Kolumne

Schneller als möglich

Bis wann brauchen Sie das?“, fragte Schilch, nachdem ihm Munk die erste Aufgabe als frisch gebackenem Teamassistenten übertragen hatte. Wie konnte er wagen, eine solche Frage auch bloß zu denken? Von Georg M. Oswald

Kolumne

Schwäbischer Stress

Seinen guten Vorsatz vermochte Hetzle einfach nicht zu erfüllen: Weniger Stress. Wie denn bloß? Den Rasen vertikutieren, das Gartenhäuschen streichen, nebenbei noch für die Häuslefinanzierung sorgen. Es war ihm schleierhaft wie die Nachbarn all das schafften. Von Georg M. Oswald

Kolumne

Ein echter Wunderknabe

Dr. Ludwig Mohr und Dr. Martina Schnell aus der Kanzlei Glenngarry Glenn Ross waren sich einig: Ihr neuer Kollege musste ein Wunderknabe sein. Was in der Stellenausschreibung nicht alles verlangt war! Entsprach der junge Kerl wirklich diesen vielen Kriterien? Von Georg M. Oswald

Kolumne

Im Pullover

„Schatz, welchen Anzug soll ich heute anziehen?“ „Um was für einen Termin geht es denn?“ „Das Treffen mit den Deutschen. Wir übernehmen wahrscheinlich eines dieser zahlungsunfähigen Traditionsunternehmen.“ „Ich würde da an deiner Stelle überhaupt nicht im Anzug hingehen.“ Von Georg M. Oswald

Kolumne

Eine Frage des Niveaus

Gut, er war noch nicht lange im Unternehmen. Dennoch erlaubte sich der ehrgeizige Dr. Happ, kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Es ging ihm ums Niveau! Einzig und allein ums Niveau! Von Georg M. Oswald

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„Herzlichen Glückwunsch zur Beförderung!“

Ötz, ein Manager kurz vor der Beförderung ahnte Schlimmes. In Frankreich war vor ein paar Wochen ein Manager von seinen Mitarbeitern eine Nacht lang in seinem Büro festgehalten worden. Und nun wurde auch in seiner Abteilung getuschelt, gekichert und hinter seinem Rücken geredet. Von Georg M. Oswald

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Die Kunst des Ingenieurs

Zu fortgeschrittener Stunde saßen vier Ingenieure in der Hotelbar. Da warf einer die Frage auf: War es möglich, mit zwei DIN-A4-Blättern und einem Meter Klebefilm ein rohes Ei so zu präparieren, dass es einen Fall aus dem zweiten Stock unbeschadet übersteht? Von Georg M. Oswald

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„Und ich sage nicht mal bitte“

Seit einiger Zeit schlief Wank schlecht. Genauer gesagt: Seitdem er Führungsverantwortung trug. Denn immer, wenn er versuchte, seine Entscheidungen zur Diskussion zu stellen, bekam er diesen überraschten, vielleicht sogar spöttischen Gesichtsausdruck zu sehen. Von Georg M. Oswald

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Nicht kleckern!

Klotz blätterte in den Unterlagen aus schwerem, hochglänzendem Papier: Die „MS Simple Pleasures“. Was für ein Schiff! Ganz in Weiß, 85 Meter lang, 14 Gästezimmer... Kostenpunkt: 100 Millionen Dollar. Das Gute an diesem Preis: Klotz konnte ihn bezahlen. Von Georg M. Oswald

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Das Anhängsel vom Anhängsel

Fink war das neueste Mitglied der Task Force zur Bearbeitung eines nicht ganz unbedeutenden Zusatzes zu Appendix vierzehn der Anlage zwei zu einem Liefer-Rahmenvertrag. Doch ehe er so recht wusste, wie ihm geschah, drohte er durch seinen Tatendrang selbst zum Appendix zu werden. Von Georg M. Oswald

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Auf meiner norditalienischen Burg

„Wo wollen Sie mit achtzig stehen?“ Es schien auf der Hand zu liegen, was der Kursleiter hören wollte: Ein Bekenntnis zu den wahren Werten. Kesch juckte das nicht. Als er gesprochen hatte, rückten die anderen von ihm ab, als würde er schlecht riechen.

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Der gewisse Blick fürs Wesentliche

Es brodelte in Doktor Kropp. Heute grassierte eine fatale Nachlässigkeit in Sachfragen. Anders war nicht zu erklären, dass die Spaßfraktion immer mehr die Oberhand gewann - und die Führungsposten noch dazu. Ausgerechnet dieser Gneis. Von Georg M. Oswald

Kolumne

Vertieft in Spesenabrechnungen

Suhl und Melk rannten beim Buffet ineinander. „Wegen einem Euro dreißig zu kündigen, fände ich auch übertrieben, aber es ist doch beruhigend zu wissen, dass es geht.“ „Da hast du recht. Wo würdest du die Grenze ziehen?“ Plötzlich sprachen sie von Al Capone. Von Georg M. Oswald

Kolumne

Was wirklich zählt

„Wenn du Karriere als Manager machen willst, arbeite nicht selbst am Computer“, sagte Schlick. Borg checkte seine Mails. „Allein, dass du so ein Mini-Ding besitzt, zeigt, dass du ein ernster Fall bist.“ Jetzt zögerte Borg doch. Von Georg M. Oswald

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