Südafrika

Immer an der Wand lang: Abseilen an den Steilküsten

Von Heidi Siefert

02. März 2001 „Was, da soll ich hinunter?“ Sandra, die junge Kunstgeschichtlerin aus Deutschland ist skeptisch. Und fragt sich, ob sie nicht doch friedlich zuhause an ihrer Doktorarbeit hätte weiterschreiben sollen, anstatt hier hoch über der Bucht von Knysna ins Klettergeschirr zu steigen.

Abseiling ist der Renner unter Südafrikas Outdoor-Freaks. Steile Berge und Klippen gibt es genug und entsprechend zahlreich sind die Möglichkeiten, den kürzesten Weg an der langen Leine nach unten anzutreten. Vom Seil gesichert geht es rücklings bergab. Die Beine gestreckt, wie beim Trapezsegeln und den Bauch voller prickelnder Glückshormone - vorausgesetzt, man ist auch wirklich schwindelfrei.

Chapman´s Peak Drive ist ein Lieblingshang

Eines der beliebtesten Abseil-Reviere ist der Tafelberg, wo ein Blick über die Schulter einen atemberaubenden Blick über Kapstadt und das Meer freigibt. Auch die spektakuläre Steilküste des Chapman´s Peak Drive nördlich von Noordhoek gehört zu den Lieblingsgebieten der Abseiler. Und Knysna, das für seine Austernbänke berühmte Städtchen an der Gardenroute, in dem Abseiling der krönende Abschluss einer Tour mit Kajakfahren und Trekking ist.

Flug am Seil

In vier Seil-Etappen geht es vom höchsten Punkt hinunter zur Küste. Vorbei an riesigen Farnen und blühenden Sträuchern. Durch Schluchten und entlang an kleinen Bächen. Auch die skeptische Sandra hat Gefallen daran gefunden und stößt sich mittlerweile recht energisch mit gestreckten Beinen von der Felswand ab. „Es ist ein bisschen wie Fliegen“, beschreibt sie ihre Begeisterung.

Anbieter: Seal Adventures, P.O.Box 1332, Knysna, Tel.: 0027/44/3826399, Fax: 0027/44/3822373. Africa Travel Centre, Tel.: 0027/21/4235555, Fax: 0027/21/4230065. Abseil Africa, Tel.: 0027/21/4231646.



Text: @mg
Bildmaterial: srt/Fabian v.Poser

 
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