Erdogans Regierungspartei wurde deutlich bestätigt

Wahl in der Türkei

Klare Mehrheit für Erdogans AKP

Bei der vorgezogenen Parlamentswahl in der Türkei hat die islamisch-konservative AKP eine klare Mehrheit errungen. Die Partei von Ministerpräsident Erdogan kann damit allein weiterregieren. Rainer Hermann berichtet aus Istanbul.

Lesermeinungen zum Beitrag

24. Juli 2007 10:12

Camorra...

Hayri Ergun (DrErgun)

Es ist höchste Vorsicht geboten, wenn darüber berichtet wird, dass die islamisch-konservative Partei von Ministerpräsident als klarer Sieger aus der vorgezogenen Parlamentswahl in hervorgegangen sei; denn laut der Verfassung ist es sowieso nicht erlaubt, dass eine religiös beschattete Partei überhaupt an den Wahlen teilnimmt.

Deshalb besteht höchste Gefahr, dass im Falle einer juristischen Anklage wegen der religiösen aktiven Eigenschaft die Partei überhaupt geschlossen wird, wie dies in der Vergangenheit im Falle der Vorgaenger dieser Partei bereits mehrmals geschah.

Darüber hinaus gibt es Machinationszweifel, die dadurch begründet ist, dass die angebli,che Mehrheit gar nicht exisiteirt, was jeden Augenblick zu einer Beschlagnahmung aller Wahldokumente führen könnte, die nur auf elektronischem Medium existieren.

Deshalb sollte man immer nur eines im Ziele haben; nur dem Volke zu dienen. Bei der kleinsten Abweichung von diesem Ziel drohen leider die obigen Gefahren.

Dr. H. Ergun

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23. Juli 2007 12:43

Im Christenclub gibt es kein Religionsministerium!

Markus Teuber (arathorn)

In der Türkei schon.
Mit der Wiederwahl der AKP wird nun die schleichende Islamisierung der Teile der Türkei,die noch laizistisch sind,an Fahrt aufnehmen.
Wenn,dann kann allein das türkische Militär verhindern,daß unter der AKP der -nach dem Iran-zweite islamistische "Großstaat" am Rand Europas heranwächst

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23. Juli 2007 11:20

Systemimmanente Besonderheiten in der Türkei..?

wolf haupricht (emilgilels)

Als Aussenstehender ist es schwierig, sich ein vollständiges Bild über das Wahlergebnis und dessen Folgen zu machen.
Wenn Herr Dr. Ergun in seinem Kommentar meint, dass das Wahlergebnis gefährdet sein könnte, weil religiöse Inhalte künftig die Politik von Hr. Erdogan bestimmen könnten, wäre dies einem demokratischen Verständnis von Staat und Gesellschaft einschl. Militär als Hüter der Verfassung? schwer zu vermitteln.
Solange diese innertürkischen Verfassungsprobleme weiter bestehen, wäre bereits aus diesem Grunde ein Vollbeitritt zur EU undenkbar.
Erstaunlich ist auch, dass die Frage eines evtl. Beitritts überhaupt nicht aktuell war.
Ist das ein Zeichen dafür, dass die türkische Bevölkerung an Europa überhaupt nicht interessiert ist?

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23. Juli 2007 09:46

Verdient gewonnen

Sadat Musa (Sadat)

Damit ist der Kemal Atatürk endlich mal auch politisch gestorben!

Glückwunnsch an die Türken!

Sadat
Pristina/Kosovo

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23. Juli 2007 08:56

Christliches Europa?

Emrah Erken (atticusfinch70)

Es existieren wohl viele valablen Gründe, weshalb man gegen eine allfällige EU-Mitgliedschaft der Türkei sein kann. Völlig unabhängig von dieser EU-Beitrittsdiskussion der Türkei wehre ich mich jedoch dagegen, dass man von einem "christlichen Europa" spricht.

Europa ist - mit Verlaub - kein Christenclub! Man denke nur an die zahlreichen Atheisten wie ich, die sich zu den wohl wesentlicheren Werten der EU wie zu den vier Grundfreiheiten, zur Demokratie und zur Rechtsstaatlichkeit bekennen und weder mit der katholischen Kirche à la Ratzinger noch mit der wertkonservativen protestantischen Ethik etwas anfangen können.

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23. Juli 2007 08:56

das beste!

Fikret Sitti (sunci)

Ja super Meinungen, Herrschaften. Also ich hätte etwas mehr von Ihnen erwarten können. Nun erstmal die Vorurteile zur Seite legen um überhaupt anzufangen.
Dann sollten Sie erst die AKP kennenlernen. Herr Erdogan ist zwar islamisch geprägt und kommt von der füheren Refah Partei von Erbakan, distanziert sich aber zu dieser Politik.
Ausserdem in einem demokratischen Staatenverbund (EU) sollte die Glaubensfreiheit nicht durh eure Meinungen gestützt sein. Es gibt keinen Konflikt zwischen dem Christentum und dem Islam. Es ist eine Mitgliedschaft in einen Staatenbund welche für beide Seiten Vor- und Nachteile hat. Diese sollten kritisiert werden und analysiert werden. Event. Verbesserungsvorschläge können dann abgehandelt werden.
Die Türkei ist stets seit seiner Gründung auf westlichen Kurs gewesen. Somit erwarte ich von gebildeten Menschen erst sich schlau zu machen und dann über diese Sache zu sprechen.
Und nicht vorher Hauptsache etwas geschrieben zu haben.
Danke.

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23. Juli 2007 08:42

Wahl in der Türkei

Tufan Goekbuget (tufang)


Der Wahl in der Türkei hat gezeigt wie wenig ich persönlich meine eigene Land kenne meine Entäuschung ist sehr sehr Grossund mach mich sehr traurig ,es ist in mir was kaputt gegangen .
Wie ich Vor der Wahl gesagt habe , werde ich sofort meine Staatsbürgerschaft kündigen damit meine verstorbene Eltern , Grosseltern sich nicht nochmal in Ihrem Grab umdrehen.
Arme Atatürk und alle die dafür ihr Leben geopfert haben.

Ihr könnt mit diesem Land machen was ihr Wollt !!

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23. Juli 2007 07:39

Wo bleibt die "Aufklärung"?

Hanspeter Bühler (Napoleon3)

Gazi Mustafa Kemal Atatürk der leider 1938 verstorben ist würde sich in seinem Grab umdrehen wenn er vom für westliches Denken unglaublichen Resultat der Wahlen in seinem Land erfahren würde. So hat er sich eine säkulare Türkei - rund 70 Jahre nach seinem Tod - sicher nicht vorgestellt. Das türkische Wahlvolk hat sich so seinen Weg ohne eine feste Bindung zu Europa selbst vorgezeichnet. Anders kann man sich das eindeutige Verdikt nicht vorstellen. Die zusätzlichen Frauenrechte werden sich für die einfache Durchschnittsfrau sicher als Mogelpackung erweisen, zugeschüttet durch das tief verwurzelte Patriarchendenken - selbst die Frauen unliegen diesem archaischen Selbstverständnis. Dieses Denken ist aber sicher nicht nur religiös islamisch zu erklären. Geben wir doch als westlich offen denkende Menschen der Türkei noch etwas Zeit. Bis sich die "Aufklärung" auch in diesem Land durchgesetzt hat dauert es einfach etwas länger!

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23. Juli 2007 07:32

Stabilitaet - Das ist der whare Sieger hier

Halil Aksu (halilaksu)

Dieses Wahlergebniss zeigt, dass das Türkische Volk sich für Stabilitaet entschieden hat. Obwohl bestimmt sehr viele der Waehler mit vielen Taten der AKP nicht einverstanden ist und auch sehr viele muslimische Waehler, nicht das bekommen haben was sie sich erhofft haben, haben sie trotzdem für die AKP gewaehlt. Erstens, sind alle anderen Parteien und ihre Vorsitzende nicht vertrauenswürdig und niemand hat sich so viel Mühe gemacht um eine Art von Programm aufzustellen wie die AKP, und ausserdem kann sich wohl der Durchschnitts-Türke mit den Grundprinzipien der AKP identifizieren und verabscheut sich nicht, seine Stimme einer konservativen Partei zu geben. Wer für die AKP ein Attribut ferner als konservativ benutzt, sollte sich das noch einmal durchdenken und die Taten und das Programm der Partei duchschauen. Ausserdem hat der Konservatismus der Partei wohl mehr mit den ethischen und kulturellen Grundzügen der Türkei und ihres Volkes zu tun, als mehr mit politischen und wirtschaftlichen Konzepten. Denn dort ist die AKP eher reformistisch, was jeder gesehen haben sollte und in der jetzigen Legislaturperiode whol wieder sehen wird.

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23. Juli 2007 07:27

Vorurteil

Hasan Tolunay (kamikaze1907)

Die Meinung der beiden vorherigen Leserbriefe muss ich auf das heftigste verurteilen...

Für die Frage, wie entschieden die islamische Türkei auf Europakurs bleibt, ist allerdings auch Europa mitverantwortlich. Wie lange kann man ein Land bei der Stange halten, wenn immer klarer wird, dass es am Ende gar nicht gewollt ist? Hier, auf dem Weg nach Europa, liegt das eigentliche Dilemma der Türkei, mehr als zwischen Kopftuch und Minirock.

Die AKP hat mehrfach bewiesen, das es keinen Gottesstaat wie den Iran geben wird. Wir Türken sind in der Mehrzahl Moslems, aber gehören nicht zu den arabischen Volksstämmen mit Ihrer Mentalität. Uns in einen Topf mit den radikal-moslemischen Gruppen zu werfen tut dabei besonders weh... man beachte auch das die Türkei seit 1955 zur Nato gehört, welches andere moslemische Land tut es auch.... sehen Sie : keiner !

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23. Juli 2007 07:01

Europa

Peter Milka (McDuff)

Gerade jetzt ist zu befüchten, daß Erdogan die Türkei in die EU einschleust und dann die Maske fallen läßt.

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23. Juli 2007 07:00

EU-Mitgliedschaft ade!

Fatma Tayrallah (husniye)

Allah sei dank ! :))

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23. Juli 2007 06:34

Ein Triumph des Volkes

özcan erol (indioque)

Weder die leeren Versprechen der möchtegern Kemalisten noch die Weissagungen anderer Wegelagerer hat die Wahl des Volkes beeinflussen können. Gewiss werden diese sich diese immernoch nicht geschlagen geben und etwas auszusetzen haben. Mit reichlich Fantasie werden jene die Ergebnisse der Wahl zugunsten ihrer Favoriten deuten können. Auch werden diese es nicht unterlassen können, sich als unterdrücktes und benachteiligtes Völkschen darzustellen, die sich vor der angeblich bösen Akp fürchtet und nach Hilfe heischen.

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23. Juli 2007 04:27

Wirtschaftlicher Triumph

Harun Isikmen (haruni)

Sehr gerne vergisst man warum eigentlich Erdogan einen solch grossen Erfolg gelandet.
Hat das wirklich etwas mit seiner islamischen Einstellung etwas zu tun?
Wenn wir uns die Ergebnisse von 2002 ansehen hat er als ner gegruendete Partei etwa 34% erreicht,was damals ein sehr grosser Erfolg war.
Dies hatte er erreicht,weil die Tuerken auf der Suche nach einem frischen Wind waren.Gequaelt unter hohen Inflationsraten,das immer teurer werdende Land hatte einen sehr grossen Einfluss auf diese Wahl.
Heute:Inflationsrate wurde herruntergedrueckt von ueber 100% auf unter 10%.
Stellen sie sich bitte vor,dass sie in einem Land mit einer 100 prozentigen Inflationsrate leben.

Zur EU: Die EU als eine christliche Gemeinschaft zu bezeichnen,waere in der heutigen Welt in der Globalisierung eine grosse Rolle hat,ein sehr sehr grosser Fehler.Dadurch wuerde man einfach eine Polarisierung erreichen,die auf die heutige Welt einen sehr negativen Einfluss haben wird.

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23. Juli 2007 04:27

@meier&Co

Alper E. (A.E.46)

erst möchte ich mich recht herzlich dafür bedanken das sie so offenherzig sind, danke.
ich wünsche mir diese offenherzigkeit auch von ihren heuchlerischen politikern in europa.
trotz alledem; der islam ist weit fortgeschrittener als sie es glauben mögen, denn sie kennen ihn nicht.
aber egal verbleiben sie in ihrer verblendetheit, ist nur vorteilhaft für intelligentere menschen...
auf der einen seite werden eu-kriterien gefordert( z.b. demokratische wahlen) auf der anderen seite wird man trotzdem kritisiert...
das sind wir zurückgebliebenen muslime aber von so heuchlerischen konservativ-europäern gewöhnt...
Die wahl möge der türkei weiterhin den aufschwung erhalten lassen!
mfG

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23. Juli 2007 03:15

Herzlichen Glückwunsch Mr. President

M. Ali (Ali77)

Alles Gute und weiterhin viel Erfolg beim regieren.

@Marcel Meier (MarcelMeier)
Ich nehme gelassen zur Kenntniss, dass sie die Beitrittkriterien um dieses diskriminierende Element ergänzen möchten.
Ist Ihnen wohl entgangen, dass sich Zypern, welches zu 100% in Asien liegt, zur EU gehört?

@Torsten Schwaß (RitterRunkel01)
Ist Ihnen wohl entgangen, dass mehrere, mehrheitlich islamische Länder in Ihren "christlichen Europa" zu suchen und auch zu finden sind? Mit dieser selektiven Wahrnehmung offenbaren Sie ein Weltbild, ein zutiefst fundamentalistisches.

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23. Juli 2007 03:08

die türkei gehört weder nach europa, noch nach asien ,afrika usw...

Mehmet Mantikli (logisch74)

... die türkei gehört den menschen die in der türkei leben und die aus der türkei kommen.! die türkei gehört der türkei.! damit einige mitteleuropäischen mitbürger das verstehen. keine partei in der türkei hat während des wahlkampfs mit dem thema europa oder eu-beitritt usw. wahlkampf betrieben. weil bei dieser wahl hat europa die türkei nicht intressiert. es ging um die richtung, ob die türkei-islamisch geprägte kulturelle gesellschaft demokratie, rechtstaatlichkeit und politische unabhängigkeit möchte oder nicht.die mit den weltlichen intressen der türkei um miteinander auf dieser welt sich zurechtfinden kann oder nicht. wie politisch und wirtschaftlich sich stärken will oder nicht und die zukunft in voller optimismus in angriff nehmen möchte oder nicht.! genau das hat die türkei bei dieser wahl bewegt und diese gesträbte richtung hat deutlich bewiesen, dass das volk sich richtig entschieden hat. JA das möchte sie, danke TÜRKEI.! nun wird die zukunft zeigen wie sich die türkei entwickeln wird, ob sie noch in die eu will oder nicht. ich bin mir sicher, das zum schluss die türkei das zu entscheiden hat, ob sie in die eu will oder nicht.! denn die eu wird bis dahin denn beitritt der türkei befürworten. die türkei ist wieder wach.!

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23. Juli 2007 01:15

Mit der Türkei für eine stärkere Europa

Erol Güngör (erolg)

Die Türkei ist geographisch Europa. Wer Deutschland liebt und eine starke Europa mit Zukunft will sollte die Mitgliedschaft der Türkei in die Eu unterstützen. Die Türkei braucht Eu, Eu ist auf die Türkei angewiesen, insbesondere für die Wirtschafts- und Verteidigungspolitik. Um in der Nähe der Energiequellen zu sein und die Wege zu uns zu sichern. Wir benötigen die Türkei für ihre junge Bevölkerung und unsere Wirtschaftskraft. Wenn wir die Türkei nicht an uns binden, verlieren wir sie in spätestens 20 Jahren definitiv. Eine Christliche Partei gibt es seit Jahrehnten in Deutschland (CDU). Christentum ist mindestens genausowenig mit der Demokratie vereinbar wie der Islam.

Anatolien ist die Wiege der europäischen Zivilisation

Gruß an alle Leser

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23. Juli 2007 00:59

Vernunft und vorurteilsfreie Denkvermögen sind mehr denn je gefragt!

Thomas Kensersky (Kensersky)

Bevor ein Beitrag kommentiert werden soll, muss doch der Mensch in der Lage sein, diesen genau zu analysieren. In diesem Fall ist die AKP nichts anderes als die CDU in Deutschland. Und wenn eine solche Partei in der EU etwas zu tun hat, dann ganz sicher auch die AKP. Man sollte nicht alles einseitig betrachten und die Vielfalt der Medienberichte genauer studieren. Außerdem müssen wir endlich in der Lage sein, ein vorurteilsfreies Land zu sein!

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23. Juli 2007 00:52

Achtung die "islamistischen Türken" kommen ...

Timur Bayer (Timbay)

Da bleibt einem nur noch das Schmunzeln übrig. Eine zutiefst mittelalterliche "islamistische" Partei :-) Zugegeben, ich bin keine AKP Verfechter, aber dass diese Partei rückständig, gar "islamistisch" (was auch immer der Leser unter islamistisch versteht) sei, ist absoluter Schwachsinn. Manchmal habe ich das Gefühl, die Kommentatoren hier haben sich nicht genug informiert. Falls diese AKP genau das machen wird, was es versprochen hat, denke ich, wird der unaufhaltsame Fortschritt in der Türkei noch lange anhalten. Ob es nun manche wahrhaben wollen oder nicht, die Türkei hat die Geschichte Europas teilweise maßgeblich mit beeinflusst, und wird es auch in Zukunft nun wieder verstärkt tun. Die sehr junge und sehr dynamische Bevölkerung, gepaart mit der sich schnell entwickelnden Wirtschaft, wird die Türkei in den Club der Industrienationen katapultieren. In 15-20 Jahren wird das Ganze etwas anders ausschauen. Ich kann es kaum erwarten zu erleben, wie sich die christlich demokratischen Parteien in Europa dann verhalten werden. Ob es dann eine Rolle spielt, dass ein Teil der Frauen Kopftuch trägt oder nicht, werden wir ja dann sehen. Übrigens über 80% Wahlbeteiligung zeigt, wie sehr die Demokratie in der Türkei gelebt wird.

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22. Juli 2007 23:48

Klare Absage an die EU

Gerhard Dünnhaupt (dunnhaupt)

Nun wird auch in der Türkei das Rad der Geschichte bis ins Mittelalter zurückgedreht wie in Iran. Europa sollte jedoch die fortgeschrittenen Türken in dieser kritischen Stunde nicht vergessen, denn nicht ALLE Türken haben für Erdogan gestimmt, und könnten jetzt verfolgt werden wie die Dissidenten in Russland und im Iran. Aber mit der
EU-Mitgliedschaft ist es nun endgültig vorbei. Dieser Zug ist abgefahren.

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22. Juli 2007 23:00

Demokratie ole!

Cihan Aydogan (caydogan)

Ich frage mich, weshalb nun viele glauben, dass die Türkei in eine islamistische Richtung abdriftet. Ich möchte zwar Erdogans Vergangenheit nicht leugnen, aber dieser Wahlsieg ist meiner Ansicht nach der gerechte Lohn für eine weitgehend erfolgreiche Regierungsarbeit. Der türkischen Wirtschaft geht es so gut wie nie zuvor, die Menschen verdienen endlich mehr als das noch vor einigen Jahren der Fall war und ausländische Investoren strömen in das Land, dessen Bevölkerung, nun eben zum größten Teil aus Muslimen (nicht Islamisten!) besteht. Natürlich besteht weiterhin das eine oder andere Problem beim Thema Meinungsfreiheit. Aber erstmals seit vielen Jahren fühlen sich Minderheiten unter der Regierung Erdogan zumindest als Gesprächspartner anerkannt. Erdogan selbst würde die AKP nicht den vielen linken und liberalen Kräften (darunter auch viele Frauen, die das Tragen des Kopftuchs ablehnen und nun in das Parlament einziehen werden) öffnen, wenn er diesen Annäherungskurs nicht weiter verfolgen würde. Das zeugt meiner Ansicht nach nicht von islamisch motiviertem Handeln. Fürchten sollte man sich viel eher vor dem türkischen Militär, das schon seit einigen Jahren versucht, diesen Aufschwung auf Kosten des Volkes zu unterbinden.

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22. Juli 2007 22:51

@ meine beiden vorredner

Frank Raimund (rgnf)

Na wenn meine beiden Vorredner die representative und gebildete Leserschaft der FAZ darstellen, dann gute nacht!

CDU= Christlich Demokratische Union Deutschlands
CSU= Christlich-Soziale Union in Bayern

Ich glaube nicht, daß ernsthaft irgendjemand auch nur im Ansatz behaupten könnte, daß diese beiden Parteien christlich radikale Parteien sind. Das "C" soll andeuten, daß beiden Parteien sich durch christliche Werte leiten lassen.

So ähnlich verhält sich das auch mit der AKP. Sie lassen sich durch islamische Werte leiten, die im übrigen nicht allzu unterschiedlich von den christlichen sind, auch wenn das auf den ersten Blick scheinbar so aussieht.

Es wäre hilfreich, Strukturen erst zu hinterfragen anstatt eine undifferenzierte "mainstraem" Meinung sich einfach anzueignen liebe Herren Vorredner. Wer türkische Freunde hat und die türkischen Strukturen verstehen, der weiß das.

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22. Juli 2007 22:44

Danke

Mehmet Ceylan (memoc)

Mich würde es sehr freuen wenn die Eu Politiker genauso mutig wären und ihre Meinung sagen würden wie die Kommentatoren vor mir.

Sie sollen sagen das Sie ein Christlicher Club sind und die Türkei nicht haben wollen. Offen. Und nicht mit ja das im Jahre 2089..
Damit die Linien sichtbar sind.

Ich als Türke finde auch gut das die Türkei nicht in die EU sollte, weil die EU nicht der Türkei entspricht.
Die Isolation der EU schon seit der Entwicklung der Europäischen Integration und der Wirtschaftspolitik zeigte wie "fremd" die aussenstehenden gesehen werden.

Die Türkei sollte nicht in eine Union eintreten die Toleranz nur gegenüber christlichen Ländern zeigt.


Ach ja die Staatsbürgerschaft.

Es ist sehr verwunderlich das die Türken in Deutschland keine Doppelte Staatsbürgerschaft haben dürfen.
Aber die anderen dürfen das. Oder irrew ich mich da?
Warum dürfen die einen und die anderen nicht? Was ist der
Maßstab?


Das zeigt doch die Haltung , in welche Richtung sie führt.

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22. Juli 2007 21:36

AKP ist am europäischsten orientiert

Matthias Schmidt (pr-partner2)

Die AKP Erdogans ist diejenige Partei, welche die Türkei am energischsten Richtung Europa getrieben hat und viele wichtige EU-Normen und -Verfahren übernahm. Außerdem steht sie von den großen türkischen Parteien am überzeugendsten für die Religionsfreiheit. Deshalb haben die (christlich-)griechischen, (christlich-)armenischen und jüdischen Gemeinden in der Türkei auch mehr oder weniger offen für die Wiederwahl der jetzigen Regierung engagiert.

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22. Juli 2007 20:07

Dann ist ja alles klar!

Marcel Meier (MarcelMeier)

Ein islamistisches Land gehört nicht in die EU und die Türkei gehört ausserdem weder geographisch noch kulturell zu Europa.

Ob wohl viele in Deutschland lebende Türken, mit einer oder zwei Staatsbürgerschaften gewählt haben?

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22. Juli 2007 20:03

EU-Mitgliedschaft ade!!

Torsten Schwaß (RitterRunkel01)

Endlich zeigen die Türken ihr wahres Gesicht, ihr zutiefst mittelalterlich-islamisches.
Damit ist die Diskussion um eine EU-Mitgliedschaft der Türkei endgültig vorbei, ein islamisches Land hat im christlichen Europa nichts zu suchen.

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