Gedanken und Austausch zwischen harmlosen Menschen zuzulassen.
Erschreckend, was die für eine Angst vor einem Friedensnobelpreisträger haben. Was muß da für eine maligne Ideologie dahinter stecken.

Wenn es einen Menschen gibt, der die chinesische Denkart, Mentalität und sonstiges Blah kennt und in wirklichen großen und relevanten Zusammenhängen denkt und auch handelt, dann ist der Dalai Lama.
Für eine weiteres Kennenlernen dieses großen Landes und weiteren Agierens mit ihm sind solche Kenntnisse gut.
Mal davon abgesehen, dass ein Treffen mit einer solchen Persönlichkeit und Menschem mit all seinem Wissen und Erfahrungen in einer privaten Runde sehr bereichernd sein können.

Seien es Tier- und Artenschutz, seien es die Menschrechte - China vertritt seine eigenen, komischen Ansichten.
Wenn es für uns Europäer allerdings um Profit geht, dann können wir über Einiges hinwegsehen. Produzieren wir doch in Fernost, anstatt die Lohnkosten in Deutschland hinnehmen zu müssen. Lieber ein paar Arbeitslose mehr, als 300 statt 200 Euro für den nächsten DVD-Player ausgeben. Geiz ist schließlich geil.
Was interessiert es uns schon, ob die Arbeiter die unsere Foto-Kameras, Fersehgeräte oder T-Shirts zusammengschustert haben, in Ihrer Mittagspause etwas Katze oder Hund hatten, welche vor dem Schlachten noch kurz etwas drangsaliert wurden damit es auch ja ordentlich mundet.
Auch dem Leben ein paar anderer Tierchen mußte der Steigerung der Potenz oder diverser andere Hirngespinnste wegen ein Ende gesetzt werden - aber hey, wir wollen doch weiterhin zum günstigen Preis Fotos knipsen. Von unseren Vierbeinern zum Beispiel.
Und ganz nebenbei - was ist schon ein Menschenleben ... ?
Da ist der Besuch des Dalai Lama natürlich ein echter Konflikt, der unser Verhältnis zum "Reich der Mitte" in den Grundfesten erschüttert. So nahe, wie wir ihm kulturell doch stehen ...

Der Dalai Lama ist kein Terrorist, sondern einer von sehr wenigen Menschen, die ihre Ziele gewaltlos durchsetzen wollen. Das verdient Anerkennung.
Die Reaktion zeigt, dass China ihn trotzdem für gefährlich hält. Weil er die Köpfe und Herzen der Menschen erreicht. Weil es auch in China viele Buddhisten gibt, teilweise sogar in hohen Positionen.
Hoffentlich bleibt Frau Merkel standhaft und macht es nicht wie viele andere vor ihr: Auf dem Weg nach oben lassen sich viele mit dem DL gern photographieren. Sind sie dann oben ist die Türe plötzlich zu.

Confessio...
Dass die Bundeskanzlerin Merkel mit dem Dalai Lama zusammentrifft, ist sicherlich etwas vollkommen privates, weshalb sich China auf keinen Fall ärgern sollte.
Herr Dalai Lama, als Vertreter einer buddhistischen Glaubensrichtung, ist ein weltweit anerkannter Wissenschaftler und Denker.
Fr. Kanzlerin ist durchaus berechtigt, im Kanzleramt, auch private Besucher zu empfangen.
M.E. ist die Empörung Chinas vollkommen unbegründet.
Dr. H. Ergun