Es ist gut zu sehen, dass Nazideutschland mit seinem Wahn von einem tausendjährigen Bestehen, nach 12 furchtbaren Jahre in Ruinen versank. Dem jungen Staat Israel dagegen hätte wohl zum Zeitpunkt seiner Gründung vor 60 Jahren durch eine Handvoll Idealisten kaum jemand eine realistische Überlebenschance gegeben. Gegründet unter widrigsten Umständen und inmitten von Ruinen, von Flüchtlingen denen nichts geblieben war ausser ihrer Hoffnung und ihrem Überlebenswillen, verfolgt von den britischen Mandatstruppen und bis heute unter ständiger Bedrohung durch feindlich gesinnte Nachbarstaaten, sieht man heute einen Staat, der sicherlich auch noch in 1000 Jahren seinen Menschen eine Oase der Kultur, Freiheit und Demokratie sein wird. Alles Gute zum 60 Jahrestag.
Vielen Dank Herr Borgstede! Sehr interessanter Artikel. In deutschen Medien wünsche ich mir mehr Artikeln über Israels Kultur, Geschichte, Israelis und das Leben dort allgemein, und weniger über den Koflikt. Dann würden vielleicht auch die unwissenden Europäer endlich verstehen, worum es u.a. auch im Konflikt überhaupt geht.
Die Gründung und Entwicklung des Staates Israel ist schon bemerkenswert, eine wirkliche Erfolgsgeschichte. Allerdings ist der Erfolg des einen nicht immer auch der Erfolg des anderen. Die Erfolgsgeschichte Israels war und ist für die einheimischen Araber alles andere als ein Grund zum Feiern. Wenn man schon aus der Geschichte berichtet, sollt man die andere Seite der Medaille zumindest erwähnen.
Es geht zwar um die Gründung Israels, aber ist damit nicht auch verbunden, daß dieser junge Staat gleich am ersten Tag seines Bestehens einem Angriffskrieg von sechs arabischen Staaten ausgesetzt war? Ich finde, das gehört dazu.