Kein Künstler hat das Wesen des Elbsandsteingebirges so feinsinnig erfasst wie Caspar David Friedrich", schreibt Frank Richter in diesem Buch. Kaum jemand, möchte man ergänzen, hat seither so feinsinnig erfasst, welche Landschaftsausschnitte Friedrich dazu benutzte. Denn die Natur war ihm für die meisten ...
Die Straße war belebt, als an einem herrlichen Sommertag des Jahres 1839 der Künstler und Erfinder Louis Jacques Mandé Daguerre vom Fenster seines Pariser Ateliers aus seine Kamera auf den Boulevard du Temple richtete. Doch auf der frühen Fotografie, einer der ersten überhaupt, ist nur ein einziger Mensch zu sehen.
Vielleicht ist kein Gemälde der amerikanischen Kunst in Amerika bekannter als "Christinas Welt" von Andrew Wyeth. Geheimnisvoller jedenfalls ist kaum eines - und selbst wenn man weiß, dass die Farmerstochter Christina Olson, die auf dem Bild in bizarr verrenkter Haltung auf einer Wiese kauert, in ...
Woher der Name Amerika kommt, was ein Gelbfiaßler ist und ob der Ausdruck Badenser eine Beleidigung für Badener ist - drei Fragen, die in dieselbe Richtung weisen: in den Schwarzwald. Jens Schäfer bringt Licht ins Dunkel. Sein Buch ist kein klassischer Reiseführer, vielmehr nimmt er den Leser mit ...
Der Reihentitel spielt auf die legendären Kunstführer des Verlags an, so bewährte wie zuverlässige Reisebegleiter, verfasst von renommierten Wissenschaftlern. Geblieben ist davon das praktische Westentaschenformat. Schon die Aufmachung bietet dagegen eine herbe Enttäuschung: Man blättert durch eine mager gegliederte, unübersichtliche Bleiwüste.
"Der heutige Garten stellt abgesehen von Groschenheftromanzen den letzten verbleibenden Hort der Romantik dar", wetterte der Stadtplaner und Gartendesigner Christopher Tunnard, als er im Jahr 1938 Bentley Wood im minimalistischen, funktionalen Stil gestaltete: Betonplatten, spärlich begrünte Mauern, weite Ausblicke.
Die vom Verlag dieses Buchs als "unnachahmlich, weil mal nachdenklich-philosophisch, mal humorvoll-ironisch" annoncierte Sprache des Autors kann einem schon nach wenigen Seiten der Lektüre gehörig auf den Wecker gehen. Über Fragen wie: "Haben Sie schon bemerkt, dass es in ganz Italien relativ wenige ...
Was für ein Leben. Die längste Zeit war er auf der Flucht. Vor dem Stock des Vaters, vor der Knute eines absolutistischen Despoten, dessen Prunksucht Württemberg an den Rand des Staatsbankrotts brachte. Vor der strengen Militärakademie, vor Schreibverbot und Zensur, vor dem Absturz in die Armut. ...
Island ist reich an Geschichten. Sie ranken sich um Hügel und Felsvorsprünge, räkeln sich in Tälern und Buchten. Sie sind so zahlreich und vielfältig, dass der dänische Autor Paul Vad einmal schrieb, eine Reise nach Island sei immer auch eine "Wallfahrt zur Literatur". Beginnend mit Reykjavík, der ...
"Leben atmen" ist in vielerlei Hinsicht ein besonderes Buch. Die Verfasser, ein Ehepaar, bekennen in der Einleitung, dass sie zweihundertfünfzig Kilometer auf dem Franziskusweg von Assisi nach Rom in fünfzehn Tagen gegangen sind, "um unser Leben aus der wohl tiefsten gemeinsamen Krise zu führen".
Der Dichter, Künstler und Fotograf Thomas Kapielski hat einmal angemerkt, sosehr die Welt als Gesamterscheinung chaotisch, konfus, kraus und daher sinnlos sei, so stimmig und einleuchtend biete sie sich dem Betrachter im - mehr oder weniger zufällig gewählten - Ausschnitt dar. Die Fotografie rahmt ...
Alles hat ein Ende, mal plötzlich, mal schleichend, und mehr vielleicht als bei allen anderen Erfindungen des Menschen wünscht man sich bei Flugzeugen, dass es vorausberechnet sei und jemand sagt: Nun ist es gut. Dann landet das Flugzeug zum letzten Mal und steht fortan zwischen Tausenden anderer ...
In England hat jedes Kind ein Scrap Book - oder mehrere. Das sind riesige Pappen, meist bunt, in der Mitte gefaltet und zu einem Buch zusammengeheftet. Sie bieten Platz für Schnipsel aller Art: von Zeitungsausschnitten, Ansichtskarten und eigenen Fotos bis zu Servietten oder Eintrittskarten, all ...
"Wer will schon absteigen", heißt es früh in diesem Buch, "wenn man so schön in Fahrt ist." Und dann nutzt Carlotta den Schwung einer Bergfahrt und radelt auf dem Einrad von Pisa nach Gizeh, über die Chinesische Mauer hinweg nach Amerika, von dort nach Hause und gleich weiter auf neue Tour. Und da das Buch zur Endlosschleife geklebt ist, nimmt die Reise tatsächlich kein Ende.
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