wurde am 3. Juli 1942 in Osek in der Tschechoslowakei geboren, kam 1946 nach Westdeutschland und lebt seit 1947 in Frankfurt am Main, wo er Schulzeit und Studium – Romanistik, Neuere Geschichte, Kunstgeschichte und Musikwissenschaft – absolvierte. Er promovierte 1971 mit einer Arbeit über Carl Maria von Weber zum Dr. phil. und trat im selben Jahr als Programmchef und Produzent für zeitgenössische Musik in die Schallplattenfirma Wergo ein, eine Tochtergesellschaft des Musikverlages B. Schott’s Söhne in Mainz. Außerdem betreute er im Schott-Verlag wissenschaftliche Editionen (Haydn-Werkverzeichnis Anthony van Hobokens, Riemann-Musiklexikon, Wiener Urtext Edition, Gesamtausgaben von Richard Wagner, Arnold Schönberg und Paul Hindemith). Die offizielle Beschäftigung mit der Musik von Weber bis Webern wurde schon seit der Schulzeit von einer inoffiziellen Vorliebe für subkulturelle musikalische Erscheinungen begleitet: 1977 Veröffentlichung eines Buches über Rockmusik, 1982 einer Geschichte des Jazz, 1990 eines Buches über Jazz in Frankfurt, 1999 Herausgabe eines „Kleinen Wörterbuchs der Tonkunst“ (mittlerweile 2 Bände), 2002 eines Sammelbandes über den Komponisten Heiner Goebbels und 2005 des Bandes 9 „Jazz“ im zwölfbändigen „Handbuch der Musik im 20. Jahrhundert“. 2006 Veröffentlichung eines Buches über „25 Klassiker“ der Musik. Von 1978 bis 1985 hatte er einen Lehrauftrag für Popularmusik an der Frankfurter Universität. Von 1968 bis 1970 war er freier Musikkritiker der FNP, von 1970 bis 1981 in gleicher Funktion für die F.A.Z., deren Musikredakteur er von 1981 bis 2007 war. Danach weiterhin als Autor für die F.A.Z. tätig. Außerdem von 2002 bis Ende 2007 Professor für Musiktheaterkritik an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main. Seit 2008 lehrt er Aufführungsanalyse an der Universität Marburg.
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F.A.Z.