
Es klingt oft an, daß die Veröffentlichung der Bilder nicht mit islamischen Werten im Einklang steht. Eigentlich ist das kein Problem in einer Gesellschaft in der jeder eigenverantwortlich ist.
Wer gegen das Abbildungsverbot verstößt begeht eine Sünde, kommt dafür in die Hölle und fertig.
Das Essen von Schweinefleisch ist im Islam auch nicht erlaubt, deswegen würde doch aber auch kein Moslem durch einen Nichtmoslem gekränkt werden, wenn der Nichtmoslem Schweinefleisch ist, oder doch?
Die Karikaturen beziehen sich auf radikale Islamisten, kein normaler Moslem sollte Mohammed mit einer Bombe assoziieren.
Wieso beziehen so viele Moslems die Karikaturen auf sich selbst? Ich kann das ernsthaft nicht verstehen.

Ich empfinde tiefste Empörung über das,was sich in den letzten Tagen abspielt. Zum Einen werden wichtige Glaubensinhalte, das Bildverbot Mohammeds, verspottet. Zum Anderen wird darauf in einer Weise reagiert, welche keineswegs im Einklang mit den Werten der islamischen Religion steht.
Es ist nunmal Fakt, dass die Würde vieler Muslime verletzt ist, denn Mohammed ist bisher in der islamischen Tradition nicht ein einziges mal verbildlicht worden. Zwar reden viele von Pressefreiheit, aber die Würde des Menschen sollte da schon Vorrang haben. Mohammed ist für jeden Moslem der heiligste Mensch und ihn auf solch eine Weise zu karikatieren ist gegen die Werte, die er in seiner gesamten Lebzeit versucht hat an die Menschen zu vermitteln. Zudem wird ein Tabu auf eine sehr intolerante Art gebrochen. Was die Situation zusätzlich verschärft sind die Reaktionen der islamischen Welt. Der Islam ist eine Friedensreligion. Man sollte die abscheulichen Gewaltakte von Fundamentalisten nicht auf die Glaubensinhalte des Islam projezieren.Dies wäre fatal,denn dass z.B.ein Kinderschänder oder Vergewaltiger Christ,Jude,Moslem oder Buddist ist,bedeutet doch nicht,dass diese Handlung sich in eines dieser Religionen legitimiert. Ebenso steht es mit der Gewalt,keine Religion,die an Gott glaubt und ihn ehrt,legitimiert jegliche Art der Gewaltanwendung.
Die Karikaturen vermitteln ein falsches Islambild auf eine für den Islam verbotenen Art und Weise.Dadurch wird leider der interreligiöse Dialog belastet

Die Karikaturen machen sich in keinster Weise über den Propheten lustig oder verunglimpfen den gläubigen Muslim oder den Islam. Wer das so begreift, hat nicht mal ansatzweise einen Gedanken daran verschwendet, ja gibt zu erkennen, dass er zu denken nicht bereit ist. Was in diesen Karikaturen ironisiert dargestellt wurde, ist das Bildnis des Propheten, wie es die fanatisierten und massenselbstmordbereiten Fatalisten in sich tragen.
Das Gelächter ist der gute Feind allen übelgesinnten Ernstes.

Die Tatsache, daß andauern Gewalttaten im Namen Allahs und des Propheten begangen werden, erklärt doch von alleine den Inhalt einiger der im Streit stehenden Karikaturen. So gesehen bestätigen die Proteste (Jagen von Ausländern, In-Brand-Setzen von Gebäuden, Drohen mit Selbstmordanschlägen) nur die Notwendigkeit, nach den Ursachen dieser Gewalt zu suchen.
Daran ändert auch eine noch so berechtigte Kritik an der Außenpolitik westlicher Staaten oder an Zuständen in der deutschen Gesellschaft nichts.
Ich halte auch nichts davon, religiöse Bekenntnisse zu verunglimpfen. Es ist aber durchaus fraglich, ob das geschehen ist und ob nicht die Karikaturen eine notwendige Diskussion um das Verhältnis des Islam zur Gewalt anstoßen sollten.
Eben das ist ja die Funktion der Karikatur -- die eine Übertreibung ist und eben nicht direkt verstanden werden sollte.
Ich wende mich nicht gegen Demonstrationen und Boykottaufrufe. Das kann jeder für sich entscheiden. Aber die Gewalttaten und -aufrufe werfen Fragen auf.

daß sich oft genug herausstellt, daß sie nicht ausschließlich frei erfunden sind.
4 Monate lang gab es diese Karikaturen schon, die Proteste in der islamischen Welt hielten sich in Grenzen - bis einige dänische Muslime mit den ominösen Bildern sowie einigen weiteren, noch erheblich schärferen, wenngleich nicht von der Zeitung publizierten Zeichnungen unbekannter Herkunft beschlossen, die islamische Welt gewissermassen zu mobilisieren.
Ob die Herren stolz auf den von ihnen verursachten Flächenbrand sind? Ich habe keine Ahnung und möchte etwas derartiges auch nicht unterstellen. Aber in diesem ganzen Konflikt wird deutlich, wie viele klassische Vorurteile, die der "christliche Westen" gegenüber dem Islam hat, immer wieder anwendbar sind.
Es ist unnötig einen Glauben oder eine Religion öffentlich so zu behandeln, dass Anhänger dieses Glaubens sich pikiert fühlen könnten. Nichtsdestotrotz sind die Reaktionen einiger gewaltbereiter Islamisten in diesem Fall weit jenseits einer Grenze, die man tolerieren kann. Brandschatzungen gegen Botschaften, Angriffe gegen christliche Kirchen - nur weil tausende Kilometer entfernt jemand, der dem gleichen Land oder dem gleichen Glauben angehört, etwas tat, was mich verletzte.
Wir erleben erst die Spitze des Eisbergs. Der entfachte Flächenbrand wird kaum noch löschbar sein. Zeichnungen, die zum Krieg führen? In unserer modernen Gesellschaft vollkommen undenkbar. Wirklich? Sie könnten zumindest als Katalysator ausreichen.

Ich glaube, das Thema ist komplexer als es scheint. Man muss auch die Frage stellen: wer profitiert eigentlich von den Boykotts, den Terror-Demonstrationen, den Anschlägen und Einschüchterungsversuchen?
Die Antwort ist nicht schwer: Es sind genau die Staaten, wie USA und Großbritannien, die für den Tod zigtausender muslimischer Zivilisten verantwortlich waren, und jetzt heucheln, man sollte Muslime nicht beleidigen. Warum gab es damals keine Demonstrationen, als die USA plus Allies Afghanistan und Irak zerstörten?
Das ist ebenfalls Heuchlertum von Seiten der Muslime. Ein abstrakter Mohammed ist wichtiger als die Menschenleben von Zivilisten.
Vielleicht aber ist auch die Reaktion der Muslimischen Welt eine Strategie des Iran, Europa einzuschüchtern, vor allem weil der Plan mit der Atombombe jetzt doch nicht geklappt hat.
Damals meinte auch Khomeni, der Koran dürfe nicht in die Hände von Ungläubigen geraten. Er wußte auch warum. Dann wäre uns nämlich klar, was uns als Ungläubigen, bzw Andersdenkenden, alles widerfahren solle.

Zündet man wegen Karikaturen in Zeitungen Botschaften an, entführt, droht mit Gewalt und Tod ?
Ruhig und mit großem Sachverstand analysiert die FAZ wiederum ein komplexes Thema. Diese hintergründliche Berichterstattung hebt sich nicht zum ersten Mal wohltuend von mach unreflektierter Meinungsäußerung dieser Tage ab.
Doch eine Sache vermisse ich. Warum muß ich in "Die Welt" schauen, um mir selbst ein Bild dieser angeblichen Gotteslästerung zu machen ?
Ich schätze die FAZ sehr als Plattform für sachliche Berichterstattung und oft auch unbequeme Kommentare. Fehlt hier der Mut die Leserschaft umfassend zu informieren ?

Ich möchte auch endlich einmal das Mit-den-Füßen-Treten unserer Werte durch sich Muslime nennende Schurken so richtig herrlich vergelten. Also: wenn das nächste Mal unschuldige Europäer von Islamisten entführt werden und auf Videos vorgeführt werden, in denen die Entführer "Allah ist groß" rufen und die Opfer anschließend vor laufender Kamera töten, werde ich diese tiefgehende Verletzung von mir heilig geachteter Werte heimzahlen. Als erstes werde ich die Botschaft des Landes, in dem die Entführung stattfand, niederbrennen, dabei das Grundgesetz mit aufgeschlagenem Artikel 2 schwenken und skandieren "Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit". Dann ziehe ich zur Botschaft eines Landes, das mit der Entführung nichts weiter zu tun hat, aber eine gemeinsame Grenze mit dem Entführungsland hat und mehrheitlich von Muslimen bewohnt wird, und brenne das Gebäude nieder. Sicherlich werden mir diejenigen, die in diesem Forum so um Verständnis für die Ausschreitungen gegen westliche Einrichtungen und Bürger werben, mir ein ähnlich großes Verständnis entgegenbringen?

Die Ereignisse der letzten Tage sind m.E. der Beweis dafür, dass Islam und die Wertvorstellungen der Europäer völlig und für immer inkompatibel sind.
Die Grenzen der EU liegen in Europa klar bei Bulgarien resp. Rumänien.
Zur Info :
Romänien bis max. zu 0,9% muslim
Bulgarien 12% muslim
Türkei 99,8% muslim
Albanien 70% muslim
Macedonia 50% unspecified
Bosnia & Herzogovina 40% muslim
Serbia/Montenegro 19% muslim
Die EU muss sich fortan NUR für "Privileged Partnerships" einsetzen. Alles andere wäre Heuchelei.
F. Huber

Vor dem Hintergrund der Ereignisse im Nahen Osten ein COOL DOWN an den Westen zu richten, scheint mir geradezu grotesk! Die Brandstifter hinter diesen Geschehnissen sind diejenigen Moslems, die im Namen Allahs weltweit unschuldige Menschen mit Anschlägen umbringen und grausam verstümmeln. Die Karikaturen stellen nur dies in absolut zurückhaltender und gekonnter Weise dar. Darf man den permanenten Religionsbezug der islamistischen Verbrecher nicht mehr kritisieren? Die gewalttätigen Reaktionen, die wir nun erleben, sind sehr wohl mit der Reichskristallnacht vergleichbar, denn sie sind ebenso gesteuert und sollen gleichsam „spontan“ erscheinen, wie es Goebbels damals glauben machen wollte. Die Nazis waren durchaus keine Außerirdischen: Ähnliche und Vergleichbare Agitatoren sind es, die den wütenden Mob nun u.a. in Damaskus aufstacheln. Die erpresserischen Gewaltandrohungen, mit denen nun die Pressefreiheit eingeschränkt werden soll, sind ebenfalls goebbelsscher Couleur. Letztendlich ist die FREIE WELT aber auch mit Adolf Hitler und seinen Gefolgsleuten fertig geworden. Auch diesem neueren Angriff auf ihre Grundwerte wird sie gewachsen sein, wenn sie die Konsequenz aus Ihren alten Fehler zieht: Fanatikern, die einzig auf Konfrontation, Terror und Gewalt aus sind, darf man nicht einen Millimeter entgegen kommen! Gerade wir Deutschen sollten dies am besten wissen.

Ich habe mit großem Interesse die Beiträge gelesen. Nicht oft wird ein Thema derart häufig kommentiert. Ich habe auch viel von Erklärungs- und Rechtfertigungsversuchen gelesen, warum es zu dieser Eskalation kommen konnte, bishin zur Verbindung zu dem schwunghaften Waffenhandel der westlichen Welt. Es ist auch völlig unerheblich zu erörtern, ob die Pressefreiheit das veröffentlichen der Karikaturen rechtfetigt oder nicht. Für mich gilt: Niemand hat das Recht eine Botschaft niederzubrennen. Punkt! Und da gibt es kein Wenn und Aber.

Pressefreiheit kann in unserer westlichen Welt zur Universalrechtfertigung kulturdekadenter Überheblichkeit in pseudoakademischen Kreisen führen, die sich als Ausformung einer gewissen Selbstgefälligkeit den natürlichen Weg zu kultur- und traditionenübergreifender Sensibilität verstellt hat. Verstärkt durch ein weiteres Recht, das auf Meinungsfreiheit, entsteht darüber hinaus zu leicht das Gefühl, jeder Selbstkritik vor Äußerung dieser eigenen Meinung enthoben zu sein. Man glaubt zu sagen, was man „denkt“, ohne dabei jedoch an die zu denken, über welche man gedacht zu haben meint. Hieraus ergibt sich ein intellektueller Solipsismus der uns in seiner vermeintlichen Schlüssigkeit blind macht für die Denk- und Gefühlszusammenhänge anderer. Diese Entwicklung ist aber sicherlich nicht nur eine Einzelerscheinung, allein in den Medien erlangt sie eine sonst nie beachtete gesellschaftsumfassende Relevanz. Wir sollten uns demnach hüten, zu voreilig auf Rechte zu klopfen, deren eigene Entstehungsgeschichte enger mit dem Schutz vor, als dem der Intoleranz anderer zusammenhängt. – Betrachtet man die dramatische Entwicklung der durch die Karikaturen ausgegangenen Provokation, muss auch die Frage der Verantwortung der Medien für das mittlerweile globale Miteinander der Menschen genauso thematisiert werden, wie die darauf folgende zweifellos inakzeptable Ausuferung der Gewalt in diesen Ländern mit denen wir diplomatische und wirtschaftliche Beziehungen unterhalten!

Viele schreiben aber verwechseln 2 Sachen.
1) Zur Pressefreiheit gehört allgemein Karikaturen zu zeichnen, als christ kannst sogar Profeten zeichnen. Die Moslems dürfen das nun mal nicht.
2) Zur Pressefreiheit gehören die Karikaturen in denen man (egal moslem oder christlich) Profeten oder Gott als Terrorist bezeichnet wird NICHT. Keiner hat die Freiheit andere zu beleidigen.
Leider gelten die NEWTON'sche Gesetze auch hier.
Actio >>> Reactio
Aus der Bibel:
Sprichwort; abgeleitet aus der Bibel (Hosea 8,7): "Denn sie säen Wind und werden Sturm ernten"
mfG

Massen von unwissende und einfache Menschen in den von Islam geprägten Ländern werden zum Opfer von einigen wenigen Brandstifter und Hassprädiger, die nicht in Dänemark sondern in Teheran, in Saudi-Arabien, in Damaskus und in Jakarta sitzen.
Es ist eine Schande für die Menschheit im Jahre 2006, dass es sowas passieren darf. Es ist eine Schande für die Kräfte in den islamischen Ländern, die es nicht geschafft haben und diese Massen an Menschen über die Gefährlichkeit von Islam und überhaupt Religionen aufgeklärt haben.
So etwas könnte nur den Mullahs in Teheran dienen. Sie haben nun das geschafft, wovon sie so lange geträumt haben: Unruhe und Unsicherheit überall auf der Welt.
Die freiheitliebende Welt muss nun konsequent und stark hinter der freie Meinungsäußerung bleiben. Man darf nicht klein beigeben. Wozu Entschuldigung?

Cooldown,habe ich schon gleich nachdem Ausbruch des Streit geschrieben.Man ist dazu bis heute im aufgeklaeten Europa nicht faehig.Wer der Brandstifter in dieser Sache war ist doch bekannt
Der Westen hat die Globalisierung der ganzen Welt aufgezwungen,aber ein bischen globalis Wissen:das mag man sich nicht aneignen
Man redet vo Kristallnacht;das ist Oel ins Feuer und demagogischer Bloedsinn.Die Kristallnacht wurde von den Nazis organisiert.Was heute geschiet,das ist die Reaktion auf eine schwachsinnige Karikatur,die man unter Meinungsfreiheit und Pressefreiheit verbucht und vertiedigt haben meochte.Die Folgen sehen wir.Wer nicht hoeren wird fuehlen
Vor ein paar Jahren ist zwischen Thailand un Kamdodscha etwas aehnliches passiert;eine Privatperson(eine Schauspielerin,wenn ich mich richtig erinnere)hat etwas im Bezug auf Kambodzsa gesagt,das dort als eine seht empfindliche Sache ist:da wurde die thailandische Botschaft in Pnom Phen auch verwuestet
Fuer den entstandenen Schaden musste die Regierung in Pnom Phen aufkommen.Mehr konte man nicht tun
Das war eine harmlose Aesserung einer Privatperson,die
den Wahnsinn ausloeste.Wer war also der Brandstifter?
Die Dumme Ziege hat sich spaeter auch entschuldigt
Ich muss die ses Biespiel hier bringen,damit man im aufgeklaerten Europa mit dem COOLDOWN anfaengt.
Von aufgebrachten Massen kann man keine Vernunft erwarten
Ich fuerchte auch von der "freien" Medien in West-Europa nicht.
Obwohl Straw sagte;nachdrucken war ein Fehler...

Sind die islamischen Glaubengrundsätze heilig, die europäischen aber nicht?
Diese Frage stellt sich mir im Moment zwangsläufig. Islamische Regierungen empören sich darüber, dass es bei uns Zeitungen gestattet ist unter dem, wie sie es nennen, "Deckmantel" der Pressefreiheit kritische Kommentare zu veröffentlichen.
Kommentare, die wohlgemerkt den rechtsstaatlichen Normen in allen demokratischen Ländern genügen würden.
Es wird von unseren Regierungen verlangt die gleiche Empörung zu zeigen, die man meint selbst empfinden zu müssen.
Wird hier aber nicht mit unterschiedlichen Maßstäben gemessen. Wo bleibt die empörung über die eigenen Bürger, welche unsere Grundwerte in zweifel stellen. Morddrohunen, Brandstiftungen und die Verurteilung einer ganzen Gesellschaft empfinden viele Regierungen des Nahen Ostens scheinbar als legitim, ja unterstützen sie sogar.
Aber ist das nicht auch ein Angriff auf das Heiligste einer, unserer Gesellschaft. Gründet sich nicht das moderne Europa auf den unerschütterlichen Glauben an die Menschenrechte. Nicht zufällig werden sie in den Verfassungen der europäischen Länder an erster Stelle genannt.
Wo bleibt da die Empörung? Es ist immer leicht sich über jemanden anderes schockiert zu zeigen, vorher sollte man jedoch sicherstellen, dass man sein Wertesystem auch an sich selbst angelegt hat.

die Nationen, welche die Menschenrechte, Meinungsfreiheit, Gleichstellung der Geschlechter, Minderheitsschutz stolz proklamieren, setzen sich für die Demokratiewerte weltweit ein. Ihnen entgeht bwusst die tatsache, dass dieselben Völker mit bis zu 90% an dem Weltwaffenhandel weltweit teil haben. Wenn man bedenkt,daß der internationale Waffenkuchen mehr als 1 Billionen Dollar! beträgt, hat man eine ungefähr Dimension von dessen, für was man sich eigentlich einsetzt!
Bei uns leben ca. 5 Millionen Moslems, ist es etwa den Wertepfeilern des Westens gerecht, jeden als potenziellen Terroristen zu bezichtigen? Schaut euch doch mal an, wie die Menschen im sozialen Leben in die Ecke gedrängt werden! (...) Müssen diese Menschen verantworten und ausbaden, wenn die Politik den Hasssaat zwischen den Völkern sät?
Terror ist Terror, vor diesem Wucher, das Adjiektiv, islamistisch, arabisch oder japanisch, europäisch zu setzen, ist meines Erachtens ebenso ein Terrordelikt! Denn damit werden, unschuldige Menschen als Potenzielle Gefahren in der Gesellschaft repräsentiert! Terorr ist blinde Gewalt, wer sie anwendet hat auch terroristisch gehandelt! Nun jeder beschwert sich, aber keiner schreibt, insbesondere die Medien, kein einziges Wort über die Entschärfung der zwischenvölkerlichen Gewaltbereitschaft! Es gibt nur eine wirksames Rezept! DIALOG, DIALOG und wieder DIALOG!!

...will die türkei diesem Europa beitreten, irgendwie widersprüchlich, oder?
an christian rohloff: wenn jemand "Ihren Gott" beleidigt juckt es Sie wahrscheinlich nicht einmal am kleinen Zeh.

es ist ein gefährliches spiel das wir zur zeit spielen. hitler hatte damals behauptet die polen hätten eine deutsche rundfunkstation angegriffen, darauf hin begann der 2. weltkrieg. heute behaupten moslems der westen hatte sie beleidigt und greifen zu den waffen. das ist für uns keine direkte gefahr, aber wenn die saudis und die iraner ( streit atomprogram) den ölhahn zudrehen, leben wir wieder in der steinzeit. einen ausstieg aus dem öl als kraftstoff, schaffen wir innerhalb von 10 jahren und nicht von heute auf morgen

hier liegt unser Problem und das der Moslems!
Wenn wir in Europa Werte hätten, die mehr wären als das Geld , wir hätten es wahrlich besser.
Mir ist ein demokratischer Neger näher als ein deutscher Nazi.
Leider hat es in der Welt immer schon Fanatismus und Verblendetsein gegeben. warum nur lassen wir uns als Willige vor den Karren der Verführer zur Gewalt spannen. Nichts hat es uns bisher geholfen.
Muslime und Christen beten zu dem gleichen Gott, wir sollten uns dessen bewusst sein.
Michael Brüggemann (christlich denkender Europäer)

Man mag die 12 Mohammed-Karikaturen nun witzig oder eher geschmacklos finden – eines muß zunächst klargestellt werden: Die Frage, ob das Bilderverbot des Islam beachtet werden muß, kann sich ohnehin nur für einen Moslem in einem islamischen Land stellen. Ein Nichtmoslem, egal ob Christ, Atheist oder Anhänger einer anderen Religion, kann nicht dazu gezwungen werden. Jedenfalls nicht in Ländern wie Dänemark, Deutschland oder Frankreich, die schließlich keine muslimischen Länder sind! Gewisse islamische Staaten, einige arabische Innenminister und diejenigen Moslems, die ihre Religion höher als Freiheit und Toleranz setzen, sind außerdem selbst daran schuld, daß die Veröffentlichung der Karikaturen jetzt solche Ausmaße annimmt. Hätten sie nur geschwiegen, und niemand außer den Lesern des Jyllands-Posten hätte sich für die Karikaturen interessiert. Und die Tatsache, daß den Islamisten schon wieder einmal nichts anderes einfällt als Gewalt, spricht doch für sich. Wahrscheinlich hat sie die Karikatur, daß es im Paradies keine 71 Jungfrauen mehr für einen Terroristen gibt, am meisten aufgeregt - es könnte zu Rekrutierungsproblemen führen! Dies zeigt: Durch Ironie, Satire und Zweifel säen könnten wir sie besiegen. Denn wenn erst einmal auch in der islamischen Welt die Menschen die Angst vor den Mullahs verlieren und darüber lachen, würde das Regime im Iran wohl bald hinweggefegt. Religion kann nur ein Akt der Freiheit sein – nicht etwas, das erzwungen wird.

Wer auf der politischen Weltbühne so herumstolpert und unverhohlen seine persönliche Meinung zur Schau trägt, darf sich der Verantwortung nicht entziehen.
Hier spielen die Karikaturen vom September nur noch eine Nebenrolle und dienten als Lunte gegen das Lager wechselnde Europa.
Vielleicht bildet sich hier die viel gefürchtete islamische Allianz. Der es leichtfallen wird, die ignorante westliche Welt auszuhungern. Es wurde ja aufgrund der Petrodollars alles unternommen, um dieses System aufrecht zu erhalten.
Die Fehler der Vergangenheit können sich schnell rächen, Frau Merkel.

Mögen dänische Fahnen brennen, solange die Schreihälse welche finden. Dafür nudelt mir mein Drucker rasch zwei neue im A3 Format aus (Vorlage über Google-Bildersuche). Die fahre ich dann spazieren. -ist natürlich nicht gaaaanz so telegen wie Flaggenverbrennen aber eine freundliche Geste an unsere liebenswerten Nachbarn im Norden, oder?!

Auch wenn es zynischklingt, ein gutes hat dieser Kampf der Kulturen: Er ist geeignet, Klarheit zu schaffen.
1. Wer im Innern instabil ist, braucht einen äußeren Feind. Die Macht der Mullahs steht auf töneren Füßen.
2. Karikaturen (sic!) zwingen uns, Stellung zu beziehen für
unsere Normen und Werte. Nun wird sich zeigen, was uns
unsere so selbstverständlich gewordenen Ideale wert sind,
Profite hin, Toleranz her.

Gehört zu dem Recht auf eigene Identität, das nach Ihrer Auffassung die Muslime umtreibte, das Recht, Menschen anderer Auffassung mit Mord und Totschlag zu bedrohen? Dann haben wir es hier in der Tat mit einer nicht integrierbaren Identität zu tun. Das möchte ich eigentlich nicht glauben. Für mich handelt es sich um mutwillige Fanatisierung; anstat ihre Gläubigen in diese Richtung zu treiben, wäre es für Religionsführer, so sie sich den entschieden, das für sie so komfortbable geistige Mittelalter zu verlassen und im 21. Jahrhundert anzukommen, genauso möglich, Toleranz auch für andere, den eigenen Werten entgegengesetzte Auffassungen zu hegen. Und natürlich gibt es unter den Christen große Unterschiede im Meinungsbild. Denken wir nur an US-amerikanische Fundamentalisten, die Abtreibungsärzte ermorden. Der entscheidende Unterschied ist aber, dass unsere Gesellschaftsordung es nicht toleriert, dass ein Anhänger einer Glaubensrichtung einem anderen Mitglied der Gesellschaft, die diesem Glauben nicht anhängt, Gewalt antut.

Die Parallelen zur Reichskristallnacht drängen sich hier förmlich auf. Auch am 9. November 1938 gab es einen organisierten Ausbruch von „Volkszorn“, wie er jetzt in der islamischen Welt veranstaltet wird. Damals wie heute bedient man sich dabei nur eines Vorwandes, um irrationalen Hass auszuleben. Deutschland sollte vor dem Hintergrund seiner traurigen Geschichte jetzt mal zeigen, dass es wirklich aus seiner Vergangenheit gelernt hat, und sich klipp und klar gegen Fanatismus und Pressezensur stellen. Es stünde diesem Land gut an, sich nachdrücklich für die Werte der freien Welt einzusetzen und die goebbelsschen Agitationen bestimmter moslemischer Kreise auch als solche zu benennen. Die Darstellung Mohammeds mit Bomben-Turban ist nichts weiter als eine verharmlosende Darstellung des Umstandes, dass im Namen Allahs von islamistischen Terroristen Flugzeuge in Bürotürme gelenkt werden, öffentliche Verkehrsmittel in Madrid oder London in die Luft gesprengt werden oder vor laufenden Kameras „Ungläubigen“ die Köpfe abgeschnitten werden. Wäre ich ein Moslem, wäre ich hoffentlich durch diese entsetzlichen Taten, die stets und immer im Namen meiner Religion ausgeführt werden, in meinen religiösen Gefühlen verletzt. Betretendes Schweigen wäre für alle Moslems hier wahrlich angebrachter als die nachdrückliche Bestätigung der Karikaturen durch neue Gewaltorgien im Namen Allahs und des Propheten.

@ Stefanie Neubert:
Sie haben recht, das ist ein Konflikt ohne die USA, die schon seit einem Jahrzehnt nichts mehr aus Iran importiert haben. Der vor 10 Jahren von Clinton ausgerufene und von Bush verlaengerte Boykott verbietet das. Da Bush jetzt auch noch die restlichen Nahostimporte um 75 % senken will, ist das Interesse noch weiter gesunken. Der Iran exportiert nach Europa und Japan!

Solange westliche Medien eine 'Künstlern' feiern, welche sich Madonna nennt, solange ist die Verletzung religiöser Gefühle (Satire darf auch das), welche gegenwärtig diskutiert wird, wahrlich nur ein Witz.

Es versteht sich von selbst, dass diese Brandstiftungen mit Vorbedacht inszeniert wurden. Man denkt sogleich an die "spontane Erhebung der Volksseele", wie Dr. Joseph Goebbels das 1938 klassisch formulierte. Dass moslemische Laender die diplomatische Immunitaet nicht respektieren, wissen wir ja schon mindestens seit der Botschaftsbelagerung von Teheran.

wenn jemand meinen gott beleidigt, dann würde ich auch voll ausflippen. es wäre jawohl eine solche frechheit, die seines gleichen sucht. also, ich kann dann nicht mehr dafür garantieren, das ich keine fahne anzünde und wild gestikulierend durch die innenstadt laufe.

Leider sieht das alles nicht gut aus. Es ist doch ziemlich klar, dass sich hier viel viel mehr entlädt als der aktuelle Anlass zunächst glauben macht... Wut und Gegenwut leisten ganze Arbeit für die, die auf eine Radikalisierung hoffen...
Beide Seiten tragen hier ihren politischen Anteil,man erinnere sich nur an die vorangegangenen Konflikte-als leider auch auf der westlichen Seite irritierender Weise von Gottesaufträgen gefaselt wurde.
Das Schlimme ist,dass insgesamt ein Mechanismus auf beiden Seiten in Gang kommt, der zu einer immer stärkeren Polarisierung führt.Wut und Gegenwut sind bedauerlicherweise keine guten Ratgeber.
Wut treibt auch moderatere Menschen hinter radikale Parolen. Beidseitig. Man kennt dieses Phänomen in der Geschichte ja leider all zu gut:
Einer erstarkenden geistigen und politischen Bewegung, die aus faktischen Defiziten entsteht, wird sozusagen auch der antithetisch ihr gebührende Gegenspieler geboren. Auf beiden Seiten wächst die Wut.Die Positionen werden radikaler und vereinfachend - was wiederum auch moderate Menschen zur Zustimmung treibt...
Eine solche emotionale Radikalisierung führt in der Regel auch dazu, dass ein Zurückrudern immer schwerer wird, weil es Gesichtsverlust bedeutet.
Aus meiner Sicht ereignet sich da grade etwas ganz ganz Verhängnisvolles.Und es ist allergrösste Sensibilität und Fingerspitzengefühl angesagt.
Ansonsten erleben wir hier tatsächlich die Geburtsstunde des nächsten Kapitels der Weltgeschichte!

Lieber Herr Wild!
Zwar halte ich den gemässigten Kurs einer Angela Merkel gegenüber den USA für diplomatisch durchaus sinnvoll, aber wenn Schröder wenigstens eine Sache gut gemacht hat, dann war das mit Sicherheit sein deutliches NEIN zum Irak-Krieg. Ehrlichgesagt auf amerikanische Unterstützung in Fragen kultureller Konflikte zwischen "Christen" und "Islamisten" sollten wir nichtmal hoffen. Die Amerikaner haben soviel Geschick bewiesen, dass sie jetzt alle Hände voll zu tun haben, um ihre Truppen im Irak zu schützen. Wer einfältig auf den Kurs eines GWB einlenkt, der hat einfach nix verstanden. Meine Befürchtung: wir werden wie immer erst wieder hinterher schlauer sein und betroffene Mienen machen.

Daraus eine Diskussion um die "Gefährdung der Meinungsfreiheit" zu machen ist ABSOLUT LÄCHERLICH und zeigt nur, wie vollkommen entfremdet wir jeglicher religiöser Gefühle sind.
Wer hier den Propheten Mohammed als Selbstmordattentäter abbildet, beleidigt nicht nur ein religiöses Gefühl, er sagt auch, dass alle Moslems potentielle Selbstmordattentäter sind.
Da sind wir wieder auf dem "die Juden haben Jesus ermordet und alle Deutsche sind Nazis"-Niveau.
Nun gehöre ich zu einer Generation, die gemeinsam mit muslimischen Gläubigen aufgewachsen ist. Vielleicht denken die werten "Aufklärer" ja auch einmal daran, dass in ihrem eigenen Land ganz viele dieser "potentiellen Selbstmordattentäter" leben. Wie sieht es denn mit dem Respekt gegenüber den eigenen Landsleuten aus?
Eine solche Situation in der gegenwärtigen weltpolitischen Lage aus mangelndem Respekt gegenüber anderen Kulturen eskalieren zu lassen ist arrogant, nicht besonders intelligent und das Gegenteil von "Aufklärung und Meinungsfreiheit". Da muss Dänemark sich schon selbst warm anziehen.
Zudem wird der intellektuell hoch komplizierte Vorgang, zu verstehen, dass der Palästina-Konflikt, der Irak-Krieg, der Afgahnistan-Krieg und viele weitere Konfliktherde in muslimischen Ländern unterschiedliche Ursachen aber als gemeinsame Wirkung haben, dass eine andere Religionsgemeinschaft sich bedroht fühlt und vollkommen verallgemeinernd verurteilt wird.

Hallo,
sogar die FAZ. Redaktion veröffentlich die Meinungen erst nach sorgfätigem Filtern der Beiträge , ist das etwa Meinungseinschränkung?Nein Keineswegs!
Die Redaktion will nicht, das was für den einen Meinungsfreiheit ist, der andere nicht als Beleidigungsfreiheit bewertet.zu recht!
die dänische Zeitung kann was von der FAz. Redaktion lernen!
Und Muhammed sollte nicht beleidigt werden!

Reden hier nicht immer alle scheinheilig vom Minderheitenschutz, Recht auf eigene Identität, usw.????
Ehrlich gesagt, wer die Nerven hat 12 (!!!) Karikaturen abzubilden, schon vor Monaten darum gebeten wird diese zurückzusiehen und sich zu entschuldigen, dies auf diplomatischem Wege aber nicht tut, der sät Wind und erntet nunmal Sturm.
Und noch eines: wir sollten endlich verstehen, dass "der Islam" gar nicht danach strebt in "unserer Gesellschaft" aufgenommen zu werden. Man strebt hier tatsächlich nach dem Recht auf die eigene Identität, wehrt sich gegen eine permanente negativ Besetzung der Rollen für Moslems und fühlt sich in seiner Würde eben zutiefst verletzt. Besonders weil "der Westen", sobald es um ilsamische Länder geht, einfach vergisst zu differenzieren. Oder vertreten etwa auch alle Christen genau die gleichen Ansichten??? Soweit ich mich erinnere, gibt es da auch in unserem Lager grosse Unterschiede. Wer dies natürlich von der eigenen Kultur nicht weiss, kann es bei einer anderen erst Recht nicht verstehen. Wer hier die Nerven hat zu schreiben, ihn beleidigen Karikaturen Jesus oder Gottes nicht, der kann meiner Meinung nach kaum religiös sein. Religion ist etwas tief persönliches und plumpe Kritik, die dazu noch einfältig geäussert wird, sorgt immer für Sprengstoff - auch in unserer ach so zivilisierten Gesellschaft.

Die Meinungsfreiheit (damit meine ich nicht "unsere" westlichen Werte, sondern die universelle Meinungsfreiheit) steht moralisch über jeder Religion, denn Religionen schränken die Meinungsfreiheit ein, die Meinungsfreiheit schränkt aber Religionen nicht ein.
Es ist wie seinerzeit mit Salman Rushdies Buch "Die satanischen Verse": kaum ein Moslem hatte sie wohl gelesen, aber die ganze muslimische Welt hatte sich empört, ohne zu wissen, worüber.
So ist es auch jetzt: die Mohammed-Karikaturen sind bislang in kaum einem islamischen Land veröffentlicht worden, die meisten Muslime werden sie also nie gesehen haben - aber sie demonstrieren und greifen zu Gewalt und präsentieren der ganzen Welt, was man im Islam unter "Toleranz" zu verstehen hat.
Eckhardt Kiwitt
Freising

Interessant ist doch, daß Amerika die günstige Situation direkt nützt um sich nicht nur von Europa und den eigenen Idealen der Freiheit abzuwenden, sondern Europa auch noch den Dolch zwischen die Rippen zu stoßen, daß sie selbst solche Karikaturen niemals abbilden würden. Würd mich wirklich interessieren über welche Wege die muslimischen Führer auf diese Abbildungen aufmerksam gemacht wurden. Ich kann nur für mich selbst und alle Europäer hoffen, daß wir es schaffen besonnen zu bleiben und uns nicht wie Amerikaner direkt persönlich durch die zahlreichen Proteste provoziert und angegriffen fühlen, und somit eine weitere Eskalation verhindern.

Die Reaktion der radikalen Muslime wirkt beinahe wie eine nachträgliche Bestätigung der in den Karikaturen zum Ausdruck gebrachten Meinung. Überall auf der Welt starten vermummte und bis an die Zähne bewaffnete Fanatiker Hexenjagden auf Europäer, schrecken dabei vor Entführung und Mord nicht zurück und drohen jetzt sogar mit Selbstmordanschlägen in Dänemark! Alles wegen ein paar lächerlicher Karikaturen in einer dänischen Provinzzeitung, die bis dato wohl nur innerhalb der Landesgrenzen bekannt war. Die islamischen Staaten sollten sich endlich ihren wirklichen Problemen zuwenden (mangelhafte Diversifizierung der Wirtschaft, Bildung, Menschenrechte, Demokratie-Defizit, Überbevölkerung usw. usw.) und nicht weiter mit durchschaubaren Manövern vom eigenen Versagen in der Innenpolitik ablenken. Nur so kann langfristig einer weiteren Radikalisierung der in Perspektivlosigkeit dahinsiechenden jungen Generation der Nährboden entzogen werden.

Ich bedauere zutiefst, dass das Bild des Islam zurzeit von einigen nicht repräsentativen Fanatikern geprägt wird.
Wenn allerdings durch deren Aufruf hunderttausende für gewaltsame Rache eintreten, dann sind meine Toleranz und mein Harmoniebedürfnis ausgereizt.
Anscheinend fehlt es hier an grundlegenden Werten, die moderne Zivilisationen ausmachen. Man sollte sich bei Menschen, die die Ansicht der Fanatiker teilen nicht entschuldigen. Das käme einer unerträglichen Prostitution unserer Werte im Namen einer heuchlerischen Toleranz gleich.

müßten den verantwortlichen Redakteuren, Chefredakteuer en und Herausgebern gestellt werden. Als erfahrene Journalisten müßen sie doch wissen wie Muslime auf derartige Veröffentlichungen reagieren. Brüskierung und Provokation hat nichts mit Pressefreiheit zu tun. Ohne in den Chor der Betroffenheit heuchelnden einstimmen zu wollen möchte ich diesen Leuten, die mit Sicherheit im Bewußtsen der Wirkung dieser Veröffentlichung die Entscheidung getroffen haben, fragen, ob sie verantwortungsvoll gehandelt haben. Eine öffentliche Befragung der verantwortlichen Chefredakteuere wäre wünschenswert.
Auf der anderen Seite deckt die Rekation mancher Islamischer Geistlicher, d.h. Teilen der Elite des Islam, die zu öffentlicher Massenhysterie, Gewalt und heiligem Krieg aufrufen eine besorgniserregend bedrohliche Seite des Islam auf. Die Qualität dieser Auswüchse tritt vor Augen, wenn man sich vorstellt, Bischöfe und Priester würden zum Kreuzzug aufrufen, wenn ein jesuskritischer Film veröffentlicht wird.
Es wird Zeit, daß wir uns mit der Bedrohung, die von islamistischen Fanatikern ausgeht, auseinadersetzen, denn über kurz oder lang wird ein Vorwand genutzt, zur Gewalt aufgerufen und dieser Aufruf auch umgesetzt. Man muß sich bewußt machen, daß man Fanatiker weder mit Beschwichtigung noch mit Demut und Schulbewußtsein beeinflußen kann.

Ich bedauere zutiefst, dass das Bild des Islam zurzeit von einigen nicht repräsentativen Fanatikern geprägt wird.
Wenn allerdings durch deren Aufruf hunderttausende für gewaltsame Rache eintreten, dann sind meine Toleranz und mein Harmoniebedürfnis ausgereizt.
Anscheinend fehlt es hier an grundlegenden Werten, die moderne Zivilisationen ausmachen. Man sollte sich bei Menschen, die die Ansicht der Fanatiker teilen nicht entschuldigen. Das käme einer unerträglichen Prostitution unserer Werte im Namen einer heuchlerischen Toleranz gleich.

Als Emigrant aus dem ehemaligen Ostblock und nach Gesprächen mit Leuten gleicher Biografie kann ich mich nur wundern, wie naiv man hier reagiert.
Schon um 1920 hat man Parallelen gezogen zwischen Islam und Kommunismus. Wenn man hört, wie ein Islamist die Toleranz des Islam verteidigt und das mit der eines Jugendfunktionärs im Komsomol/FDJ vergleicht, sind die Gemeinsamkeiten einigermaszen unheimlich.
Was mich wundert, ist der Umstand das die Rechtgläubigen, die in der Scharia den einzigen Weg zum Seelenheil sehen, sich so gut mit børnecheck (Barzahlung für jedes Kind in Dänemark) und bistandsloven (Sozialgesetze, von denen Hartz IV Empfänger nur träumen können) auskennen. Wie kann man denn Geld von den ungläubigen Hunden annehmen?
Was mich wirklich schockiert ist die Reaktion aus den USA und von Paul Spiegel. Da sind dänische Soldaten im Irak, dänische Restaurants wollten keine Pizza an Deutsche und Franzosen verkaufen, weil die nicht am Krieg gegen Saddam teilnahmen. Die dänischen Juden wurden nicht an Deutschland ausgeliefert. Ist es denn so wichtig, dass man mal ein paar Tage Ruhe hat in den USA und Israel, den Dannebrog verbrennt an statt deren Flagge?
Meine dänischen Mitbürger sind extrem dankbar für die Unterstützung, die aus Deutschland in dieser Sache kommt.

Warum tuen die Politiker in Kopenhagen den Männern in "Greater Middle East" nicht den Gefallen und entschuldigen sich für diese Karikaturen? Weil sie einem Druck aus dem rechten politischen Lager ausgesetzt sind?
Der Verweis auf Konsequenzen antijüdischer Bemerkungen in der deutschen (auch iranischen) Presse und die möglichen/tatsächlichen Reaktion sollte zum Nachdenken anregen.
Einer der Söhne des Britenprinzen hat erst neulich für Schlagzeilen in Europa gesorgt.
Also, dass nach Monaten der Veröffentlichung in einem jütländischen Blatt erst ein Feuer in der Öffentlichkeit enfacht ist, soll es nicht unmöglich machen, es zu löschen. Wir werden weder die Pressefreiheit opfern, noch gedemütigt werden. Wir im "Westen" sollten einen gewissen Reifegrad erreicht haben, dass wir Leuten, denen wir vermeintlich ins Gesicht gespuckt haben, das Taschentuch reichen können auch wenn zurückgespuckt wird. Deeskalation statt Eskaltion!

Das die Darstellung von Karikaturen sich überhaupt zu einem Weltweiten "Skandal" entwickeln kann halte ich für absurd und einen Beweis dessen das es uns einfach an wichtigen Themen mangelt.
Der formelle Protest der Islamischen Nationen ist vollkommen verständlich und berechtigt. Doch genau so ist es wichtig, dass die Dänische Regierung sich nicht formell entschuldigt. Ich kenne die Verfassung Dänemarks nicht, aber in unserem Grundgesetz ist die Meinungsfreiheit verankert und damit auch die Pressefreiheit. Das sind die Werte für die wir stehen und wenn wir immer weiter von unseren Werten abrücken ("El Mundo" hat da völlig Recht!), stehen wir bald ohne da.
Weiter möchte ich das Blickfeld auf zwei weitere Aspekte lenken:
1. Wir in der "christlichen" westlichen Welt haben keine Schwierigkeiten Karikaturen über unseren Gott und Jesus (auch ein Prophet des Korans!) zu drucken über die sich keiner aufregt. Warum sollte eine Dänische Zeitung auf eine Gruppe die nicht einmal zu Ihrer Leserschaft gehört Rücksicht nehmen, wenn sie nicht mal auf ihre eigene Leserschaft Rücksicht nimmt.
2. Wenn man pedantisch seien will: Wir Christen haben es dem Islam - zumindest in der Moderne - nicht übel genommen das er mit seiner Religion das Zentrum unseres Glaubens, Jesus, öffentlich abwertet und aus Gottes Sohn einen "einfachen" Menschen macht.
Ich denke etwas was wir beachten sollten ist das Timing der Eskalation - Iran, Hamas, Sharon und nun...

Für mich beinhaltet diese emotionale Eskalation zwei Botschaften:
1.Die analytische:
Wut und Empörung der islamischen Welt spiegeln nur symbolisch wieder, was man dort ganz generell empfindet:einen Mangel an Respekt "des Westens" vor den Werten einer anderen Kultur und Lebensweise. Und die Ohnmacht, dies aus dauernder rein faktischer Unterlegenheit stets hinnehmen zu müssen.
Gespeist werden diese Gefühl aus Erfahrungen der Vergangenheit: man nehme den aus geo- und politstrategischen Gründen (Öl) erfolgten Einmarsch in den Irak. Desweiteren der Versuch, den Menschen dort - recht unsensibel- eine bestimmte Werteordnung - unsere - aufzudrängen. Und sicher auch die Beobachtung, dass der einflussreichste Teil der westlichen Welt jahrelang unfair mit den Interessen der Araber verfahren ist und es vorzog korrupte, aber willfährige Systeme zu unterstützen.
Die zu besichtigende Entwicklung ist altbekannt und alarmierend :die Radikalisierung der Ohnmächtigen im Gegenprinzip der Wut - hier: im politischen Islamismus, der sich zum Gegenpol all dessen entwickelt, was man am Westen verachtet. Man sehe bspw. nur die Wahl in Palästina.
2.Die ethische:
Selbstverständlich müssen wir die Unverrückbarkeit unserer Freiheitsprinzipien klar zum Ausdruck bringen. Ein wenig mehr respektvolles Taktgefühl vor den Empfindungen anderer würde uns viele dieser Konflikte ersparen.
Denn auch hier gilt der kluge Satz: nicht alles, was rechtens und erlaubt ist, ist wirklich gut....

"Demokratie" ist ein Fremdwort, dessen Bedeutung man offenbar vergessen hat. Es bedeutet "Regierung der Mehrheit", nicht etwa "Diktatur der Minderheiten".-- Klar?

Die Daenen haben vollkommen Recht. Es ging bei diesen Karikaturen nicht darum die Reiligion in und deren Stifter in den Dreck zu ziehen , sondern lediglich um eine offene Diskussion. Die Presse und Meinungsfreiheit muss dies zulassen und die Welt darf sich nicht durch eventuellen Terror einschuechtern lassen.
Ich freue mich sogar ueber die Reaktionen der franzoesischen Zeitungen, sie kaempfen fuer die Meinungsfreiheit und im weiteren Sinne auch fuer die Freiheit im Allgemeinen.
Der Mord am Filmemacher van Gogh war schon laengst zu viel, diese Einschraenkung der Freiheit koennen wir nicht hinnehmen, allerdings ist der Beukott von Guetern aus den Laendern in der arabischen Welt in Ordnung, wer nicht will, der hat schon.

Bei der Verurtailung der Karrikaturen besteht ein Unterschied zwischen friedlichen Protest und gewalttätigen Aktionen.
Ohne Frage, lassen die Reaktionen in Palestinensergebierte, wo mit Mord gedroht wird, auf ein katastrophales Rechtsbewusstsein dortiger radikalisierten Elemente schliessen.
Bei friedlichen Protesten sehe ich dies aber anders.
Jeder Muslim hat das Recht friedlich gegen die Veröffentlichung zu protestieren, z.B. indem er Waren des betreffenden Landes boykottiert, solange bis sich die Regierung des Landes entschuldigt hat.
Hierbei wird in der hiesigen Diskussion meist vergessen, dass es in den meisten Gesellschaften Tabuzonen gibt. Hierzulande waeren dies z.B. Veröffentlichungen von Spasskarrikaturen ueber Juden in Konzentrationslagern. Ich bin mir sicher, dass sich in einem solchen Fall die deutsche Regierung gegenüber Juden entschuldigen wuerde.
Protest gegen empfundene Herbwuerdigungen oder Provokationen ist legitim und notwendig zur Selbstregulierung des Gleichgewichts zwischen Recht auf Meinungsfreiheit und Recht auf persönliche Wuerde.

Würde das der Fall sein, hätten die Karikaturen nicht als Beleidigung gewirkt, sondern wären sie als selbstverständliche Feindseligkeit empfunden worden. Wäre es der Fall, würden die Demonstranten keinen Wert auf eine schlichte Entschuldigung legen, von der man nichts als eine geistige Bewegung eines gehaßten Menschen hätte. Die Aufregung zeigt genau das Gegenteil: Schätzung der Christen und Europäer, Erwartung in ihrer moralischen Beschaffenheit, aber auch Enttäuschung.