Südafrika

Sich treiben lassen

Von Heidi Siefert

02. März 2001  In der Knysna-Bucht, bekannt für ihre Austernbänke und Seepferdchen, lässt sich eine Hand voll Freaks im Wasser treiben. Unter Wasser, um genauer zu sein. Strömungstauchen, bei dem man ohne viel eigenes Zutun durch die Unterwasserwelt gespült wird.

Im Tauchshop an der für Seefahrer kniffligen Einfahrt zur Lagune finden sich immer Mitstreiter für den nassen Ausflug. Der schmale Korridor bei „The Heads“, der Meer und Bucht voneinander trennt, ist selbst in Zeiten modernster Navigationssysteme noch eine echte Herausforderung an seefahrerisches Können. Nicht zuletzt wegen der Strömung, die die Taucher für ihren Unterwassertrip nutzen wollen.

Tauchen in der Einbahnstraße

Die Tauchguides bestimmten mit der Gezeiten-Karte den richtigen Zeitpunkt. Dann ist es nur noch die Strömung, die die Taucher weiter treibt. Man muss aufmerksam beobachten, denn ein Zurück für einen zweiten Blick auf einen Fischschwarm oder eine interessante Gesteinsformation gibt es nicht. Es geht unaufhaltsam vorwärts. War das nicht ein Schiffswrack? Hier liegt einiges auf Grund, was wegen der schwierigen Bedingungen den Weg in die sichere Bucht nicht schaffte. Das Vorbeitreiben ist ein bisschen wie Schaufenstergucken.

Wie der taucherfahrene Arndt erzählt, ist Strömungstauchen für viele die Einstiegsdroge, den Tauchsport ernsthaft zu betreiben. Und für ausgebuffte Könner wie ihn ist es immer wieder ein Vergnügen, sich einfach Treiben zu lassen. Für die „richtigen“ Taucher gibt es in der Knysna-Bucht übrigens auch Wracktauchen zu einem historischen Schiff, das seit Jahren am Meeresgrund liegt.

Anbieter: Waterfront Divers, The Heads, Knysna, Tel.: 0027/44/3840831, Fax: 0027/44/3841240.



Text: @mg

 
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