03. April 2007
Wer als Jurist nicht in eine Großkanzlei einsteigt, kann auch in der Rechtsabteilung eines Unternehmens ganz gut verdienen. Die höchsten Gehälter für Hausjuristen gibt es in der Halbleiter- und in der Konsumgüterindustrie.
Sie können zwar meist nicht mit den Top-Verdienern in den großen Kanzleien mithalten, aber sie verdienen viel mehr als das Gros der Rechtsanwälte und sind in der Hierarchie der Unternehmen finanziell im oberen Drittel angesiedelt.
Leicht zugelegt
Das Gehaltsniveau angestellter Syndizi beziehungsweise Justiziare, so eine Auswertung aktueller Gehaltsdaten durch die Vergütungsberatung Personalmarkt, ist um ein Prozent gestiegen. Demnach liegt das durchschnittliche Jahresgesamtgehalt eines Hausjuristen bei rund 62.700 Euro.
Das durchschnittliche Grundgehalt liegt bei 56.660 Euro jährlich, die Höhe der variablen Anteile bei denjenigen, die ein variables Gehalt bekommen, bei durchschnittlich rund 10.000 Euro pro Jahr. Prämien, Boni oder Erfolgsbeteiligungen machen damit fast 18 Prozent des Grundgehalts aus.
Die besten Verdienstmöglichkeiten haben Syndizi, wenn sie in der Halbleiterindustrie (87.880 Euro jährlich), in der Konsumgüterindustrie (74.860 Euro) und in der Medizintechnik (knapp 74.200 Euro) arbeiten. Am wenigsten Geld gibt es im Gesundheitswesen (52.560 Euro), im Bereich Logistik, Transport und Verkehr (51.800 Euro) und bei Verbänden (48.900 Euro).
Berufserfahrung zahlt sich auch hier aus: Wer drei Jahre als Justiziar gearbeitet hat, kommt auf ein Gehalt in Höhe von durchschnittlich 45.500 Euro jährlich. Bei vier bis fünf Jahren Berufserfahrung sind es bereits durchschnittlich 60.400 Euro jährlich. Bei einer Berufserfahrung von acht bis neun Jahren steigt der durchschnittliche Verdienst eines angestellten Syndizi auf rund 70.400 Euro jährlich.
Lediglich acht Prozent aller Syndizi, deren Gehaltsdaten ausgewertet wurden, verfügen über einen Firmenwagen.