Auf den erwarteten Sieg: Putin und Gattin beim Mittagessen nach dem Urnengang

Wahl zum russischen Unterhaus

Putins Partei gewinnt Wahlen deutlich

Wladimir Putins Kreml-Partei hat bei der Wahl zur russischen Duma mehr als 63 Prozent der Stimmen erreicht und verfügt damit im neuen Parlament über ausreichende Mandate, um die Verfassung zu ändern. Indes wurden Betrugsvorwürfe laut: Mehr als 2.000 Menschen informierten das von Bürgerrechtlern organisierte Büro „Stimme der Wahl“ über Verstöße. Von Michael Ludwig, Moskau

Lesermeinungen zum Beitrag

03. Dezember 2007 13:06

Was zu erwarten war!

Andreas Bächtle (Andreas_B.)

Was Bush kann, kann Putin schon lange und so ein bisschen Wahlbetrug, wen kümmert das schon? Für die "richtigen" Richter, die in seinem Interesse entscheiden werden, hat er sicher ebenso gesorgt wie Busch damals auch.
Eine Verfassungsänderung, für eine dritte Amtszeit, wird nun sicher eine reine Formsache sein und irgendeine Begründung wird sich schon finden lassen.

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03. Dezember 2007 12:20

Gratulation

Loran Rajic (Srbomanijak)

Ich verstehe nicht die - vorallem durch die USA initiierten - permanenten Einmischungen in innere russische Belange. Beziehungsweise ich verstehe sie schon, jedoch nicht die angeblichen Gründe dafür.

Wo steht geschrieben, dass die Staaten dieser Welt eine Demokratie a la dem westlichem Muster adaptieren müssen? Vielleicht kann mir auch jemand sagen, warum der Westen glaubt den alleinig gültigen Demokratie-"Stil" gepachtet zu haben? Gerade die USA sind doch das beste Negativ-Beispiel.

Wenn es der Wille des Großteils der russischen Bevölkerung ist, dass Putin weiterhin die Zügel im Lande festhält (in welcher Form auch immer), dann soll es so sein.

Wer gibt dem Westen den Recht, mittels seiner permanent negativen Kommentare, die russiche Bevölkerung für unmündig zu erklären. Wenn die Russen einen anderen Führungsstil als den uns bekannten vorziehen, dann sollen sie halt.

Die Leute sehen natürlich, dass es unter Putin wirtschaftlich und politisch wieder voran geht. Und daran wir in 1. Linie Putin gemessen.

Ich darf von mir aus gratulieren zu deutlichen Mehrheit. Sie ist verdient!

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03. Dezember 2007 11:59

Die Rolle der Vierten Gewalt...

Ilya Kalinin (amor-fati)

Ich bezweifle stark, ob sich die deutschen und europäischen Medien eigentlich ihrer Wirkung auf die russische Innenpolitik bewusst sind. Die ständig vorgetragene öffentliche Kritik an Russland zwingt die deutschen (Außen-)Politiker aus parteipolitischen Gründen zu öffentlicher Kritik an Russland. Diese ritualisierte Kritik führt dazu, dass man auf russischer Seite abstumpft, ja sogar, dass man den Westen als Feind stilisieren kann. Das ist kontraproduktiv für die Demokratisierung!
Ich erwarte von den deutschen Medien nicht lediglich eine Bestandsaufnahme der russischen Verhältnisse, die zweifelsohne nicht den westlichen Demokratiestandards entsprechen (wie könnten sie auch, nach so kurzer Zeit!?). Ich erwarte durchdachte, realistische Artikel, die den russischen Demokraten helfen, und ihnen nicht einen Bärendienst erweisen. Das wäre für mich guter Journalismus.

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03. Dezember 2007 11:39

Sieg des "lupenreinen Demokraten"

Wolfgang Dellisch (anthony2)

Was von Demokratie a la Putin zu halten ist, sieht man jetzt. Behinderungen der Opposition, Wahlschwindel und Terror. Es stünde den deutschen Sozialdemokraten gut an sich klar und deutlich vom Freunde Gerhard Schröders zu distanzieren.

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03. Dezember 2007 10:19

80 % für Kasparov

A. Malliki (a.malliki)

Endlich kann Gazprom zerschlagen werden. Gazprom wird jetzt zwischen Exxon, Shell und BP aufgeteilt. Die kaspischen Öl- und Gasvorräte gelangen jetzt endlich in die Hände der westlichen Demokratie - spricht der Öl-Mulitkonzerne, die jedem Rohstoffland die Raffinerierung des eigenen Öles verweigern und monopolisieren.

Schließlich gehören die Rohstoffgewinn nicht in Staatskassen, die der Bevölkerung zu Gute kommen, sondern in die Taschen von wenigen angehenden Weltmonopolisten - zur Versklavung ganzer Volkswirtschaften.

Die finanziellen und moralischen Kosten für die Unterdrückung der Bevölkerung in den Ölförderländer übernehmen die westlichen Demokratien freiwillig für die Multi-Global-Spieler - das nennt sich heute Demokratisierung und Befreiungskrieg.

Wir hätten bestimmt schon lange Russland demokratisiert, wenn es nicht die A-Bombe hätte. Deshalb braucht Russland endlich eine westlich manipulierbare Regierung, wie Kasparov.

Aber für den Fall aller Fälle gibt es jetzt einen Abwehrschild gegen den Iran im östlichen Europa.

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03. Dezember 2007 02:18

Nach dieser "Wahl" ist keineswegs vor der Wahl, sondern alles anders!

Michael Menzel (Galenos)

Putin und seine Parteien haben sich in einem Maße als antidemokratisch desavouiert, das es dem Rest der Welt unmöglich macht, in absehbaren Jahren wieder ein Verhältnis in zivilisierter, demokratischer Augenhöhe Russland gegenüber einzunehmen.

Nun haben wir also ganz offiziell und eigentlich überraschend für das neue Jahrtausend einen Rückfall in eine eiserne und eisige Diktatur. Erschreckend ist, daß es weder die Initiatoren, noch das Volk schert, was das Ausland von ihnen denkt.

Es wäre nicht überraschend, wenn in aller kürzester Zeit eine ernste innen-oder außenpolitische Krise einträte, die Putin von seinem Präsidentenposten unabkömmlich machte, da nur er in der Lage sein würde, diese zu lösen. Das Volk würde ihn bitten, doch unbedingt auf seinem Posten zu bleiben - auf dieses Weise hätte sich dann die "lächerliche" Begrenzung auf zwei Regierungsperioden erledigt.

Geschichte wiederholt sich nicht selten. Ob es eine Neuauflage oder ein Pendant der Aktion Gleiwitz geben könnte? Der Vergleich hinkt insofern, als antipodische Ideologien vorherrschen. Aber was ist schon Links und was ist Rechts, wenn sich Radikalismus entfaltet. Und man würde es möglicherweise nicht einmal merken, wenn "es" laviert daherkommt.

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03. Dezember 2007 00:17

Mal was anderes...

Julia Schulz (JuliaSchulz)

Es schmerzt fast schon im Auge, wenn man sich dieser bedingungslosen Ignoranz jeglicher Orthografie gegenüber sieht. Ich denke, es ist nicht zu viel verlangt, wenn jeder Kommentator, bevor er/ sie den "Absenden"-Button drückt, sich seinen soeben verfassten Text noch einmal durchliest und sich der Existenz der ","- und der "Shift"-Taste auf seiner Tastatur bewusst wird. Nur Mut, das sind keine Selbstzerstörungs-Auslöser!

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02. Dezember 2007 20:21

nach der Wahl ist vor der Wahl

Sven Orban (svorb)

...Putin hat die Wahl gewonnen (voraussichtlich) auch wenn einige darüber unterschiedlicher Meinung sind über das zustandekommen des Wahlergebnisses.
Putin wird die nächsten Jahre zeigen müssen ob er des Vertrauens würdig ist das ihm zugesprochen wurde. ich denke den meisten Menschen in Russland ist es so egal wer die Zügel in der Hand hält hauptsache die wirtschaftliche und politische Lage bleibt stabil und verbessert sich zusehens. Und Putin scheint momentan der einzige zu sein der dies garantieren kann. Denn wenn wir uns an die sogenannten organgen Revolution in der Ukraine erinnern stellen wir doch fest das mit dem Machtwechsel (den im übrigen die Westliche Welt gefordert hatte und auch maßgeblich unterstützt hatte) keine wesentlichen besserungen eintraten im gegenteil Posten wurden neu verteilt natürlich an die "Freunde" und die Eigenbereicherung fand weiterhin statt.
Ich sehe in Putin einen garanten für Frieden und Wachstum. Auch wenn nicht alle meine Meinung teilen werden sollten sie mir doch zumindest Alternative Szenarien nennen. Wenn die Zeit reif für einen Wandel ist wird dieser von alleine kommen auch ohne unsere Einmischung ;o)

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02. Dezember 2007 20:16

Welche Überraschung -- Putin gewinnt völlig unerwartet

Gerhard Dünnhaupt (dunnhaupt)

Welch ein Wunder durch Gottes Wirkung !

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