Vereinigte Staaten

Neocons und Hurricons

Der Hurrikan „Rita“ hatte das Werk „Katrinas“ noch nicht vollendet, da begann in Washington schon der Kampf um die ideologische Katastrophenhilfe. Für die Neokonservativen ist über die zweite Amtszeit von Bush längst noch nicht der Herbst eingebrochen.

Lesermeinungen zum Beitrag

28. September 2005 10:07

Neocons haben ausgedient

Julius Franzot (JFranzot)

Wenn selbst die Amerikaner die Grenzen des schrankenlosen Liberalismus zu spüren bekommen, dann fangen sie an, zu überlegen und hören auf, ihrem Präsidenten und seinen Gefolgsleuten jeden Blödsinn nachzuplappern.
Ich habe den Zusammenbruch des Neocon-Systems schon seit Jahren kommen sehen, nur der Rausch nach dem Fall des Kommunismus war zu stark und nachhaltig. Diese destruktive Ideologie (Neocons) hat bereits zur Ueberschuldung der USA, zur Bildung einer beispiellosen Arbeitslosigkeit und einer - genauso beispiellosen - Oberschicht aus listigen Personen aus den "richtigen" Kreisen geführt. Der Mittelstand, die tragende Säule unserer Gesellschaft, verschwindet allmählig.
Wenn sich die Erkenntnis, dass es sich dabei um ein Versager-Modell handelt, in den USA breit macht, dann bin ich guter Dinge, dass es über kurz oder lang auch vom europäischen Zeitgeist aufgegriffen wird und dass man mit merkwürdigen Konzepten, wie dem des Herrn Professors Kirchhof, sparsamer umgehen wird.

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