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Henning Ritter (Ri.)

Henning Ritter (Ri.)

Henning Ritter (Ri.)

Am 20. Juli 1943 in Seiffersdorf in Schlesien geboren, besuchte er – unterbrochen von einem zweijährigen Aufenthalt in Istanbul – das altsprachliche Schillergymnasium in Münster. Studium der Philosophie, Kunstgeschichte und Klassischen Philologie in Marburg, Heidelberg und Berlin. Seit Anfang der siebziger Jahre frei tätig als Verlagsmitarbeiter, Übersetzer und Autor. Mit Wolf Lepenies gab er die Reihe „Hanser Anthropologie“ heraus, danach die „Europäische Bibliothek“. Publizierte unter anderem zwei Bände Schriften von Jean-Jacques Rousseau, eine Sammlung von Aufsätzen und Vorträgen Jacob Burckhardts („Die Kunst der Betrachtung“), eine Übersetzung der „Pensées“ von Montesquieu („Meine Gedanken“) sowie Schriften von Hérault de Séchelles („Theorie des Ehrgeizes“) und Charles Darwin („Sind Affen Linkshänder?“). Von 1985 bis zu seiner Pensionierung 2008 war er in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung verantwortlich für „Geisteswissenschaften“. Weitere Veröffentlichungen: „Der lange Schatten“ (Insel, 1992), „Die Fassaden am East River“ (Suhrkamp, 2000), „Nahes und fernes Unglück. Versuch über das Mitleid“ (C. H. Beck, 2004, auch italienisch, 2008), „Die Eroberer. Denker des 20. Jahrhunderts“ (C. H. Beck, 2008). Die Universität Hamburg verlieh ihm im Jahr 2000 die Ehrendoktorwürde. 2005 erhielt er den Friedlieb-Ferdinand-Runge-Preis und den Ludwig- Börne-Preis. Er ist verheiratet und hat zwei Töchter.


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