Das gute literarische Gewissen: Margaret Atwood

Margaret Atwood zum Siebzigsten

Die Mutanten sind unter uns

Margaret Atwoods Romane zeichnen sich aus durch grimmigem Witz, Pessimismus und Anteilnahme. Sie vermag es, Aufregendes komplett unaufgeregt zu schildern. Zum siebzigsten Geburtstag der Schriftstellerin. Von Tilman Spreckelsen

Erzählt von einer Desillusion: Autorin Katharina Hacker

Katharina Hacker und Suhrkamp

Chronik einer Zerrüttung

Die Freiheit steckt im Weißraum: Mit dem Erscheinen ihres neuen Romans beendet Katharina Hacker die Zusammenarbeit mit dem Suhrkamp Verlag. Das Haus hat ihre Wünsche missachtet. Von Felicitas von Lovenberg

„Dies ungeheure Haus den Freunden aufgethan”: Blick in die neue Marbacher Dauerausstellung

250 Jahre Schiller

Das Lied von der Socke

Heute, am zweihundertfünfzigsten Geburtstag des Klassikers, wird in Marbach das Schiller-Nationalmuseum neu eröffnet. Die aktuelle Dauerausstellung setzt auf die Aura des Originals und die Ausdauer der Besucher. Von Hubert Spiegel

Hans Magnus Enzensberger, geboren am 11. November 1929

Enzensberger zum Achtzigsten

Überschaum und Maß

Spezial Wer wird er heute sein? Hans Magnus Enzensberger, eine der beweglichsten intellektuellen Instanzen der Republik, erstaunt mit seinem Fassungsvermögen und ist selbst kaum zu fassen. Heute wird er achtzig Jahre alt. Von Felicitas von Lovenberg

Geboren am 9. November 1929: Imre Kertész

Imre Kertész zum Achtzigsten

Fremd an den Schauplätzen seines Lebens

Wie kaum ein anderer Autor hat Imre Kertész den Holocaust mit größter Radikalität ins Zentrum eines Werks gestellt, das seinen Ausgang vom äußersten Grenzbereich menschlicher Erfahrung nehmen musste. Zum achtzigsten Geburtstag des Literaturnobelpreisträgers. Von Hubert Spiegel

Selten leuchtete die Akademie heller als im Licht der Preisträger dieses Jahres: Walter Kappacher nahm den Büchner-Preis entgegen

Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung

Man wird, was man liest

Die Urbegegnung mit Literatur, ob in der Schule oder anderswo, ist kein Luxus, sondern sie hält Antworten bereit auf die brennende Frage, wie man wurde, was man ist: Die Deutsche Akademie verleiht ihre Preise. Von Felicitas von Lovenberg

Der Preisträger und sein Lobredner: Walter Kappacher (l.) und Paul Ingendaay im Staatstheater in Darmstadt

Paul Ingendaays Lobrede auf Walter Kappacher

Im Inneren das andere Leben

An diesem Samstag hat Walter Kappacher in Darmstadt den Büchner-Preis entgegengenommen. In seiner Lobrede beschreibt unser Spanien-Korrespondent Paul Ingendaay die Poetik des österreichischen Autor als Wahrnehmung, Hinschauen und Geltenlassen.

Einmal geht der Blick weg vom Ring: Wolf Wondratschek in der Berliner Arena beim Kampf von Arthur Abraham gegen Jermain Taylor

Boxer und Dichter

So schlägt man sich in der Nacht auf die Ohren

Wie vor ihm Ernest Hemingway und Bertolt Brecht zieht es den Schriftsteller Wolf Wondratschek immer wieder an den Boxring zurück. Beim Duell von Arthur Abraham gegen Jermain Taylor erlebt der Dichter seinen ersten Kampf seit zehn Jahren. Er sieht das Urtier des Boxens und vermisst die Poesie. Von Arne Leyenberg

Gefürchtet als stiller Strippenzieher: Gabriel García Márquez

Observiert: Gabriel García Márquez

Die Spione, die aus der Hitze kamen

Jetzt freigegebene Akten schaffen Gewissheit: Fast zwei Jahrzehnte lang wurde Gabriel García Márquez vom mexikanischen Geheimdienst bespitzelt. Der Verdacht? Revolutionäre Umtriebe. Besondere Nervosität lösten die engen Beziehungen des Schriftstellers zu François Mitterrand aus. Von Paul Ingendaay, Madrid

Es gibt Aufregenderes als einen Nobelpreis: Doris Lessing 2007

Doris Lessing zum Neunzigsten

Epen vom Ende des britischen Weltreiches

Immer wieder Aufbrüche: Aus dem kolonialen Rhodesien ins London der Nachkriegszeit und dann weiter in Mystik und Utopie. Doris Lessing, die Epikerin vergangener Welten, wird an diesem Donnerstag neunzig Jahre alt. Von Mara Delius

Ikonen der Buchmesse

Der Anästhesist

Seit Jahren röhrt Hirschhausen durchs Kulturunterholz, geht dem gesamten Betrieb auf den Zentralnerv: geleckter als ein rundgeleckter Leckstein, nicht halb so witzig wie ein Loch im Kopf. Eindeutige Symptome: AGS, Aufmerksamkeitsgeilheitssyndrom. Von Martin Wittmann und Oliver Jungen

Jugendbuchautorin Meg Rosoff

Pferdemädchen kommen überallhin

„Jeder ist cooler als ich“, sagt Meg Rosoff, als sie in ihrem Londoner Garten die Windhunde streichelt. Aber das ist nur ihr grimmiger Humor. Ihre Jugendbücher sprengen die Gattungsgrenzen. Und auch die der Pubertät. Von Hannes Hintermeier

Autorin Terézia Mora im Video-Interview

Kleiner Manager - was nun?

In ihrem zweiten Roman „Der einzige Mann auf dem Kontinent“ erzählt Terézia Mora von einem phlegmatischen IT-Manager. Ein Interview über Vermeidungsstrategien am Kaffeeautomaten und die Hybris eines Berufsfelds. Von Elisabeth Dietz und Andreas Brand

Die Edition Suhrkamp im Rücken: Amos Oz stattete dem bald vakanten Verlagsgebäude seinen Abschiedsbesuch ab

Amos Oz im Interview

Meine bösen deutschen Nächte

Amos Oz kommt nicht zur Buchmesse. Wir haben ihn trotzdem in Frankfurt erwischt. Thomas David sprach mit ihm über die Schatten der Geschichte, die Überraschung Herta Müller und die Erotik des Schreibens.