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 | | Kommt es hart auf hart, heißt es zäh bleiben |
|  | Altersteilzeit oder Abfindung Wenn der Chef die Trennung will Von Dyrk Scherff 
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01. Dezember 2008 Jetzt greifen die Unternehmen wieder zum Äußersten: Die Wirtschaftskrise zwingt immer mehr Firmen, Personalkosten zu reduzieren. Die Autobauer sind vorgeprescht, andere folgen. Erst werden die Leiharbeiter zu ihren Vermittlern zurückgeschickt, dann Überstunden abgebaut und die Werksferien verlängert. Es folgt Kurzarbeit. Älteren Mitarbeitern bieten Firmen jetzt oft Altersteilzeit an, und es gibt Angebote, den Arbeitsvertrag gegen eine Abfindung freiwillig aufzulösen. Später folgt der Zwang: betriebsbedingte Kündigungen. Wer Glück hat, bekommt noch eine Abfindung.
Bei den ersten Maßnahmen hat der Mitarbeiter kaum Möglichkeiten mitzureden. Bei Altersteilzeit und Abfindung aber schon. Wer hier geschickt verhandelt, kann den Abschiedsschmerz vom Unternehmen lindern. Wie viel er dabei herausholen kann, hängt von seiner Verhandlungsposition ab. Kann er nachweisen, dass die Kündigung nicht rechtmäßig wäre oder zumindest Zweifel daran bestehen, wird das Unternehmen eher entgegenkommend sein, um eine Klage vor dem Arbeitsgericht zu verhindern. Wann die Chance auf Abfindung steigt
Unrechtmäßig wäre die Kündigung beispielsweise, wenn soziale Kriterien nicht beachtet werden. Also etwa, wenn einem älteren Kollegen gekündigt wird, während der Jüngere mit dem gleichen Aufgabengebiet bleiben darf. Oder wenn Familienväter und Alleinerziehende ihren Job verlieren, während es gleichaltrige Kinderlose gibt. Die Chancen auf Abfindung steigen auch, wenn das Unternehmen noch nicht alle Einsparmöglichkeiten ausgeschöpft hat, etwa durch Überstundenabbau oder Kurzarbeit. Oder es gar an anderer Stelle Personal aufbaut. Mitarbeiter von amerikanischen Firmen in Deutschland profitieren davon, dass bei Sparrunden oft eine Zahl der abzubauenden Stellen vorgegeben wird und nicht das Einsparvolumen. Für Abfindungen ist dann mehr Geld da. Nicht immer sind die ersten Abschlüsse auch die üppigsten. Wer zäh bleibt, wird oft höher abgefunden, weil er lästig wird. Zur Sicherheit sollte jeder die Möglichkeit nutzen, einen Nachschlag zu vereinbaren, wenn später etwa ein Sozialplan höhere Leistungen bietet. |
Gewusst wie: Altersteilzeit oder Abfindung? 1. Finde ich einen neuen Job? Für ältere Arbeitnehmer ist das oft schwierig. Werden sie arbeitslos, bekommen sie maximal 24 Monate Arbeitslosengeld. Und danach Hartz IV. Dann kann die Abfindung schnell aufgebraucht sein, und Altersteilzeit wäre besser. 2. Habe ich einen finanziellen Puffer? Die Arbeitslosigkeit schlüge weniger schlimm zu Buche, wenn genug Ersparnisse oder andere Einnahmen, etwa Mieten aus einer Eigentumswohnung, vorhanden wären. Dann könnte die Abfindung interessant sein. Das gilt auch, wenn der Entlassene sich danach selbständig machen will. 3. Ist die Abfindung hoch genug? Wer einen neuen Job bekäme, muss abwägen: Bei der Altersteilzeit wird das Gehalt relativ zur Arbeitszeit gesehen aufgestockt, denn der Mitarbeiter bekommt für weniger Arbeit verhältnismäßig mehr Geld. Es werden auch höhere Sozialabgaben abgeführt. Nur wenn die Abfindung diese Aufstockungen übertrifft, ist sie attraktiv. 4. Bereit für den Ruhestand? Wer die Abfindung wählt, keinen neuen Job bekommt und dann vielleicht vorzeitig in Rente geht, muss bereit sein, sein Berufsleben aufzugeben. Ist er das nicht, sollte er besser über Altersteilzeit schrittweise in den Ruhestand wechseln. | | |
Text: F.A.S. Bildmaterial: dogbone66 - fotolia.com, dpa
Lesermeinungen zum Beitrag [1]
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Abfindung Keine Arbeit fürs Geld
Wem betriebsbedingt gekündigt wird, der kann hoffen, eine Abfindung zu bekommen. Von hohen Summen sollten sich Mitarbeiter aber nicht blenden lassen. Es gibt einige Fallstricke. 
|  | | Wichtig ist, möglichst wenig mit dem Fiskus zu teilen |
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Altersteilzeit Weniger Arbeit fürs Geld
Es ist verlockend: Man arbeitet nur halb so viel wie bisher und bekommt trotzdem noch mindestens 70 Prozent vom letzten Gehalt. Wer will, kann sogar noch früher in Rente gehen. Doch es gibt Bedingungen. 
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