Kolumne

Was wirklich zählt

„Wenn du Karriere als Manager machen willst, arbeite nicht selbst am Computer“, sagte Schlick. Borg checkte seine Mails. „Allein, dass du so ein Mini-Ding besitzt, zeigt, dass du ein ernster Fall bist.“ Jetzt zögerte Borg doch. Von Georg M. Oswald

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Ein bisschen lockerer

Gimmels Abteilung zeigte auch in diesen schwierigen Zeiten bewundernswerte Haltung. Aber man durfte sich nichts vormachen - die Lage war so desolat wie noch nie. Gut, dass der Mann, der regelmäßig in sein Büro kam, die besten Pillen weit und breit hatte.

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Eine Atmosphäre des Vertrauens

Nehmen wir an, sagte Boll, ich lasse Ihre persönlichen Daten mit denen unserer Kunden abgleichen, und wir stellen fest: Es liegt nichts gegen Sie vor. Natürlich konnte Stipp nichts dagegen haben, wenn er nichts davon erfuhr. Von Georg M. Oswald

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Eigentlich ziemlich nett

Frau Schnait und Frau Meierschön tauschten sich an ihrem Arbeitsplatz gern darüber aus, was sie am Vorabend getan hatten. „Mein Mann und ich haben ferngesehen. War ganz nett.“ Ein typischer Satz. Tückisch - und mit Sprengkraft. Von Georg M. Oswald

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So geistreich wie vernichtend

Das Gnädigste, was einem Produktentwickler passieren konnte, war, dass Lott schwieg. Mai bewunderte ihn und bemühte sich, dem Beispiel seines Chefs zu folgen. Bis er kurz vor der ersten gemeinsamen Sitzung diese Gerüchte hörte. Von Georg M. Oswald

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Arglos und freundlich

Seit ihr Chef sie gefragt hatte, ob sie sich in der Abteilung wirklich wohl fühlte, träumte Frau Mink nachts voller Angst von ihren Kollegen. Wie unheimlich, als Herr Gsell dann seinen Kopf zur Tür hereinschob.

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Andere Prioritäten

Unheilschwanger lag auch in den Ferien die Kosiek-Sache auf dem Schreibtisch seines Arbeitszimmers. Eine komplizierte Angelegenheit - ungelöst. Plötzlich dieses Buch. Schwenk war erleichtert. Bis ihn sein Gewissen wieder plagte. Von Georg M. Oswald

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„Wer verliert, muss die Küche aufräumen!“

Mesch hatte noch immer nicht bei Halfmann angerufen, um sich endlich für die Silvestereinladung zu bedanken, aber heute musste er es tun. Er dachte nicht gern daran zurück, obwohl doch alles so gut begonnen hatte. Von Georg M. Oswald

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Noch ein guter Vorsatz

Schöne Feiertage waren das gewesen, doch jetzt musste Stronk wieder an die Realität denken. Über Weihnachten war es ihm nicht ganz gelungen, abzuschalten. Er trug den Gürtel locker, für seine Firma kam das nun nicht mehr in Frage.

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Geschenkt

„Danke, dass Sie Ihre Arbeit immer so zuverlässig erledigen“, sagte Schnurz und hielt lächelnd dem Müllmann 20 Euro entgegen. Er hatte kein Gespür für Fallstricke. „Bitte“, sagte der Mann im Overall, „aber das darf ich nicht annehmen.“

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Ich kann To do

Kunden im Viertelstundentakt: Nur vor Weihnachten fiel sein Name Tag für Tag mehr Menschen ein, die ewig nicht an ihn gedacht hatten. Durchtelefonieren bis zum Dreiundzwanzigsten? Denk knallte den Hörer auf. Von Georg M. Oswald

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Krisenparty in der Stammkneipe

Korn hatte in seiner Stammkneipe „Zum Sorgenbrecher“ zuletzt immer anschreiben lassen. Das Hausverbot ignorierte er. Denn mit Metz wollte er über Konsumschecks reden - und wie sich aus zehn Euro in der Tasche schnell ein paar tausend machen ließen. Von Georg M. Oswald

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Ein unverzeihlicher Fehler

Die Wortfolge „Frau“, „Werkzeugtasche“, „verlieren“ musste doch wirklich jeden amüsieren, der nicht humorlos war, denkt Wölk. Er will den Witz mit seiner Frau Ute teilen. Aber dann zieht er zurück. Verärgert. Und kleinlaut. Von Georg M. Oswald

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Noch eine Runde Latein

Finanzbuchhalter Klein lernt mit seinem zwölfjährigen Sohn eine Sprache, die seit über tausend Jahren niemand mehr spricht. Bis der Gebrauchtwagenhändler kommt und ein fettes Bündel 500-Euro-Scheine zückt. Kleins Argumente - alle zerstört. Von Georg M. Oswald

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