
Ich glaube es gerne, dass der 44 jährige V.J. sich persönlich an "Holodomor" 1922 erinern kann. Er träumt zu viel für einen Präsidenten. Um die Aufmerksamkeit von seiner Politik abzulenken kommen immer wieder neue Tatsachen der neugeschriebenen Geschichte. 1922 war die Zeit nach dem 1. Weltkrieg, brutale Regierung der Kommunisten mit Führung von Stalin, gewaltige Ausrotung der gasammten Intelligenz in damals USSR, Hunger in allen "Republiken". Alle diese Fakten werden verschwiegen, um persönliche Nutzen einem Politiker zu bringen! Wirklich „obszön“!

Wieder so ein Bericht, der den starken Eindruck hinterlässt, dass sich Hitler und Stalin nur in ihrem Methoden und bevorzugten Zielgruppen beim Morden unterschieden haben, nicht aber in Ausmaß und Unmenschlichkeit; die Sichtweise der ukrainischen Seite ist wohl die richtige, denn es macht keinen Unterschied, ob man nun die bäuerliche Bevölkerung im Klassenkampf durch Hunger hinmorden lässt oder eine Nation mit bäuerlicher Bevölkerung gezielt durch Hunger töten lässt – und nein, meine lieben Sowjetapologeten, auch eine vom Marxismus-Leninismus erleuchtete Regierung musste wissen, dass Menschen verhungern, wenn man ihnen die Nahrungsmittel wegnimmt. Rußland steht hier in einer unguten Doppelrolle, denn einerseits hat wohl kaum ein Volk so sehr unter dem Bolschewismus gelitten und geblutet wie das russische, aber anderseits will sich das nachkommunistische Rußland im Ruhm der Sowjetunion sonnen, weshalb es noch immer die Revolution und den Sieg über Hitler feiert und von der Erinnerung an den gemäßigten Bolschewismus ab Chruschtschow zerrt, welche die Gräueltaten der Revolution und Stalins nicht mehr kennt. Durch diese positive Bezugnahme auf die UdSSR vergiftet aber Rußland sein Verhältnis zu den Nachbarn.

Die Einladung an Medwedew war schon richtig, da Russland der Rechtsnachfolger der Sowjetunion ist. Unter der sowjetischen Vernichtungs- und Mordpolitik hat auch Georgien nach dem Einmarsch der Sowjets im Jahr 1920 und Vernichtung der georgischen Oberschicht gelitten.

5 -7 Millionen Tote allein in 32/33. Weitere Millionen durch Umsiedlungen und Internierung in sibirische Lager. Ungezählte Millionen durch Mao anläßlich "des großen Sprungs nach vorn" und der Kulturrevolution (von den Millionen der Zeit davor ganz zu schweigen). Kambodscha, Vietnam - weitere Millionen. In seinem Namen bomben nepalesische Maoisten, entführten und vergewaltigten peruanische Anhänger des "leuchtenden Pfads". Da fallen die paar Mauertoten in Deutschland, von Minen und Schießbefehl zerfetzt, ja gar nicht mehr auf. Nirgendwo, wirklich an keinem Ort der Erde hat diese Ersatzreligion wirklich jemals auch nur im Ansatz funktioniert. Die Idee ist in sich menschenfeindlich und kann nur mit brutaler Gewalt bestehen. 45% der Deutschen halten laut Allensbach Sozialismus für eine gute Idee, die nur schlecht umgesetzt wurde. Es gibt noch viel zu tun!

Warum hat denn Herr Juschtschenko nicht seinen georgischen Kollegen Saakaschwilli eingeladen? Schließlich war es Stalin (ein Georgier!), der den Befehl zum Töten gab...