Vor den Spielen von Peking

Das Olympische Alphabet

Am 8. August werden in Peking die Olympischen Spiele eröffnet. Was in den folgenden zwei Augustwochen aus China berichtet wird, wird unser Bild dieses Landes verändern. China verändert sich schon in den Vorbereitungen auf das größte Sportereignis des Jahres. Unser Olympisches Lexikon beschreibt Auffälligkeiten, Entwicklungen und Effekte vor Beginn der Spiele.

Olympisches Lexikon: N

Ein gefasstes und zuversichtliches Volk

Olympia erscheint unbeschadet der Tatsache, dass China erst unlängst den westlichen Sport für sich entdeckt hat, als „Erfüllung des großen Traums des chinesischen Volks“. Die Nation sei auf Verkennung und Spott vorbereitet. Von Mark Siemons, Peking

Olympisches Lexikon: M

Fünf repräsentative Tiere

Den bisherigen Mengenrekord an Olympia-Maskottchen von Sydney 2000 (drei) übertrifft Peking mit gleich fünf „Fuwa“ (Glückskindern). Was ihnen an optischer Eingängigkeit fehlt, machen sie mühelos durch Bedeutungsgeladenheit wett. Von Mark Siemons, Peking

Olympisches Lexikon: L

Ein Kampf um Lügen, Werte und Anerkennung

Als in Lhasa gewaltsame Unruhen ausbrachen, glaubte der Westen, dass dies etwas mit Olympia zu tun habe. Zwei Konzepte von Öffentlichkeit stoßen hier aufeinander, deren Gegensätzlichkeit keinen bequemen Kompromiss erlaubt. Von Mark Siemons, Peking

Olympisches Lexikon: K

Man reckt sich wie ein Bär

Chinas Konzept des Körpers ist dem des westlichen Sports geradezu entgegengesetzt. Nicht Siege und Rekorde strebt die chinesische Körperkultivierung an, sondern im Gegenteil ein Einschwingen ins Normalmaß der Natur. Von Mark Siemons, Peking

Das Olympische Lexikon: J

Katz-und-Maus-Spiel ungekannten Ausmaßes

„Das chinesische Volk“, heißt es, „begrüßt aufrichtig die Reporter aus der ganzen Welt“. Doch zugleich behandelt die Regierung die internationalen Medien wie potentielle Agenten jener „feindlichen Kräfte“, die sie in ihren Stellungnahmen häufig zitiert. Von Mark Siemons, Peking

Olympisches Lexikon: I

„Das Copyright an den Athleten gehört dem Staat“

Die Bedeutung der chinesischen Superstars des Sports als Repräsentanten der Nation wächst immer mehr, überragt in jüngster Zeit sogar jene von Filmschauspielern und reicht schon an die von Weltraumfahrern heran. Von Mark Siemons, Peking

Olympisches Lexikon: H

Ein Fass ohne Boden

Die Einwohner Pekings sollen rechtzeitig zu den Olympischen Spielen von unschönen Gepflogenheiten wie Spucken, Müllwegwerfen und Vordrängeln abgebracht werden. Die westlichen Zivilisationen belächeln das. Zu Unrecht. Von Mark Siemons, Peking

Olympisches Lexikon: G

Sympathie statt Einschüchterung

Bei Olympia 2004 in Athen hatte China im Medaillenspiegel die zweite Stelle hinter den Vereinigten Staaten erreicht. Das man nun Platz eins anstrebe, wird von den Offiziellen dementiert. Von Mark Siemons, Peking

Olympisches Lexikon: F

Entzünde die Leidenschaft

19.400 inländische und 2480 ausländische Fackelträger werden sich am 137.000 Kilometer langen Lauf durch Europa, Amerika, den Nahen Osten und Asien beteiligen - einer „Reise der Harmonie“. Von Mark Siemons, Peking

Olympisches Lexikon: E

Das Herz der Welt ergreifen

Die Zeremonie, mit der Peking die Olympischen Spiele eröffnen möchte, ist streng geheim. Nur zehn Menschen auf der ganzen Welt seien in die Details eingeweiht, heißt es. Doch ein prominenter Mitwirkender ist längst abgesprungen. Von Mark Siemons, Peking

Olympisches Lexikon: D

Es fließt kein Schildkrötenblut mehr

Mit ihrem Kampf gegen Doping, dem internationale Gutachter neuerdings gute Noten ausstellen, kämpft die chinesische Regierung um kulturelle Anerkennung. Nicht einmal die chinesische Küche bleibt von den neuen Skrupeln verschont. Von Mark Siemons

Olympisches Lexikon: C

Peking spricht zur Welt

Wenn chinesische Restaurantbesitzer ihre Menüs ins Englische übersetzen, prallen zwei Sprachwelten aufeinander. Doch „Chicken without sexual life“ findet die chinesische Regierung gar nicht witzig. Jetzt hat die Stadt den fehlerhaften Übersetzungen den Kampf angesagt. Von Mark Siemons, Peking

Olympisches Lexikon: B

Wohin bloß mit den Bauernarbeitern?

Spektakuläre Stadien und neue Wahrzeichen: Ohne die rund 4,5 Millionen Bauernarbeiter würden die großen Bauvorhaben in Peking wohl nicht fertiggestellt werden. Doch für die Zeit der Spiele könnten sie aus der Stadt verbannt werden. Von Mark Siemons, Peking

Olympisches Lexikon: A

Milliarden Alte Fremde blicken nach China

Lao Wai, wörtlich Alter Fremder werden Ausländer in China genannt. Dass alles, was bei den Olympischen Spielen passiert, unter ihrem Blick stattfindet, ist der vielleicht wichtigste Effekt der Veranstaltung. Von Mark Siemons, Peking

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