05. Januar 2007 Der amerikanische Präsident George W. Bush hat den Ablauf der Hinrichtung von Saddam Hussein bedauert. Natürlich hätte ich mir gewünscht, dass der Vorgang würdevoller abgelaufen wäre, sagte Bush am Donnerstag bei einer Pressekonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Washington (Siehe auch: Merkel und Bush wollen Nahost-Quartett wiederbeleben). Trotzdem, ihm wurde Gerechtigkeit zuteil. Bei den tausenden Menschen, die der frühere irakische Machthaber getötet habe, sei dies nicht der Fall gewesen.
Amerika erwarteten vom Irak eine lückenlose Aufklärung der Vorgänge bei der Exekution. Merkel äußerte sich nicht zu der Hinrichtung. Sie hielt sich zu einem Kurzbesuch in Washington auf. Bush hatte sich zuvor mit dem irakischen Ministerpräsidenten Nuri al Maliki über die Hinrichtung beraten. Bush habe ihm dabei per Videokonferenz versichert, eine Untersuchung der umstrittenen Exekution zu unterstützen, sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Tony Snow.
Neue Irak-Strategie in der nächsten Woche
Auf einer Videoaufnahme der Hinrichtung waren Verunglimpfungen Saddams und Hochrufe auf den radikalen Schiiten-Prediger Muktada al Sadr, einen der Hauptfeinde Saddams, zu hören. Saddam war am Samstag für den Befehl der Ermordung von 148 Schiiten im Jahr 1982 am Galgen hingerichtet worden. Die amerikanische Armee hat betont, sie sei nicht an der Hinrichtung beteiligt gewesen und hätte diese auch anders gehandhabt.
Bush will seine neue Strategie für den Irak im Laufe der nächsten Woche öffentlich machen. Mein Denken nimmt Gestalt an, sagte Bush. In der nächsten Woche könne er eine Strategie skizzieren, die den Irakern helfen werde, ihre Ziele zu erreichen.
Text: FAZ.NET mit Material von dpa/Reuters/AFP
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