Ein Leben in Bildern: In Josef Burgs Wohnung in Czernowitz

Ein Dichterleben

Es gibt keinen Hass. Es ist ein Wunder

Josef Burg ist der letzte jiddische Dichter in Czernowitz, das heute in der Ukraine liegt und einst eine Weltstadt für jüdische Autoren war. Besuch bei einem Dichter, dessen Sprache fast verschwunden ist. Von Johanna Adorján, Czernowitz

Lesermeinungen zum Beitrag

21. Dezember 2008 15:08

Arroganz und Ignoranz

A B (AnnTob)

... sind keine guten Voraussetzungen, um ein sensibles Thema wie die Folgen des Holocausts für die Dichtung zu beschreiben: Wieso wird suggeriert, dass es einen Verlust darstelle, wenn die vormalige "Herrengasse" nun nach der Dichterin Olga Kobylanska benannt ist? Da Herr Burg offenbar im Gegensatz zur Autorin kulturell aufgeschlossen ist, hätte er sich auf seinem von der Autorin fingierten Rundgang sicher darüber gefreut (nur für Angehörige eines "Herrenvolkes" kann darin etwas Beklagenswertes liegen). Wie ist es außerdem möglich, im gleichen Artikel Menschen wegen ihrer "groben Gesichter" und "billigen Kleidung" (Bedienstete, wen wundert's) zu verunglimpfen, um zum Ende des Artikels in dadurch unglaubwürdig gewordener Weise für die früher sozial niedrig gestellten Jiddischsprecher Partei zu ergreifen?

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