Flagge ohne - anerkanntes - Land: Mazedonischer Demonstrant am Wochenende in Skopje

Namensstreit

Mazedonien verklagt Griechenland

Die mazedonische Regierung hat Klage vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) gegen Griechenland eingereicht. Der Grund: Durch die Verhinderung des Nato-Beitritts unter seinem provisorischen Namen habe Athen eine Übereinkunft aus dem Jahr 1995 „schwerwiegend verletzt“. Von Michael Martens, Belgrad

Lesermeinungen zum Beitrag

18. November 2008 12:08

Republik Mazedonien heißt Republik Mazedonien

Borce Manevski (BomannDE)

offiziel seit dem Ende des 2. Weltkriegs als es ein Teilrepublik Jugoslawiens wurde. In der Zeit hatte die Regierung in Athen kein Problem damit. Die Leute die in Mazedonien leben nannten sich seit je Mazedonier. Das Problem mit dem so genannten "Namensstreit" ist aber nicht bei den Mazedoniern zu finden; es liegt auf der anderen Seite der Grenze - in Nordgriechenland. Die Regierung in Athen weigert sich sowohl die mazedonischsprachige Minderheit in Nordgriechenland als auch die anderen ethnischen Minderheiten (vor allem Türken und Albaner) anzuerkennen. Die ethnischen Mazedonier in Nordgriechenland demonstrien schon jahrelang gegen den politisch-militerischen Druck Athens, weil sie sich nicht in ihrem Land - Griechenland - als "Mazedonier" nennen dürfen. Die Agressivität der griechischen Armee gegen die ethnischen Mazedonier in Nordgriechenland zeigten die griechischen Soldaten vor paar Wochen den EU-Verteidigungsministern, als sie alle Griechen zur "Vergießung mazedoniesches Blutes" aufriefen. All das passiert geographisch in der Europäischen Union - die "Wiege der Weltdemokratie." Demokratisch sind aber nur die anderen 125 UNO-Mitglieder, wo der Faschismus u. die ethnischen Säuberungen nicht als "Demokratie" verkauft werden.

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18. November 2008 07:00

Der Braten stand duftend auf dem Tisch

Benedikt Gresser (Benediktus)

Jetzt hat sich die schöne Einkehr in das Paradies Europa plötzlich als etwas schwieriger entpuppt für ein Land, das gewohnt ist, dass "das Geld selber kommt" (Tourismus). Europa hat seine Mitgliederliste nicht erweitert, weil die massgeblichen Staaten plötzlich zum Samariter geworden sind. Neue Mitglieder sollen vor allem für die inzwischen unersättliche Bürokratie den Nachschub sichern. Sehr viel mehr ist Europa nicht mehr. Das politische Theater der Repräsentanten wird in der Welt kaum mehr ernst genommen.

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17. November 2008 20:07

Herr Martens hat..

Andreas Dellis (crozet)

seine Hausaufgaben offensichtlich nicht richtig gemacht.Zitat: "Die Klage bezieht sich darauf, dass die Regierung in Athen den von allen anderen Mitgliedern befürworteten Beitritt des Balkan-Staates zur Nato blockiert." Welche andere Länder beziehen sie sich Herr Martens? Von allen Ländern waren nur wenige, mit den Fingern einer Hand zu zählen, welche für die Position Griechenlands kein Verständnis zeigten.Frankreich, Italien, Spanien haben Griechenland direkt unterstützt wie die Mehrheit der NATO-Mitglieder, Deutschland hat eine Neutralität bewarrt.Das Papier mit der Stellungsnahme der NATO am Ende der Tagung das von allen unterzeichnet wurde besagt eindeutig das die Beliegung des Namensstreits eine Vorraussetzung für den NATO-Beitritt "Mazedoniens" ist.Von daher ist ihre Feststellung "von allen anderen Mitgliedern befürworteten Beitritt" ein Fantasieprodukt! Was den Kernpunkt angeht ,ist dieses Thema schon oft diskuttiert worden, von daher überspringe ich es.Nur noch eine Bemerkung: die meisten EU Länder und auch Deutschland haben FYROM nicht bilateral als "Mazedonien" bei der UNO anerkannt.Die deutsche Regierung vertritt daher eine andere Meinung als Sie Herr Martens!

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17. November 2008 17:20

Populismus und Propaganda

Theodor Tirilomis (tirilomis)

Seit der Staatsgründung im Jahre 1991 und trotz der Übereinkunft von 1995 blockiert die Regierung in Skopje die besonnene Lösung des sog. Namensstreites mit Griechenland. Ja, jeder hat das Recht sich so zu nennen wie er will, aber wenn jemand Anders auch so heißt (und das seit über zwei Tausend Jahren!) dann muss man eine alternative oder ergänzende Lösung finden. Ja, in der Verfassung eines Landes steht auch sein Name, aber gottgewollt ist auch eine Verfassung nicht! Auch Verfassungen werden geändert. Der Streit ist vielleicht „lächerlich“, aber nur wenn man ihn mit geschlossenen Augen betrachtet, denn leider gehören Wortspiele im Sinne der bundesrepublikanischen „Pfalz“ von Herrn Rggrt nicht zur Realität auf dem Balkan.

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17. November 2008 14:12

Mazedonien

Vassilios Tzoulis (tvassilios)

ist als Teil Griechenlands schon in der NATO und wir Mazedonen wuerden auch nie gegen unsere eigene Heimat Griechenland Klage vor dem IGH einreichen. Die Republik noerdlich von Mazedonien ist in der UNO unter dem provisorischen Namen FYROM anerkannt worden. Sur Zeit laufen unter der Schirmherrschaft der UNO Verhandlungen zwischen Griechenland und FYROM um sich auf einen von beiden Seiten akzeptierten Namen zu einigen, da der Name Mazedonien fuer den slawisch - albanischen Nachbarstaat von uns Mazedonen und den anderen Griechen nicht akzeptiert werden kann. Der Eifer diesen Staat Mazedonien zu nennen, obwohl noch immer verhandelt wird, bedeutet Stellungnahme fuer die eine Seite und hat demnach nichts mit unabhaengiger und neutraler Berichterstattung zu tun. Und zum eigentlichen Thema: Jeder Mitgliedstatt unserer (??) Allianz hat ein Veto - Recht, wenn etwas seinen Interessen schadet. Deshalb gibt es dieses Recht. Wenn ein externer Staat einem Mitgliedstaat feindlich gegenuebersteht und droht, dann darf der Mitgliedstaat sein Veto - Recht anwenden. Deshalb gibt es naemlich dieses Recht. Also wozu der IGH? Trotzdem werden wir sehen wie darueber entschieden wird. Hoffentlich wird dann auch hier ueber die Entscheidung berichtet.

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17. November 2008 13:04

Mazedonien hat recht

Christian Roigk (Dubai1)

Griechenland zu verklagen. Man kann Mazedonien nicht ernsthaft unterstellen, dass es Hegemonialansprueche auf griechisches Territorium hegt. Nun wird es ein Urteil geben und beide Staaten sind gut beraten diesen obskuren Streit mit der Akzeptanz des Richerspruches zu beenden.

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17. November 2008 12:41

maazedonien - Die spinnen alle

Wilhelm Rggrt (Wilhelm29)

Schauen wir uns dochmal an wie das in Deutschland wäre. 1)Rheinland-Pfalz will versuchen der bayerischen Provinz Oberpfalz den Namensbestandteil Pfalz zu nehmen. 2) Baden-Württemberg beansprucht daraufhin den Namen Pfalz da die Residenz der Pfälzer in Heidelberg war. 3) Daraufhin reklamiert die Landenregierung NRW den Namen Pfalz für sich, da Kurfüst Jan Wellem von der Pfalz in Düsseldorf residierte und viele Kölner Bischöfe aus dem Geschlecht der bayerischen Pfläzer stammten. 4) Das erbost die Rheinland-Pfälzer indem sie darauf hinweisen daß in ihrem Land mindestens 50 Duodez-Fürstentümer der pfälzischen Line bestanden haben. Pfalz-Zweibrücken- ... u.a. Jedes Kaff hatte noch ein Fürstentum. In der Kleinstadt Meisenheim zu bestaunen. Aber was sagt uns das? In Deutschland haben wir dies Absurditäden überstanden. Die Mazedonier und die Griechen müßen es erst noch lernen

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