Dies sind die "Gelben Seiten" von New York - reduziert auf die drei Kategorien Hotels, Restaurants und Läden, dafür üppig illustriert und wunderbar gestaltet, insgesamt freilich so groß, dass man das Buch schwerlich mit auf Reisen nehmen wird. Aber das Hotel bucht man ohnedies von Deutschland aus, ...
Bücher über reisende Frauen gibt es viele, und sie beschäftigen sich alle mehr oder weniger mit denselben Fragen: Was motivierte die Frauen früherer Jahrhunderte zu reisen? Woher nahmen sie den Mut, sich gängigen Konventionen zu widersetzen und sich auf den Weg zu machen? Welche Erfahrungen machten ...
Wer ganz oben ist, hat es geschafft. Das ist ein zivilisatorisches Naturgesetz. Besonders rigoros gilt es in Hongkong, der vertikalsten Stadt der Erde, in der es Hunderte, Tausende von Wohnwolkenkratzern mit sechzig, siebzig Etagen gibt, je höher, umso teurer, die Penthäuser reserviert für Millionäre und Milliardäre.
Dass wir nicht vergessen haben, wie schön die Moderne sein kann, liegt an den Bauten Oscar Niemeyers. Auch wer nie in Paris, Genf oder gar Brasilien gewesen ist, kennt die atemberaubend dynamischen, farbstrahlenden Bauwerke des brasilianischen Architekten, ihre schwingenden Fassaden, ihre Bogenfolgen ...
Los Angeles ist die Stadt, zu der es kein Bild gibt und in der wir dennoch bei einem Besuch jede Kreuzung und jedes Lokal, die Strände, die Hügel und die Parks erkennen. Denn nunmehr ein Menschenleben lang dienen sie der Filmindustrie als Kulisse - oft für Geschichten, die in ganz anderen Ecken Amerikas spielen, weshalb die Überraschung an Ort und Stelle umso größer ist.
Perfektion ist das Leitmotiv der japanischen Kultur: perfekte Proportionen, perfekte Manieren, perfekte Organisation. Nichts ist schlimmer als Unordnung, Disharmonie, Anarchie. Alles, was die Vollendung stört, wird beseitigt oder diszipliniert, Abfall, Lärm, Chaos, Menschen. Dieses Buch hat das ästhetische Glaubensbekenntnis Japans vollkommen verinnerlicht.
Jeder, der einmal dort war, trägt sein ureigenes Rom mit sich nach Hause. Könnte man dieses innere Bild nach außen projizieren, sähe man ein wirbelndes Chaos, so sinnverwirrend wie die Stadt selbst. Das, was wir als unvergessliche Eindrücke Roms schätzen, die antiken Tempel und barocken Kirchen, ...
Zwanzig Jahre Mauerfall, und die Sprachklischees sind mopsfidel. Die Formulierung von der "Mauer in den Köpfen" ist uns so vertraut wie die politisch korrekte Aufforderung, Türen zu öffnen, Barrieren zu überschreiten, Grenzen zu überwinden. Wie wohltuend, dass nun gerade im Jubiläumsjahr ein opulenter ...
"Es gibt Hunderte von Büchern über große Passagierschiffe." Dass sich dieser Satz in einem der hundertersten Prachtbände findet, ehrt und schmückt den Autor Frédéric Ollivier, der so seine bibliographische Hinweise auf andere Bücher zum Thema der Passagierschiffahrt anmoderiert. "Luxusliner" ist ursprünglich ...
Das gibt es also auch: ein geographisches Verbarium. Da liegen etwa Brusthügelburg, Brückstätten und Brodeln im Großen Land der Tätowierten; und die Hauptstadt der Kupferinsel heißt Die Siegreiche. Aufgeblättert haben wir den "Atlas der wahren Namen". Ein etymologisches Nachschlagewerk zu deutschen Regionen, europäischen Ländern und sämtlichen Kontinenten.
Wie wird das sein, fragt man sich beim Blättern in diesem Buch, wenn in hundert Jahren jemand die Reisebildbände unserer Zeit betrachtet - Bücher, in denen die Städte bei Nacht im kalten Neonschein leuchten und die Landschaften oft geprägt sind von ersten Spuren einer sich abzeichnenden Zerstörung.
Als Gerrit Engel vor drei Jahren seinen New-York-Band vorlegte, konnte man ihn für einen Architekturfotografen der Moderne halten - was neben seinem kühlen Blick freilich vor allem an den Motiven lag. Nun folgt ein Berlin-Buch, in dem die Bauwerke bis zurück ins Jahr 1230 reichen, und jetzt erst begreift man, dass Engel keineswegs modern fotografiert, sondern zeitlos.
Bhutan wird gern ein Reservat auf dieser geplagten Erde genannt. Hier, so heißt es immer wieder, leben die Menschen einfach, aber glücklich im Einklang mit der Natur, in Frieden mit übermächtigen Nachbarn, unberührt von den Verlockungen der modernen Welt und nicht nur im übertragenen Sinn dem Himmel ganz nah.
Wer sich, und sei es auch nur im Geiste, auf einen der sechzehn Stadtspaziergänge von Arndt Spieth begibt, lernt dabei vor allem eines: dass er noch längst nicht alles über die Stadt wusste, die er doch so gut zu kennen meint. (Wobei jeder, der einmal in Freiburg war, glaubt, die Stadt zu kennen, sie ...
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