Am 20. Juli 1943 in Seiffersdorf in Schlesien geboren. Er besuchte – mit einer zweijährigen Unterbrechung in Istanbul – das altsprachliche Schillergymnasium in Münster. Studium der Philosophie, Kunstgeschichte und klassischen Philologie in Marburg, Heidelberg und Berlin. Seit Anfang der siebziger Jahre war er frei tätig als Verlagsmitarbeiter, Übersetzer und Autor. Er hat unter anderem zwei Bände Schriften von Jean-Jacques Rousseau, eine Sammlung von Aufsätzen und Vorträgen Jacob Burckhardts („Die Kunst der Betrachtung“) und eine Übersetzung der „Pensées“ von Montesquieu („Meine Gedanken“) herausgegeben. Seit August 1985 ist er in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung für das Ressort Geisteswissenschaften zuständig. Buchveröffentlichungen: „Der lange Schatten“ (Insel, 1992), „Die Fassaden am East River“ (Suhrkamp, 2000), „Nahes und fernes Unglück. Versuch über das Mitleid“ (C. H. Beck, 2004). Die Universität Hamburg verlieh ihm im Jahr 2000 die Ehrendoktorwürde. 2005 erhielt er den Friedlieb-Ferdinand-Runge-Preis und den Ludwig-Börne-Preis. Er ist verheiratet und hat zwei Töchter.
Feuilleton
F.A.Z.