Signal aus Washington

Irak-Konferenz mit Iran und Syrien

Condoleezza Rice spricht den Nachbarländern eine wichtige Bedeutung zu

Condoleezza Rice spricht den Nachbarländern eine wichtige Bedeutung zu

28. Februar 2007 Die Vereinigten Staaten wollen in den kommenden Monaten an zwei Irak-Konferenzen teilnehmen, auf denen es auch zu Gesprächen mit Iran und Syrien kommen könnte. An der ersten Konferenz kommenden Monat in Bagdad sollten vor allem Vertreter der Vereinigten Staaten und der irakischen Nachbarstaaten auf mittlerer Ebene zusammenkommen.

Ziel sei es, über eine Eindämmung der Gewalt im Irak zu sprechen, sagte der amerikanische Außenamtssprecher Sean McCormack am Dienstag. Er schloss nicht aus, dass es am Rande der Konferenz auch zu bilateralen Gesprächen mit den Iranern kommen könnte.

Minister der G8 sollen an zweitem Treffen teilnehmen

Im April will die irakische Regierung dann eine zweite Konferenz mit hochrangigen Vertreter seiner Nachbarn sowie der wichtigsten Industrienationen abhalten. Auch hier solle über Wege beraten werden, wie die Lage im Irak stabilisiert werden könne, sagte die amerikanische Außenministerin Condoleezza Rice in Washington.

An dem Treffen sollen Minister der acht wichtigsten Industrienationen (G8) sowie der irakischen Nachbarstaaten teilnehmen. Das März-Treffen könnte dabei als Vorbereitung auf die April-Konferenz genutzt werden, sagte Rice. Sie hoffe, dass Irak und Syrien die Einladung der Iraker annehmen würden.

Rice: Nachbarländer entscheidend für Frieden

Nach den Worten von Rice spielen Iraks Nachbarländer eine entscheidende Rolle für die Förderung von Frieden und nationaler Aussöhnung. Dies sei auch eine Kernaussage aus dem Bericht der unabhängigen Baker-Kommission gewesen.

Der amerikanische Präsident George W. Bush hat direkte Gespräche mit dem Iran ausgeschlossen, so lange die Islamische Republik nicht ihre Urananreicherung stoppt. Der Iran steht im Verdacht, Atomwaffen bauen zu wollen. Syrien wird von Bush vorgeworfen, die radikal-islamische Hisbollah zu unterstützen und die Demokratie im Nachbarland Libanon zu gefährden.

Text: FAZ.NET mit Material von dpa und Reuters
Bildmaterial: REUTERS

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