27. März 2008 Bei einem Anschlag auf eine Patrouille der Bundeswehr in Nordafghanistan wurden am Mittwoch zwei Soldaten schwer verletzt. Ein Soldat trug nur leichte Verletzungen davon. Das bestätigte das Einsatzführungskommando der Bundeswehr am Donnerstag in Potsdam.
Der Anschlag habe sich rund sieben Kilometer westlich des deutschen Stützpunktes Kundus gegen 20.40 Uhr deutscher Zeit ereignet. Das Dingo-Fahrzeug sei durch die Detonation zur Seite geschleudert worden, hieß es.
Noch in der Nacht wurde ein Rettungshubschrauber CH-53 der Bundeswehr von Mazar-i-Sharif nach Kundus geschickt und brachte einen der Verletzten zur weiteren medizinischen Versorgung zurück in das Lazarett des zentralen deutschen Stützpunktes im Norden Afghanistans. Geplant ist, die beiden Schwerverletzten mit einem MedEvac-Flugzeug nach Deutschland auszufliegen. Über die Hintergründe des Anschlages ist bislang nichts bekannt.
Taliban verantwortlich?
Inzwischen haben sich die radikalislamischen Taliban im Internet des Anschlags bezichtigt. In der am Donnerstag verbreiteten Erklärung heißt es, Kämpfer hätten in der Nacht zuvor einen Panzer der Nato-Truppen in die Luft gesprengt. Dabei seien 13 Soldaten getötet oder verletzt worden. Die von den Extremisten nach Anschlägen verbreiteten Opferzahlen gelten als stark übertrieben.
Zuvor hatte bereits der Gouverneur der Provinz Kundus, Mohammad Omar, die Taliban für den Anschlag verantwortlich gemacht. Die Aufständischen hätten den Sprengsatz gelegt, der das Bundeswehrfahrzeug zerstört habe, sagte er. Den Angaben zufolge soll es sich um eine Landmine gehandelt haben, die beim Auffahren des gepanzerten Fahrzeugs explodierte.
Dänischer Soldat getötet
Ebenfalls am Mittwoch wurde ein dänischer Soldat der Nato-Schutztruppe Isaf bei einem Angriff der Taliban im Süden Afghanistans getötet. Der Soldat sei bei einem Patrouillengang im Bezirk Gereschk in der Unruheprovinz Helmand erschossen worden, teilte ein Nato-Sprecher der Nachrichtenagentur AFP mit. Ein weiterer dänischer Soldat wurde den Angaben zufolge bei dem Angriff verletzt.
Damit steigt die Zahl der seit Jahresbeginn in Afghanistan getöteten ausländischen Soldaten auf 33. Dänemark hat nach eigenen Angaben 550 Soldaten am Hindukusch statoniert.
Text: FAZ.NET
Bildmaterial: dpa
Kommentar: Weiter mit Roland ![]()
Kommentar: Wo Souveränität endet
Die Burma-Hilfe kommt nicht voran
Tarifpolitik: Kochs Regierung will linker Mehrheit nicht folgen
Ist ein Boykott der Olympischen Spiele richtig?
