Diese Propaganda wie Sie es nennen, wird nur nicht von den bösen Chinesen verbreitet. Die Engländer betitelten die tibetischen Sozialstrukturen ebenfalls als rückständig. Hinzu kommt, daß die Gesellschaft keinesfalls intakt waren, ausser man bezeichnet eine korrupte Mönchskaste als funktionierende Regierung. Die Behauptung die tibetische Delegation hätte keine Vollmachten besässen kamen erst wesentlich später. Und vorallem gab der Dalai Lama 3 Tage nach der Unterzeichnung seine Zustimmung bekannt. Womit es überhaupt keine Rolle mehr spielt, was man später zu Verhandlungsvollmachten behauptete.
Ein Großteil der Umweltzerstörungen ist auf eine Überweidung zurück zu führen. Mehre westliche Umweltaktivisten und Regierungen haben China daraufhin aufgefordert, etwas dagegen zutun. Als China dies dann tat, galt es als Zerstörung der tibetischen Kultur. Doppelzüngiger geht es wohl kaum noch.
Die tibetische Bevölkerung wird seit der chinesischen Okkupation systematisch in die Armut getrieben. Für Tibeter gibt es unzureichende Schulbildung noch die Möglichkeit ihren Lebensunterhalt selbst bestimmt zu bestreiten. Für Arbeit gleicher Art werden die Tibeter in der Regel schlechter bezahlt. Tibetische Frauen haben die höchste Mütter – und Kindersterblichkeitsrate in ganz China, wegen der schlechten medizinischen Versorgung. Tibetische Familien schicken ihre Kinder in einer gefährlichen Reise nach Indien, damit sie überhaupt eine Bildung erhalten. Die Umwelt wird massiv zerstört, wozu es endloser Artikel von unabhängigen Organisationen gibt. Die Tibeter haben eine einzigartig religiöse Hochkultur, die Gesellschaft in Tibet vor der Besetzung war rückständig, aber intakt. Nur die chinesische Propaganda verbreitet das Märchen von Tibeter als rückständige Untermenschen, die von ihnen beglückt werden mussten.
Wenn Sie hier dauernd auf dem 17-Punkte- Abkommen rumreiten, dann sollten Sie zumindest wissen, dass Repräsentanten der damaligen tibetischen Regierung am 23.Mai 1951 überhaupt keine Vollmacht der tibetischen Regierung besaßen, es zu unterzeichnen.
Die einzige soziale Entwicklung und Modernisierung Tibets in den letzten 100 Jahren ging von China aus. Das dabei viele Fehler und Versäumnisse gemacht wurden und es viel zu kritisieren gibt, braucht auch niemand zu bestreiten. 1951 verpflichteten sich China Tibet sozial und infrastrukturel zu entwickeln. Dem stimmten die Tibeter zu, als ein Teil der feudalen Mönchskaste jedoch merkte, daß ihm damit wohlgediente Privilegien verloren gehen, wollte man vom 17 Punkte Abkommen nicht's mehr wissen. Wenn der Dalai Lama so friedlich und Dialogbereit ist. warum hat er sich dann zu keinem Zeitpunkt von der Free Tibet Gruppierung distanziert? Ihm war von anfang an bewußt, daß es auf dieser Basis mit China keine Verhandlungen geben wird.
Und nein Tibet ist nicht überlebensfähig, auch nicht auf dem tradionellem Niveau. Bereits Ende 40ziger waren große Teile der Graslandschaften vollkommen überweidet, die Grundversorgung der Bevölkerung stand auf der Kippe. Dies mal als kleine Anmerkung zu diesem Thema.
sind die Tibeter, jedoch der Dalai Lama hat immer betont, dass sie wirtschaftlich und wissenschaftlich mit den Chinesen zuarbeiten wollen. Daher ist die ganze chinesische Politik mehr als unverständlich. Wozu ein Volk mit Gewalt halten, das freiwillig mit ihnen zusammenarbeiten würde. Die Tibeter wollen ihr Land mit Demokratie und ihrer Religion, die Strukturen haben die Exiltibeter geschaffen. Keiner will zum Feudalsystem zurück. Der Dalai Lama hat eine Modernisierung der Strukturen innerhalb der tibetischen Gesellschaft voran getrieben, besonders die Rechte der Frauen lagen ihm am Herzen. Also was wollen die Chinesischen Politiker, dass ist mehr als sie zu bieten haben. Der Dalai Lama arbeitet weltweit an wissenschaftlichen Programmen zum Umgang mit destruktiven Emotionen mit. Daher steht seine Friedfertigkeit für mich nicht in Frage. Die Lage ist nach den neusten Berichten der Tibet Initiative (TID) dramatisch.
ist weder aktueller Fall des Kosovos, noch ist es unsere Bundesrepublik. Jedenfalls nicht auf dem aktuellem Nieveau.
Die Frage die sich die toleranten Totschweiger stellen sollten ob die Tibeter dieses Nieveau mit all den tollen Eisenbahnen, Autos und neuen Werkstätten (die nebenbei gemerkt ihre Kultur zerstören) haben wollen. Oder sollten man diesem Volk sein Recht verweigern?
Vielleicht weil wir in China ganz billig Schuhe machen können und dorthin unsere alte Stahlwerke verkaufen können?
Was spricht eigentlich gegen die Forderung des Dalai Lama der kulturellen und religiösen Selbstbestimmung? Was hat das mit der (so oder so niedergelegten) Geschichtsschreibung zu tun? Warum ist es in Ordnung, wenn zugezogene Han-Chinesen wesentlich bessere wirtschaftliche Bedingungen als die Einheimischen erhalten? Wieso braucht China eine Nachrichtensperre, wenn es anscheinend so im Recht ist?
...und wie war es mit all den Gebietsansprüchen der Weltpolitik, die entsetzliches Blutvergießen nach sich zogen? (Ex-Jugoslawien 1992, Polen 1939,....) War das dann auch jeweils in Ordnung? Oder gilt doch Orwell's Universal-Satz, daß "some more equal" sind?
...diese internationale Auffassung gibt es in der Tat, nur hat diese Bewertungen mehre Haken. Zum einen stimmte die tibetische Regierung 3 Tage nach Unterzeichnung des Abkommens, diesem zu. Erst dann wurden chinesische Truppen in Richtung Tibet gesandt. Desweiteren gibt es auch heutzutage viele Verträge die unter weit größerem Druck entstanden, ich verweise einmal auf die "Abkommen" die man den Palästinensern aufdrückte, ohne das irgendwer im Westen diese anzweifelt. Man sollte China also auf die Einhaltung dieses Abkommens verpflichtet und nicht seinen historischen Anspruch auf Tibet in Frage stellen. Dieser Staat ist ohnehin nicht selbstständig lebensfähig.
Unsere Politiker treffen sich einmal im Leben mit dem Dalai Lama und sind sogleich exkulpiert.
Was interessiert einen Drachen, was eine Maus denkt und fühlt? Er weiß genau, selbst wenn sich die meisten Mäuse verstecken sollten, so bleiben noch genug Tierchen übrig, die ihm in das offene Maul kriechen werden.
China der Belzebub. Solche Schlagzeilen lieben viele Berichterstatter. Dann noch die Nachrichtensperre von China, dann haut man, als Fernsehsender/Verleger gerne auf ungerechte Art und Weise auf China ein, verwendet Bilder aus anderen asiatischen Ländern mit falschen Darstellungen. Auf diesen Bildern sind Soldaten zu erkennen in landestypischen Uniformen, auf Menschen eindreschend. Nur ist das eben nicht in Tibet, auch sind darauf keine Chinesen zu erkennen. Eine Frechheit!
China macht nur einen Fehler .. verhängt eine Nachrichtensperre.
In der Geschichte war Tibet nie frei. Klöster wurden in den letzten 10 Jahre von chinesischem Geld renoviert. Eisenbahnen gebaut. Das alles wird nun verurteilt. Tibet ist niemals in der Lage sich selbst zu ernähren, geschweige denn ein, der Weltordnung angepasstes Bildungs/Sozial/Gesundheitssystem zu etablieren.
Panzer in Tibet sind leider sehr traurig, doch Tibeter deren einzige Begründung für diese Revolte das Ampelsystem in Lhasa ist (steht offenbar für schlechten Fortschritt) und dieses mit Knüppeln zertrümmern sind nicht viel kluger ......
China hat Tibet besetzt, mehrere Hunderttausend Tibeter getötet und eine ganze Kultur ausgelöscht ( NZZ vom 19.03.08 ) Jetzt werden Mönche erschossen ihr geistiger Führer beleidigt und entehrt und denen gedroht die mit einer letzen Zuckung ein Rest an menschliche Würde zurück gewinnen wollen, wenigstens daran sollten wir uns ein beispiel nehmen, denn wir haben, indem wir hier zuschauen schon längst keine Würde mehr
Tomas Alexander Hartmann
Buddhismus hin oder her.
Es gibt die Auffassung, dass das Abkommen nach internationalem Recht ungültig ist, da die Unterzeichnung durch Delegierte Tibets aufgrund von militärischen Druck Chinas erfolgt sein soll. Des Weiteren wird der chinesischen Seite der Verstoß gegen die innenpolitische Selbstbestimmung und Religionsfreiheit vorgeworfen (Punkte 3, 4 und 7).
Von Seiten Chinas wird das Abkommen als Legitimation ihres Anspruches auf tibetische Gebiete angesehen.
Q:wikipedia
Historisch gesehen haben sich die Machtverhältnisse der beiden Länder zugunsten von China im Laufe des 18. Jahrhunderts verschoben. Die Besetzung von Tibet in dem Ausmass mit Zerstörung der Kultur und Durchmischung der Bevölkerung mit Han-Chinesen hat unter Mao stattgefunden und in der Zerstörungswut der Roten Garden ihr Maximum erreicht.
Einer Vertretung von Tibet in verteidigungs- und aussenpolitischen Fragen i.R. des 17-Punkte Planes wurde auch vom Dalai Lama entsprochen, wie dies u.a. für Bhutan durch Indien auch gilt.
Dennoch ist es für Westeuropäer und auch für mich nur schwer erträglich, wie die tibetische Kultur unterdrückt und auch verstümmelt wird. U.a. auch durch die neue "Errungenschaft" der Eisenbahnstrecke Peking-Lhasa, deren Zweck die Überschwemmung der Stadt/Land mit chinesischen Einwohnern ist.
Die gewalttätigen Aufständen sind keine Lösung zumal sie seit Jahren nach dem selben Schema ablaufen (die Polizeistation in Lhasa brennt regelmäßig ab), aber bei all' den spärlichen Informationen sollte auch die Frage erlaubt sein, was dort wirklich passiert und wie gewalttätig die Demonstration ursprünglich waren.
Ein jedes Volk sollte dieses haben, dass es jemals ohne Blutvergießen passierte ist ein Märchen. Auch Kosovo ist da keine Ausnahme.
Eine Ausnahme verstehe ich allerdings nicht. Warum unsere Bundesregierung sich in Schweigen und Taktieren hüllt wenn Tibeter (auf ihrem historisch und kulturell eigenem Gebiet wohlgemerkt) die Eigenständigkeit fordern, die vor kurzem in Kosovo sehr bereitwillig gewährt wurde.
An dieser Stelle und in diesem Stadium ist, meiner Meinung nach, auch die Diskussion über ein Boykott der olympischen Spiele viel zu leise.