Kosovo-Frage

Blutiger Protest in Podgorica

Was friedlich begann, mündete in Gewalt: In der montenegrinischen Hauptstadt protestierte die Opposition gegen die Regierung von Ministerpräsident Djukanovic. Die proserbische Bevölkerungsgruppe demonstrierte dagegen, die Unabhängigkeit des Kosovos anzuerkennen. Von Michael Martens, Belgrad

Lesermeinungen zum Beitrag

16. Oktober 2008 09:52

Mr. D. der Lakkaie des Westens

Andreas Rüger (Mokkle)

Der Zeitpunkt der Anerkennung durch Montenegros Befehlsempfänger-Regierung war natürlich kein Zufall! Djukanovic, der seine eigene Unabhängigkeit ja ausschließlich dem Wohlwollen der ihn diktierenden EUSA zu verdanken hat, musste dass tun was ihm angeordnet wurde! 10.000 Bürger Montenegros sind gegen diese Entscheidung auf die Straße gegangen, bei einem Land mit gerade mal ca. 550000 Einwohner eine überaus beachtliche Anzahl. Wenn Djukanovic bei der Kosovo-Unabhängigkeit von "politischen Realitäten" spricht, so verschweigt er natürlich, so wie alle anderen auch, dass diese Realiäten künstlich vom Westen geschaffen wurden und gegen internationale Richtlinien und Gesetzgebungen der Vereinten Nationen verstoßen! Mag sein dass Djukanovic sich durch seine Anerkennung Freunde im ausland geschaffen hat,... einen großen Teil seiner eigenen Bürger hat er aber definitiv auf Lezeit gegen sich aufgebracht!

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14. Oktober 2008 16:28

@ Herr Kleiner

Nenad Klaric (Neso007)

erklären Sie mir doch bitte warum die Menschen nur eine "fast" serbische Sprache sprechen!! Nennen Sie mir doch bitte ein "montenegrinisches" Wort!! Ein einziges, dass es in der serbischen Sprache nicht gibt! Sie werden sehen... es gibt keins! Es ist ein und dieselbe Sprache! Also hören Sie daher auch bitte auf, einen solchen Unfug hier zu verzapfen!

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14. Oktober 2008 14:29

Das Denken haben die Serben aus ihren Köpfen die Verbannung geschickt.

Daniel Kleiner (Kleinermann1)

In Kosovo besteht die Bevoelkerung zu 90% aus Albanern. Die Serben wollen aber nicht akzeptieren, dass Kosovo ein Nichtserbischer Staat ist. Montegeros Unabhaengigkeit haben sie akzeptiert, obwohl alle Montenegriener eine fast-serbische Sprache sprechen. So ist das mit den anderen ehemals Jugoslavischen Teilrepubliken. Die Sache ist doch sonnenklar; die Staaten sind zwar von Serbien unabhaengig, aber sie sind slavischen Staaten. Also eine Art Panslavismus ist das, was hier eine grosse Rolle spielt. Die Slowenen und die Kroaten - und die Tschechen und die Polen- sind dafuer kaum noch empfaenglich, aber selbst der slowakische Premierminister Fico ist ein offensichtlicher Panslavist. Er setzt sich vehement gegen die Anerkennung Kosovos als unabhaengigen Staat ein. Dafuer wird er unermuedlich... Die Serben muessten endlich kapieren, dass Kosvo nur ein Klotz am Bein Serbien waere. Vergangenheit hin oder her; das ist die Tatsache. Also, es ist fuer sie Zeit- Geld, und sonst noch was - Verschwendung, wenn die Serben gegen die Unabhaengigkeit Kosovos zu Felde ziehen. So werden aber in absehbarer Zeit keine Panslavistischen Staaten eine grosse Gruppe in der EU bilden koennen.

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14. Oktober 2008 13:54

Demonstration

Werner Stettner (WStettner)

Das Volk in Montenegro sollte seine eigene Meinung zu diesem und anderen Themen lieber begraben, und stattdessen auf die Realität hören, die von den USA, Großbritannien als auch Deutschland geschaffen wird. Je eher sich die Balkan-Länder damit abfinden, dass sie erneut zu einem Protektorat der hegemonialen Mächte geworden sind, desto einfacher werden sie sich ihrem fremdgelenkten Schicksal fügen. Geschichte, Tradition, Religion und Nostalgie haben diese Völker gefälligst zu unterdrücken.

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