
So wie es lange brauchte, bis der Geldadel und wer sich dazugehörig fühlte in seiner zerstörerischen Gier erkennbar geworden ist, so wird es noch lange dauern bis solche Sätze wie: " ...Die Maschine ist jederzeit Herr der Lage, sie schickt bei vollem Leistungseinsatz den 1,7 Tonnen schweren CC in sechs Sekunden von 0 auf 100 km/h, ist nach gut 25 Sekunden bei 200 km/h angekommen und hört erst auf zu beschleunigen, wenn der Begrenzer bei 250 km/h Einhalt gebietet..." in ihrer Naivität auf ihren Verfasser zurückfallen, und nicht mehr als gefeierte Autotestberichte erscheinen. Man kann das nicht Fahrtbericht nennen, sondern muß es als Werbung bezeichnen, die von den Autokonzern den FAZ Testfahrern mit der Möglichkeit entgolten werden, sich immer mal wieder am Steuer als Mann fühlen zu dürfen. Übrigens geht den Herren Testfahrern regelmäßig der Gaul durch, wenn die Dinosaurier- Autos besonders schwer und/oder für den normalen Straßenverkehr unverantwortlich schnell sind.

Ich finde das Wort "bieder" gar nicht negativ. Es beschreibt einfach, dass Familien andere Bedürfnisse haben als Dinks. Ich bezeichne mich auch als bürgerlich und habe keine Probleme damit, obwohl es wohl Menschen gibt, die das mit "spießig" gleichsetzen. Sollen sie doch - die Eiche hat noch nie gestört, wer sich an ihr reibt. Vielleicht ist das Problem ja einfach, dass das Gras auf der anderen Seite immer grüner aussieht und man meint, mit seiner Lebenswahl etwas zu verpassen. Das sollte man aber sowieso nicht, denn dauerhafte Unzufriedenheit hat noch keinem gut getan.

Warum wird mit Familie immer wieder die Klassifizierung bieder verwendet. Sind Menschen mit Kindern Zeitgenossen 2. Wahl? Sind DINKS (double income no kids), die Autos ohne Kofferraum, dafür mit mit umso mehr Motorraum, fahren, die besseren Menschen? Genau diese latent famillienfeindliche Haltung einiger Zeitgenossen beschert uns die Probleme: Kinderarme Zeiten mit allen negativen Folgen für Wirtschaft und Mitmenschlichkeit. Wer pflegt denn die heute noch aktiv Arbeitenden im Alter, wer kauft deren (alten) Häuser, Grund und Boden, Wertpapiere, wer sorgt für Nachfrage und damit für stabile Währung und Preise wenn nicht die Kinder (Familien)? Der Autor möge sich bessern und nicht jedes Vorurteil pflegen, das die vermeintlich dynamischere oder teurere Konkurrenz in die Welt setzt.