Ein Markenartikel, dem das Lesepublikum treu war: Johannes Mario Simmel 1983

Zum Tod Johannes Mario Simmels

Der Vorarbeiter in der Bewußtseinsindustrie

Er war ein großer Liebender und sentimentaler Hypochonder. Mit seiner ganz eigenen Mischung aus Fakten und Fiktion, Kolportage und Kitsch wollte er vor allem immer eines sein: Aufklärer. Zum Tod des Bestseller-Autors Johannes Mario Simmel. Von Hannes Hintermeier

Lesermeinungen zum Beitrag

04. Januar 2009 12:41

Ein gelungener Nachruf

Aljoscha Long (JonValkenberg)

...vor allem dann, wenn man ihn mit dem grauenvollen Machwerk Franz Josef Wagners vergleicht, der sich erdreistet hat, einen Nachruf auf Simmel in der WELT zu veröffentlichen.

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02. Januar 2009 21:14

Bis zur Bitteren Neige ...

Heinz Lindemann (HeinzSH)

Mitten in meiner tiefsten Lebenskrise 1971 bekam ich von einem Mitpatienten, der Mozartkugeln fressend NICHTS verstanden hatte ... "Bis zur Bitteren Neige" geliehen... Gegen Ende kommt in diesem Roman ein Test vor, den Klinikärzte mit einem Alkoholkranken mach(t)en... erst Alkohol, darauf eine Pille, die zum Kreislaufzusammenbruch führt... Nein, an einer Sucht kann man nicht herumdoktern oder sie "kontrollieren". Ich durfte zu jener Zeit ein neues Leben beginnen, FREI und nüchtern, in Selbsthilfegruppen weltweit, ohne bevormundende, ru(h)msüchtige weiße Götter in Kliniken und (Weinbrand!-)Sterne-Küchen... DANK und FRIEDEN, J. M. Simmel.... Ihr Heinz L.

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02. Januar 2009 19:44

Johannes Mario Simmel

Sönke Peters (soenkepeters)

Allein die weltweite Verbreitung seiner Romane und deren Inhalte hat (das habe ich persönlich erfahren können) sehr viel zum Ansehen der Bundesrepublik beigetragen. Dieses sicherlich auf einem dann doch noch höheren Niveau als z.B. „Derrick“. Die Entscheidung darüber, inwiefern er kulturell als „wertvoll“ im Sinne von und à la Marcel Ranicki einzustufen ist, überlasse ich denjenigen, die seine Werke gelesen haben. Ein deutscher Botschafter war er aber bestimmt allemal und phantasiereich begnadet; gepaart mit erzählerischen Künsten offensichtlich auch. ... Bon Voyage, Herr Simmel!

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