
Unter dieser Premisse, steht Benedikt XVI, zu seinen Bischöfen! Aber Hr. Steinhauer ich bin einfach zu jung um der 68-er Bewegung anzugehören...anyway, was zählt sind Fakten die der "Vertreter Gottes" bewußt ausklammert, und dennoch: ihm traue ich zu, dezidiert die Lage der römisch-katholischen Kirche in Amiland und der übrigen Welt zu analysieren, und er weiß ganz genau, dass das Problem weiterhin vorherrscht: aber ein Paradigmenwechsel "darf" ihm gar nicht in den Sinn kommen, sonst würde er alle beteiligten Bischöfe entlassen, und einen Neuanfang wagen, aber anscheindend verbietet dies seine eigens geschaffene Doktrin. Und hier befindet er, der Pope, sich in einem Dilemma. Welche Gründe mögen es sein, so zu reagieren?
Menschen begehen Fehler, Menschen lassen sich fehl-leiten, aber dann sollten sie die Konsequenzen ziehen!
Hochachtung der FAZ, die sich dem Thema versucht anzunähern! Respekt! Dazu lädt der aktuelle Artikel (FAZ, 17.4.2008) geradezu ein.

Ich kann Ihnen genau sagen, in welcher Welt ich lebe: In einer Welt, in der man noch versucht nachzudenken, bevor man Klischees nachplappert, in der komplexe Dinge nicht so simplifiziert dargestellt werden, dass sie in 20 Sekunden beurteilt werden. Der Papst fährt u.a. nach Amerika zu den vereinten Nationen, um die drängenden Probleme der Welt anzusprechen - was machen die Medien: einen Bericht zu den Kindesmissbrauchsfällen in den 60er, 70er und 80er Jahren. Warum? Vielleicht, weil vorher darüber noch nie berichtet wurde? Wohl kaum. Der Paspt weiß um den SChaden, den die pädophilen Priester angerichtet haben und viel schlimmer, er weiß, dass es quasi unmöglich ist, den Opfern gerecht zu werden, die Täter von den unschuldig verdächtigten zu unterscheiden.
Alles, was ihnen dazueinfällt ist "Kindesmissbrauch in der kath. Kirche" - und dann gehts munter mit "den Bischöfen" (ohne offensichtliche Kenntnis der Sachlage) weiter -
ich kann nur sagen: bewundere Ihren klaren differenzierten Standpunkt!
An die Medien daher ganz klar die Bitte: Keine Klischees kultivie, klar zu informieren und ausgewogen berichten. Wo Details auf den Tisch kommen, klare Kritik - aber nicht im 40.Jahr Alt-68er parolen unkritisch nachplappe

Kurz vor den Präsidentschaftswahlen reist der Papst auf Geburtstagsbesuch in das für die Kirche wichtige Amerika... ich bedaure aber mir entzieht sich etwas der Zusammenhang aus dem verlautbarten Sinn und dem Zeitpunkt der Reise in gerade dieses Land. Hätte er nicht auch nach Brasilien fliegen können. Nein es ist die USA und ausgerechnet jetzt, wo sich der Wahlkampf anschickt mit eigentlich völlig unpolitischen Interessenthemen (Religion, Weltanschauungen) Stimmen zu sammeln, was ja in dem ansich unpolitischen Amerika Gang und Gebe ist, reist er dort hin um die Wogen zu glätten. Die oberflächliche und damit wahlkampfwirksame Massage die hier rumkommt: Die Republikaner sind mit Gott und die Demokraten nicht. Gut gemacht lieber Papst, die bis dato kritische Haltung zur Bush-Regierung ist damit hinüber, denn nur wenige Amerikaner werden sich wirklich Gedanken darüber machen, warum Sie "wirklich" dort hin reisten.

Sorry Herr Steinhauer, in welcher Welt leben Sie, was hat es mit antiklerikalen Äußerungen zu tun, wenn man das Thema der Missbrauchsfälle medial negiert ausspart oder gar den FAZ-Redakteuren noch vorschreiben zu wollen über was sie berichten und welche Themen sie "bitte unterlassen" sollen..... es sei denn, sie sind einer jener Menschen, die immer noch glauben, durch solch eine Resie wird die Welt "weißer" und "reiner", bemerkenswert ist es mE, wenn die FAZ-Redakteure, mutig, weise und gut recherchierte Beiträge über den Kindesmissbrauch der römisch-katholoschen Kirche berichtet, genau diese "Sauerei", gehört auch in unsere Medienlandschaft, weil den "stummen"...
(gemeint sind jene missbrauchte Menschen, die keine strafrechtliche Anzeigen aus Angst gemacht haben)
Missbrauchsopfern jene Stimme verliehen wird.....
Zum wiederholten Male: Der Papst ist nicht nur zum Messe lesen, gewählt worden, sondern, auch um seine Bischöfe zu exkommunizieren, wenn sie Menschen sexuell und psychisch missbrauchen. Und da ist es ein Hohn.....sich hinter einer "beschämenden" Fassade zu verstecken - anstatt konsequent Kanonisches Recht zu zelebrieren...das wäre eine authentische und "glaub"würdige Haltung.....

der Papst seinen Geburtstag bei einem Kriegsverbrecher feiert, und somit diesen Menschenverächter noch aufbaut.

Das Thema Kindesmissbrauch in der US-Kirche läßt sich natürlich medienwirksam (und in USA auch klagewirksam) verarbeiten. Dem unermesslichen Leid der betroffenen Opfern, aber auch den unschuldigen Verdächtigten wird die jetzt wieder angelaufene Berichterstattung leider wenig gerecht. Das Thema Pädophilie ist zu sensibel, als dass es im Mediendschungel klischeehaft breitgetreten werden sollte.
Die SZ titelt gestern "weiter Bogen um Bosten" in Anspielung auf das Zentrum der Missbrauchsfälle. Zum eigentlichen Inhalt der Papstreise kommen die Autoren nicht. Wie auch? Sie haben von Glaubenfragen auch nicht den leisest Schimmer - da ist es besser für die Leser der eigenen 68er Klientel die anti-kleirkalen Klischees hochzuhalten und natürlich das Thema Zölibat mal wieder rauszukehren.
Daher die Bitte an die FAZ: Andere Themen der Papstreise sollten nicht in den Hintergrund gedrängt werden. Nach den klaren Worten des Papstes zu den Missbrauchsskandalen, sollte nun auch der Kern der Reise in den Mittelpunkt der Berichterstattung rücken: Es ist insbesondere die Glaubensbotschaft des Papstes, die die Amerikaner in den Diäzösen bewegt - mehr dazu in der FAZ zu erfahren, wäre eine echte Bereicherung.

Solange Priester, dies sich dieses Verbrechens schuldig gemacht ahebn, von der Kirche gedeckt und geschützt werden, hat der Papst hier noch klaren Handlungsbedarf.
Schließlich hat die Kirche bis heute Menschen Exkommuniziert, die sich IMO weit geringeren Verberchen schuldig gemacht haben. Warum also nicht diese Verbrecher?
Ach, so, Abtreibung ist natürlich schlimmer, dafür darf man exkommuniziert werden, aber kleine Kinder vergewaltigen, das ist ja nicht so schlimm...
Hier wäre mal ein klares Wort vom Pontifex nötig, nur "beschämt" sein ist da bei Weitem nciht genug, wenn nicht klare und vor allem schnelle Konsequenzen folgen.
Und ja, es ist schon eine klare Ansage, daß er nicht zu der Veranstaltung geht, andere Dinge sin "wichtiger"...

Der Besuch des Papstes ist so überflüssig wie ein Geschwür! Wer zahlt diesen kostspieligen Pomp und die aufwendigen Sicherheitsvorkehrungen? Wozu soll das gut sein? Gott begegnet man überall, nur nicht in Kirchen mit ihren (zweifelhaften) Kirchendienern.
Und die pädophilen Priester gibt es in allen Ländern, nur in den USA sind sind zahlreicher und die Opfer können sich leichter Gehör verschaffen. Die übliche Praktik der Kirche im Fall von Pädophilie ist die Priester zu "decken" und alles zu tun damit sie nicht aufgedeckt werden, z.B. durch wiederholte Versetzungen. Darüber sollte sich der Papst auch schämen, denn erist nicht ein hoher Würdenträger der Kirche seit er Papst ist!

Nun ich kann mir vorstellen, dass SNAP nichts anderes will, als alle Bischöfe aus Amt und Würden zu entfernen. Das kann, wie der Beitrag ausdrückt, auch nur der Papst. Und gerade die Kirche sollte sich endlich nicht weiter als Schutzorganisation gegenüber jedem Verbrechen sehen. Wie kann es sein, dass ein Priester der nachweislich Kinder missbraucht hat noch Angestellter der Katholischen Kirche ist und von ihr Unterhalten wird (und damit jedem katholischen Kirchensteuerzahler...)? Personen, die sich Scheiden lassen dürfen nicht mal mehr zu Eucharistie ...
Der Papst ist nicht nur Institution. Ihr Kommentar erinnert mich an die Chinadebatte. Man sollte Unterscheiden können zwischen der Person Papst Benedikts und Joseph Ratzingers. Es geht um Politik und nicht um eine einzelne Person. mfg me

Lieber Herr Rueb,
als Auslandsreporter, dessen wichtigstes Arbeitsmittel die deutsche Sprache ist, sollte man sich besonders um die Reinhaltung seiner Sprache bemuehen.
Fuer jemanden, der nicht des Englischen maechtig ist und daher Ihre Anglizismen zurueck ins Deutsche uebersetzen kann, duerften sich Begriffe wie "Protestanten" (fuer Demonstranten), "Graswurzelbewegung" (fuer Basisbewegung) oder "Denominationen" (fuer Religionsgruppen) nicht erschliessen.
Dabei gelingen Ihnen leider nur selten so unfreiwillig gute Pointen wie die von Becky Ianni ("die zur kleinen Schar der Protestanten gehörte") die offensichtlich zum Protestantismus konvertiert ist, nachdem Sie von katholischen Priestern missbraucht wurde.
Gruesse aus Montreal
Joachim Braun

Soll er nach Boston gehen, um sich dort für die Untaten von abartigen Priestern beschimpfen zu lassen? Was soll er mehr machen, als im Vorfeld zu sagen, daß er tief beschämt sei, daß einige seiner Kirchenleute sich als Triebtäter benehmen und/oder Jahrzehnte unter verschiedenen Päpsten Kinder geschändet haben. Amerika ist nun einmal eine andere, weit entfernte Welt vom Vatikan.
Zudem sind die allermeisten und großen Skandale schon vor Antritt seines Pontifikats passiert. Er selbst ist mit Sicherheit ein außerordentlich integrer Mann, der an die 60 Jahre seines Lebens im Sinne seines Glaubens gearbeitet und vorgelebt hat.
Es ist gut, daß sich nun so eine große Selbsthilfe zusammengefunden hat, die diese Ungeheuer in der Soutane bekämpfen und das in eigener Regie und ohne sich von Rom hereinreden zu lassen. Was verlangen denn die "SNAP" vom Papst? Die Amis sind Mann's genug, mit ihrem Rechtssystem den Abschaum vor Gericht und ins Gefängnis zu bringen.
Also lasst den Papst zufrieden, der in einer Freundschafts-Mission aufgebrochen ist, um die Millionen Katholiken in den USA mit den besten Absichten zu besuchen.