Das Urteil wird vollstreckt

Todesurteil vollstreckt

Saddam Hussein hingerichtet

Spezial Das Todesurteil gegen den früheren irakischen Diktator Saddam Hussein ist vollstreckt worden. Saddam starb durch den Strang, das Fernsehen übertrug Teile der Hinrichtung. Präsident Bush lobte die Exekution, aus Europa kam Kritik.

Lesermeinungen zum Beitrag

02. Januar 2007 13:10

Saddam's späte Rache

Sascha-Dominik Bachmann (sashalee)

Jetzt ist es amtlich: Saddam Hussein wurde nicht nur am Galgen aufgeknüpft, sondern auch noch verhöhnt. Da ist man dann doch betroffen, daß die ehemals Geknechteten und Opfer-Shiiten doch keine ehrbaren Gesellen sind: kann man aber auch im täglichen (genozidären) Umgang mit der Sunniminderheit sehen. Da bin ich jetzt aber wirklich betroffen, betroffen von der schlechten PR der USA, die es trotz Hollywood nicht vermocht haben, der Welt eine klischeestrotzende Hinrichtung als Sieg des Guten über das Böse darzustellen. Jetzt haben wir (Gesamtheit des sog. Westens) durch die Dummheit der USA den panarabischen Märtyrer, der den jungen Al-Quaeda, Hisbollah und Taliban Rekruten als Vorbild dienen wird, das er sonst niemals war und auch nicht geworden wäre, wenn er langsam im Gefängnis zum Rentner gereift wäre. Wer jetzt die Kommentare auf den Straßen von Amman, Tripolis und Peschawa hört, der weiß wie die Menschen die Hinrichtung Saddam Husseins werten: als "Siegerjustiz" der USA und des Westens, die gerächt werden muss. Die Zukunft wird Bush's Charakteristik der Hinrichtung als "Milestone" gerecht werden, wenn auch in einem anderen Sinne.

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02. Januar 2007 10:06

FAZ und das Niveau der BILD-Zeitung

Fischer Jens (Jens_Fischer.)

Liebe FAZ,
als treuer Leser möchte ich mich darüber beschweren, daß Sie es gewagt haben - zumindest durch die Darstellungen auf der 1. Seite - auf das Niveau der Bildzeitung zu sinken. Wie kann es sein, daß Sie so menschenverachtende Bilder (hierzu gehört mit Sicherheit die Darstellung eines Hinzurichtenden) abbilden. Was soll das? Sie unterscheiden sich doch gerade darin, das Sie nicht reißerisch vorgehen und die "großen Buchstaben-Überschriften" nicht brauchen. Das war wirklich im wahrsten Sinne des Wortes peinlich und abstoßend.
Zusätzlich möchte ich an dieser Stelle noch schreiben, daß das Töten von Menschen immer unsinnig und verabscheuendwürdig ist. Was erreicht man damit? In diesem besonderen Fall einen Märtyrer. Hiermit trägt dieser menschenverachtende Schlächter aus Bagdad im Tode noch einen Sieg davon. Das darüber hinaus noch mehr unschuldige Menschen durch "Rache"-Anschläge sterben werden, sollte man auch nicht vergessen.

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02. Januar 2007 07:50

Barbarei

Ralf Dreßler (koenigdernachtuhu)

Saddam war aufgrund seiner Verbrechen gegen die Menschlichkeit ein Barbar.
Vollstrecker der Todesstrafe stellen sich allerdings mit ihm auf eine Stufe, da diese ebenfalls einen Akt von Barbarei darstellt.
Das Töten eines Menschen ist auch mit staatlicher Legitimation n i e m a l s gerechtfertigt.
Uns ist es nicht gegeben Leben zu geben, so ist es und verwehrt dieses zu nehmen!

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31. Dezember 2006 22:23

<Notbremse before Entbloessung>

Georg Dargelies (ragnita)

Gerichtsverhandelungen naeherten sich einem sehr,
sehr kritischen Punkt, naemlich naemlich der geschicht
lichen Abwickelung der Schuldbelege.

Die Zeit der ameri. Aufmunterung und Militaerischen
Unterstuetzung( inklud. Giftgas) fuer den Krieg gegen den
Iran (Nach dem Shah P.) durfte auf keinen Fall in dem
Beschuldigungsprozess auf den Tisch kommen!!--So musste die <Notbremse> gezogen werden.

Die Amerikaner hatten natuerlich damit nichts zu tun.
Das mussten die"Geduldeten" mit ihrer Rechtssprechung
erledigen.--Es ist wirklich ein trauliches Theater in
unseren heutigen Welt.


Die hier oft erfrischenden,ehrlichen Kommentarischen
Meinungen versickern leider im Sand!
Eine selektierte Buendelung waehre wohl eine
belebende Lektuere in der Presse unter "Faehigen"
Haenden!

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31. Dezember 2006 21:11

Gewalt in den Medien

Martin Enzinger (FlorianGeyer)

Gab es da nicht vor wenigen Wochen eine aufgeregte Diskussion in den Medien, gewaltverherrlichende Computerspiele zu verbieten und ihren Besitz zu bestrafen?
Und jetzt solche Bilder überall auf den Titelseiten?
Scheinheiliger geht's doch wohl nicht!

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31. Dezember 2006 20:03

Saddam Hussein hingerichtet

Elmar Herrlich (Elmar_H)

Wenn ein altbekanntes Zitat "Gleiches Recht für Alle" Gültigkeit haben sollte, dann müsste auch der andere Agressor an den Galgen.

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31. Dezember 2006 19:57

Ist die Todesstrafe Verleugnung des christlichen Glaubens?

Daniel Rossmann (Danielrossmann)

„Das Blut des Menschen kann zwar nicht das Sühnemittel sein für die Sünde an sich, aber menschliches Blut kann sühnend wirken und hat auch sühnend gewirkt für gewisse persönliche Sünden. Aus diesem Sühnecharakter des menschlichen Blutes ergibt sich nicht nur die Legitimität sondern auch die Notwendigkeit und Angemessenheit der Todesstrafe. Die Universalität ihres Bestehens ist ein Zeugnis für die Universalität des Glaubens der ganzen Menschheit an die reinigende Wirkung und sühnende Kraft des auf bestimmte Art vergossenen Blutes. Es ist zu wahr: Es gibt keine wirkliche Sühne ohne Blutvergießen.

Wer den Völkern glaubhaft machen kann, die Erde könne ein Paradies sein, der kann ihnen erst recht den Glauben beibringen, die Erde müsse ein Paradies sein, wo niemals Blut fließt. Doch nicht in dieser Illusion liegt der Kern des Übels. Er liegt vielmehr darin, daß in dem Augenblick, wo alles an diese Illusion glauben wird, selbst die harten Felsen Blut schwitzen werden und die Erde sich in eine Hölle verwandeln wird.“ (Donoso Cortez, spanischer Staatsmann und Philosoph, 1809 – 1853)

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31. Dezember 2006 16:24

Nur Amerikaner schuld dran?

EroY Cibil (Lysandus)

Viele fragen sich warum die Amis in Irak sind, aber eins vergessen alle daß außer amerikaner andere Länder in Irak sind. (Kanada, England, Länder aus SüdAmerika, Europäer) Auch die Deutschen sind präsenz in Irak, zwar nicht mit Soldaten aber als Technischer-lieferant ja wir liefern Technik für die Besatzung, wie manche von den Lesern sich erriern werden.
Also die frage ist; Waren es "allein" die Amerikaner, die Saddam getötet haben?

Daß die EU Länder kurz danach die Hinrichtung protestiert haben, finde ich auch lächerlich.

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31. Dezember 2006 14:50

"Die Würde des Menschen ist unantastbar"

Klaus Albrecht (albrekl)

Unser Grundgesetz steht unter obigem Leitsatz. Vor diesem Hintergrund hat das Titelblatt ihrer Zeitung mit den Bildern des zum Tod durch Hängen geführten Saddam bei uns einige Diskussionen über das Niveau der FAZ ausgelöst.
Schlimm genug, daß Rache immer noch in dieser Form ausgelebt wird, denn die Todesstrafe ist nie eine Option - bei solchen Bildern bleibt einem das Frühstück im Halse stecken, egal welche Verbrechen der Diktator auf sich geladen hat.

Mit Information hat die Abbildung jedenfalls nichts zu tun.

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31. Dezember 2006 14:36

Das Watergad der westlichen Demokratien

A. Malliki (a.malliki)


Mit Filmmaterial wird der Tod des Diktator dokumentiert. Alleine diese Tatsache reizt zu Überlegungen, die sich aus den Erfahrungen der Vergangenheit nähren. Moralische Kritik sucht man vergeblich in unseren Medien.

Nie wurde mit schwerer Argumentation und Beweisführung ein Krieg begonnen, die im Nachhinein widerlegt wurden.

Im kollektiven Gedächtnis konnten sich diese Erfahrungen aufgrund der Berichterstattung nicht verankern. Die Taktik beschränkt sich darauf, bewusste Lügen als Irrtümer darzustellen. Hierzu zählt auch das "Friedensmandat" der Deutschen im Libanon. Es ist nur eine isolierte Betrachtung des Irakkrieges möglich, Verknüpfungen zu weiteren Aktivitäten im Nahen-Osten werden als polemisch abgehandelt.

Tatsache ist, dass Saddam Hussein für seine Taten vor diesem Krieg verurteilt wurde und die Verantwortung für die 700.000 Opfer im Irak auf anderen Schultern lastet.

Sein Tod gibt den ungetrübten Blick auf die breite Front der Schuldigen frei, die aber aufgrund ihrer Machtposition nie von einem Gericht abgeurteilt werden, denn die Moral bestimmen die Mächtigen.

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31. Dezember 2006 14:02

Alle wollen einen autonomen Irak

Axel Leonhardt (ALeonhardt)

Ich kann die Aufregung um das Urteil und die Hinrichtung von Saddam Hussein nicht verstehen. Alle demokratischen, aufgeklärten Staaten (inkl. EU) wollen den Irak als autonomen Staat in die Weltgemeinschaft aufnehmen. Wenn der irakische Staat dann aber, wie jetzt geschehen, im Rahmen seiner verfassungsrechtlichen und moralischen Rahmenbedingungen handelt, dann verurteilt die EU dies als Barbarei. Gerade dieser ständige erhobene (Moral-)Zeigefinger von Außen gegenüber dieser jungen Demokratie ist es doch der die Menschen im Irak an ihrer eigenen Freiheit zweifeln läßt.

Ein islamischer Staat wird immer von anderen Moralvorstellungen geprägt sein als sich dies die christlichen Gesellschaft wünschen würden. Gerade diese Andersartigkeit anzuerkennen ist der Schlüssel zu einem friedlichen Zusammenleben der Völker. Dies bedeutet nicht, daß diese Staaten nicht kritisiert werden dürfen. Nur von Barberei zu sprechen ist in diesem Zusammenhang mit Sicherheit deutlich im Ton vergriffen.

Vorbildlich finde ich z.B. die Reaktion der britischen Regierung, die zwar grundsätzliche Bedenken gegen die Vollstreckung der Todesstrafe äußert, den Vollzug durch den autonomen Irak letztendlich aber akzeptiert.

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31. Dezember 2006 11:10

Todesstrafe nie eine Option

Hanspeter Bühler (Napoleon3)

Selbst wenn Stalin oder Hitler vor Gericht gestanden hätten: Die Todessstrafe ist ganz sicher keine Option für einen aufgeklärten, ethisch aufgeklärten Staat! Die Hinrichtung Saddam Husseins war ein Akt der Barbarei, ein Akt der Justiz des Alten Testaments, nach dessen Gesetzen die archaisch anmutenden islamischen Staaten, leider auch die USA, viele Ostasiatische Staaten wie auch Japan! auch heute noch agieren. Das Christentum wie es von Jesus Christus verstanden worden ist verbietet jegliche juristische Tötung. Der Iraq hatte die Chance aus dem Teufelskreis der Formel "Aktion = Reaktion" herauszutreten. Diese Chance wurde gründlich verpasst! Traurig! Die "Aufklärung" muss bei diesen Staaten irgendwie aus dem Schulunterricht gestrichen worden sein.

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31. Dezember 2006 08:00

Krank ?

ulf schneider (nazguel)

Den Kommentar den der US - Präsident G.W. Bush, das die Hinrichtung von Saddam Hussein ein Meilenstein in der Demokratisierung des Iraks sei, empfinde ich als den übelsten Witz des Jahres. Wie psychisch Krank, oder wie dumm muß man eigentlich sein, um ständig solchen Blödsinn von sich zu geben.

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31. Dezember 2006 06:30

Als ich gerade die FAZ am Sonntag aus meinem

Nikos Deiters (jorgosfrei)

Briefkasten nahm wunderte ich mich über die Titelseite.
Das die FAZ auf der Titelseite mit farbigen Fotos der Hinrichtung Saddam Husseins erscheint, hätte ich nicht erwartet.

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31. Dezember 2006 06:16

gute Diktatoren

Alexander Kriegel (alejandrobatlleuy)

werden es sich zukünftig dreimal überlegen,
ihre guten Beziehungen zur Regierung der USA
leichtfertig zu verspielen.

Das Schicksal von Saddam Hussein wird ihnen
eine Lehre sein: wer Hunderttausende seiner
Landsleute abschlachtet, stirbt friedlich im
Bett oder schlimmstenfalls im goldenen Exil,
solange er nicht den einen Fehler begeht,
der niemals verziehen wird - seine Chefs
zu enttäuschen.

Die meisten amerikanischen Diktatoren
zwischen Chile und Guatemala waren
schlauer und genießen heute ihren
"verdienten" Ruhestand, während
ihre Folteropfer irgendwo verscharrt
wurden.

Nur Manuel muss nachsitzen:
der ehemalige Verbündete Noriega
in Panama war zu gierig und wurde
am Ende von seinem Ex-Arbeitgeber
abberufen. (was nebenbei die Gelegenheit
für eine kleine Invasion des strategisch
gelegenen Landes bot)

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31. Dezember 2006 02:06

irakisches Urteil?

Matthias Schulz (mattmiksys)

Die Hetze und Zustimmung von amerikanischer Seite betrachte ich sehr skeptisch, zweifle also die irakische Autonomie in diesem Urteil an. Dieses Urteil und seine Vollstreckung ist unzivilisiert, so grausam und brutal Saddam Husseins Regime auch gewesen sein mag. Und ich frage mich inzwischen, wer wohl mehr Menschen auf dem Gewissen hat, Saddam Hussein oder die Bush-Regierung.
Widerwärtig, einfach widerwärtig...

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31. Dezember 2006 01:48

die usa machen nur noch fehler im irak !

Mehmet Mantikli (logisch74)

so lange sie irak millitärisch besetzen desto unmenschlischer werden sie auch, denn sie werden weiterhin soldaten verlieren und sie werden auch nur aus diesem grund blutvergiessen,sie verstehen nicht das die völker dort niemals eine bsatzung dulden werden und deshalb wird es immer wiederstand geben.so lange man besetzt,wird man bekriegt das wollen sie(usa) nicht wahr haben.denn diese völker verstehen eine fremde millitärische besatzung als"kriegszustand"so lange kriegszustand ist ,werden die krieg führen!diese realität haben sie gedacht,kann mann unter massiven einsatz von waffen in der heutigen zeit brechen und seinen geschäften nach gehen.sie müssen endlich feststellen das es nicht geht.das mit dem wiederstand nimmt seinen lauf und es dauert und dauert...diese millitämacht muss sich finnanzieren und zwar mit unmengen an milliarden von summen, an das öl von irak kommen sie bestimmt schon lange ran. aber das dekt nicht eimal den einsatz in-und um-bagdat. der wiederstand ist da,die "finanziert"sich vor allem von menschenwillen, das ist die wirkliche wahrheit wen man das nicht wahr nimmt und weiterhin besetzt wird sich voll abnutzen!die usa wird sich ganz schwer davon erholen,denn das wird dann eine realitet die unmenschlich macht!

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30. Dezember 2006 23:57

Viele viele Fragen...

Sven Litz (SmilingFace)

Eine beindruckende Vorstellung. Wann hat es denn zuletzt eine öffentliche Hinrichtung gegeben?
Hollywood ist halt doch überall. Und man fragt sich...

1.) Welcher von den armen Doppelgängern Saddams, hat das Bauernopfer spielen müssen?
2.) Sitzt Saddam jetzt zusammen mit Osama auf einer Ranch in Texas?
3.) Wann wird endlich George W.Bush für seine Taten öffentlich in Szene gesetzt?
4.) Warum glaubt die Welt all diesen Bullshit, welchen die Medien inszinieren?
5.) Werden wir 2007 noch Skifahren können?

Ich wünsche allen ein, vom gesunden Menschenverstand geprägtes, objektives Jahr 2007!

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30. Dezember 2006 22:18

keine Aufdeckung des US-Anteils an Saddams Verbrechen

Harald Obloch (germanlibre)

Saddam sollte so schnell exekutiert werden, damit nicht in weiteren Prozessen der Anteil der USA an seinen Verbrechen publikumswirksam weltweit publiziert wird.
So haben die irakischen Quislinge ihrem Souverän Bush auch noch nachträglich ein schönes Weihnachtsgeschenk dargebracht.

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30. Dezember 2006 21:45

Shame on you!

Kemal Yildirim (camillo69)

Unsere vermeintlich so zivilisierte Welt (ausnahmsweise İsrael eingeschlossen) sollte sich was schaemen!

1:0 für die Achse des Guten! Danke, super, toll, hingerichtet, weg ist er der böse böse Teufel Saddam und jetzt brav die Haende in einem ach so "demokratisch-rechtstaatlich"-amerikanischen Prozess gewaschen.

Und nun? Kein fliessend Wasser, kein Brot, kein Strom, keine Schulen, keine medizinische Versorgung, keine FREİE Presse dafür aber zerbombte Infrastruktur, Hass zwischen den Volksgruppen, Korruption, Bombenanschlag auf Bombenanschlag, Vertreibung, Vergewaltigung.

Die Todesstrafe hat NIEMAND verdient. Mit dieser Hinrichtung hat sich der İrak und alle, die selbige unterstütz(t)en, selbst gerichtet. Gott bewahre uns alle vor den Folgen.

Danke PAX AMERICANA!

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30. Dezember 2006 21:41

Warum Hussein und nicht Bush?

Herbert Frohnhofen (Theophil23)

Gemessen an den Opferzahlen ist Bush zweifellos der größere Verbrecher. Er steht lediglich auf der mächtigeren Seite.

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30. Dezember 2006 20:52

Saddam Hussein hingerichtet

Gereon Breuer (DerKanzler)

Das Todesurteil und seine Vollstreckung gegen Saddam Hussein entsprechen den Grundsätzen des Rechtsstaats – des irakischen wohlgemerkt, dessen Vorhandensein westliche Regierungen jeglicher Provenienz bei jeder sich bietenden Gelegenheit beteuern.
Es grenzt an Heuchelei, diese Souveränität des Irak jetzt zu bestreiten und sich auf die Forderung zurückzuziehen, dass eine Entscheidung des Internationalen Gerichtshofs für Menschenrechte hilfreicher gewesen wäre.
Dabei übersehen die eilfertigen Kritiker, dass der wahre Makel dieses Urteils nicht in seinem Inhalt liegt, sondern in seiner Grundlage. Denn es ist dem Gericht nicht gelungen, ein Schuldbewusstsein – mens rea – Saddam Husseins, welches die Grundlage einer Verurteilung nach westlichem Rechtsverständnis darstellt, überzeugend nachzuweisen. Auch waren die Richter hilflos gegenüber der Aufgabe, den Angeklagten zu verstehen und das Erschreckende seiner Normalität in ein angemessen begründetes Urteil umzuwandeln.
In Wahrheit musste Saddam Hussein sterben, weil es keinem Angehörigen des Menschengeschlechts zuzumuten ist, die Erde zusammen mit denen zu bewohnen, die sich das Recht darüber anmaßen zu entscheiden, wer die Erde bewohnen soll und wer nicht.

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30. Dezember 2006 20:40

das verfahren und die vollstreckung ist unverändert eine reine farce...

Alex Kohl (alexkohl)



...insofern eine lupenreine 'siegerjustitz'.

dieses urteil selbst und seine bestätigung kann sicherlich kaum verwundern, war doch von beginn an kaum zu übersehen, daß die machthaber im irak - also die besatzer - alles taten, um jegliches andere urteil zu verhindern. in einem kommentar vom 11/05/2006 sprach amnesty international von einem "höchst fehlerhaften und unfairen" verfahren.

hier stellt sich aber die frage, wann kommen weitere verdaechtige bezueglich schwerer verbrechen gegen die menschlichkeit vor ein internationales gericht?

herr g.w. bush und herr rumsfeld aber auch herr t. blair sind mutmasslich wegen des von ihnen vom zaun gebrochenen voelkerrechtswidrigen angriffskrieges gegen den irak und den damit offensichtlich zusammen haengenden schweren verbrechen gegen die menschlichkeit (massenmord an 100.000den der irakischen bevoelkerung und zahlreiche kriegsverbrechen u.v.a.m.) einem solchen gericht zuzuführen und abzuurteilen.

dieses koennte vieleicht teilweise die 'glaubwuerdigkeit' des 'westens' wieder herstellen.


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30. Dezember 2006 17:30

Todesstrafe und Tag des Eid

Lukas Werth (lukaswerth)

Auch ich lehne die Todesstrafe aus rundsätzlichen ethischen Erwägungen ab, unabhängig davon, was ein mensch verbrochen hat, und stelle fest, daß in einem solchen Fall in gewisser Weise die Barbarismen, die diesen Mann auszeichneten, in der Strafe fortgeführt werden.

Was mich zusätzlich betroffen macht, und was ich besonders ablehnen muß, ist, daß Saddam Hussein heute, am Eid, dem höchsten islamischen Feiertag hingerichtet wurde. Würde man in einem christlichen Kontext so etwas an Ostern oder Weihnachten veranstalten?

Ich wünsche dennoch heute allen muslimischen Lesern
EID MUBARAK.

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30. Dezember 2006 16:38

DIE TODESSTRAFE IST GRUNDSÄTZLICH FALSCH

C. Müller (Chrizz)

Der Mensch hat kein Recht, einem anderen Menschen willentlich das Leben zu nehmen.

Dieser Grundsatz steht auch nicht in Zusammenhang mit der Staatsform, in der eine Todesstrafe beschlossen wird. Die Demokratie ist nicht per se eine höherwertige Staatsform, in der bestimmte Axiome mißachtet werden dürfen.

Auch eine Demokratie muß stetig ihre Positionen und damit ihre Qualität überprüfen. Und es zeigt sich an den Reaktionen zum Urteil, daß auch sogenannte weiterentwickelte Demokratien auch heute noch einen wesentlichen Nachholbedarf in ihren Positionen erkennen können.

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30. Dezember 2006 15:59

Geht uns das überhaupt etwas an?

Gary Leif Sattler (satgar)

Ich kann diese Empörung beim besten Willen nicht nachvollziehen. Sicherlich, man kann die Todesstrafe grundsätzlich ablehnen. Wenn die irakische Verfassung dies aber als gerechtes Mittel vorsieht, sowie es eben auch in Amerika der Fall ist, dann haben wir dieses Urteil durch das irakische Volk zu respektieren und dies nicht als ein instrumentalisiertes Mittel der USA anzusehen. Nur weil wir andere moralische Grundsätze anlegen, haben dies nicht auch andere Menschen auf der Welt ähnlich zu sehen. Wir haben kein Recht uns in interne Verfahrensweisen von anderen Ländern einzumischen. Wir würden dies nämlich auch nicht wollen und tolerieren!

Mit freundlichem Gruß
Gary L. Sattler

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30. Dezember 2006 15:41

"Menschenrechte"

Mateusz Swist (MateuszSwist)

„Unsere Respekt vor den Menschenrechten verlangt von uns, ihn hinzurichten“, so wird Nuri al Maliki, Irakischer Ministerpräsident, in einem Artikel dieser Zeitung zitiert. Was soll man zu so einer Äußerung sagen.

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30. Dezember 2006 14:08

S Hussein

Karlheinz Kluge (DrKarlheinz)

Die Todesstrafe ist aus grundsätzlichen Ueberlegungen generell abzulehnen.
Festzuhalten ist aber auch die Tatsache, dass nicht immer alle Verbrecher gleich behandelt werden.
Dieselben Verbrechen, welche Hussein begangen hat, wurden auch von einem anderen Kriegsherrn vor 80 Jahren verübt. Dennoch gilt dieser heute manchen Völkern als ehernes Vorbild. „I am strongly in favour of using poisoned gas against uncivilized tribes“. Dies sagte Winston Churchill zum englischen Einsatz von Giftgasbomben gegen irakische Kurden im Jahre 1923.

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30. Dezember 2006 13:21

Hinrichtung

Peter Neises (XGROBMOTORIKERX1)

ja so ist nunmal die Amerikanische Demokratie............

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30. Dezember 2006 13:03

Schande

Anton Uzbasich (iBanat)

Ich begreife nicht wie sowas moeglich ist. Das groessere Problem ist, dass sich dadurch die Lage in Irak nur verschlechtern wird.
Das nennen die Amerikaner Demokratie?!? Die groessten Ignoranten ueberhaupt leben in einer Scheinwelt und schlucken auch noch alles, was die Medien berichten.
Wo sind die Massenvernichtungswaffen? Wo ist die grosse Bedrohung? Irak war fuer die Bush-Regierung ein voelliges Desaster, fast wie damals in Vietnam.... mit einem Unterschied: jetzt haben sie Zugang zum schwarzen Gold!
Auf einer indirekten Art wurde Saddam jetzt sogar ein Martir in den Augen seiner Anhaenger. Das Gefaengnis waere viel besser gewesen.
Wie es scheint, kehren wir langsam aber sicher ins Mittelalter zurueck..

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30. Dezember 2006 12:36

Vollstreckung des Urteils

Heinz-Werner Raderschatt (HEWERA)

Auch wenn man grundsätzlich die Todesstrafe ablehnt,muß man zur Kenntnis nehmen,dass Urteile im Rahmen der nationalen Gesetzgebung - in diesem Fall - demokratischer Staaten zustande kommen und exekutiert werden.
Die Märtyrerrolle ist wohl angesichts der vom Delinquenten ausgeübten Schreckensherrschaft und unzähligen Gräueltaten im Licht der Geschichte keine glaubhafte Kategorie.
Dieser heutige Rechtsakt des Iraks beendet adhoc nicht die innenpolitische Problematik,und es bleibt zu hoffen,dass diese und zukünftig legitimierte Regierungen in der Lage sein werden,das Land im Interesse und zum Wohl seiner Bürger zu befrieden.Wichtige Bedingung dafür ist zweifellos die Beendigung der extremistischen Gewaltaktionen von Moslems jeder Couleur unter Berufung auf den Propheten.

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30. Dezember 2006 12:19

Büchse der Pandorra

Dietmar Fleige (dbfly)

Wie der Vatikan-Sprecher schon richtig erkannt hat, wird die barbarische Hinrichtung das Bushfeuer im Irak noch verstärken. Die Büchse der Pandorra is geöffnet und die vermeintliche Großmacht kriegt sie nicht mehr zu.
Wann werden die Verursacher der sog.Kollateralschäden zur Rechenschaft gezogen ? Das wäre in der Tat ein Sieg der Demokratie !!

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30. Dezember 2006 11:58

Die Schlange "USA"

Hartmut Schliefkowitz (Kapau2007)

Die Doppelzüngigkeit der USA - schon einst von den Indianern festgestellt - nimmt kein Ende. Zunächst haben die den Saddam aufgebaut. Haben ihn für Ihre Zwecke eingespannt. Ihn hofiert und geschmiert. Als der nach dem von der USA gewollten und sanktionierten Krieg gegen den Iran nun wieder die eigenen Interessen verfolgen wollte, passte das nicht in das Kalkül der amerikanischen Regierung und so wurde an seiner Demontage gearbeitet. Es durfte auch nicht angehen – unter dem Senior Bush als Präsident – dass Amerika gleich drei große Ölvorkommen verlor: Irak, Iran und Kuwait. Der Sohn Bush – als Präsident - gedachte den (Raubzug seines Vaters) (hehem.. Befreiung) in der Region mit einem großen Finale im Irak zu beenden. Mit der Hinrichtung Saddams ist er damit einmal mehr gescheitert. Er hätte sie nicht nur verhindern können, sondern müssen. Und wäre das nur zum Schutze derer geschehen, die jetzt im Nachgang der Hinrichtung Saddams durch Anschläge sterben werden.
Frage: Wann wird Bush für seine Taten zur Rechenschaft gezogen?

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30. Dezember 2006 11:02

wie im Mittelalter

Esther Zeiher (estherzeiher)

Die Frage, die mit Hinrichtungen, Attentaten, Massakern, Kampftruppen und all den Alltäglichkeiten im Irak jeden Tag aufs neue beantwortet werden soll, ist jene danach, wer die Macht über Leben und Tod hat.

Der Mensch hat sie nicht.

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