Irak

Zweiter Prozeß gegen Saddam

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21. August 2006 In der irakischen Hauptstadt Bagdad hat am Montag der zweite Prozeß gegen den ehemaligen irakischen Machthaber Saddam Hussein begonnen. Die Anklage lautet auf Völkermord. Saddam muß sich in diesem Verfahren wegen des Feldzuges gegen die Kurden im Jahr 1988 verantworten, bei dem im Nordirak zwischen 50.000 und 100.000 Menschen getötet worden waren.

Der ehemalige Präsident weigerte sich zum Prozeßauftakt am Vormittag zunächst, seine Personalien anzugeben. Er sei „in der ganzen Welt bekannt“, sagte Saddam Hussein, bevor er sich schließlich als „Präsident der Republik Irak und Oberkommandierender der Streitkräfte“ vorstellte.

Urteil im ersten Prozeß vermutlich im Oktober

Wie im ersten Verfahren droht Saddam auch jetzt die Todesstrafe

Wie im ersten Verfahren droht Saddam auch jetzt die Todesstrafe

Neben Saddam Hussein waren auch seine sechs Mitangeklagten anwesend, unter ihnen sein Cousin Ali Hassan el Madschid, der als „Chemie-Ali“ bekannt ist und sich wegen Giftgas-Angriffen verantworten muß. Es ist der zweite Prozeß gegen Saddam Hussein. Wie im ersten Verfahren wegen des Massakers an 148 Schiiten aus dem Dorf Dudscheil 1982 droht ihm wegen der so genannten Operation Anfal (Kriegsbeute) die Todesstrafe. Das Verfahren könnte bis Mitte Dezember beendet sein. Am 16. Oktober soll das Urteil im ersten Prozeß gegen den ehemaligen irakischen Machthaber gesprochen werden.

Text: FAZ.NET mit AFP, dpa
Bildmaterial: AFP, Reuters

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