Bei dem ganzen Geschimpfe zum Thema "Billigproduktion" und "Ostblock" dürfen wir eines nicht vergessen: Rumänien ist in der EU, von jedem Euro Wohlstand, der dort geschaffen wird, profitieren wir unmittelbar als EU-Bürger mit.
Die Bürger werden Produkte aus Deutschland konsumieren, die Industrie wird investieren und dabei werden deutsche Maschinenbauer etc. auch Aufträge abbekommen.
Es gibt noch einen weiteren Effekt: Renault hat sich mit dem Dacia Logan hervorragend für den Wettbewerb auf dem Weltmark positioniert. In Indien wird der Logan schon produziert, im Iran werden Getriebe für das Fahrzeug hergestellt, für viele "emerging markets" bietet der Logan mit seiner Wirtschaftlichkeit, seinem Platzangebot und seiner halbwegs ausgereiften Konstruktion mit robusten Großserienteilen die richtige Antwort auf die Anforderungen des Marktes. Denn das ist der Markt, der in den nächsten Jahren das größte Wachstum zu verzeichnen haben wird und wo Markanteile und Gewinne zu verteilen sind. Den Markt muss doch nicht kampflos den Koreanern, Japanern und Chinesen überlassen.
Ein VW Touran mit Pumpe-Düse ist da mit Sicherheit die völlig falsche Antwort und der VW Fox, der für dieses Segment gedacht ist, ist einfach lächerlich klein.
Ich fahre mittlerweile seit knapp drei Monaten und 10000 km einen Logan MCV und kann beinahe alles bestätigen, was ich in diesem Bericht lese. Allerdings muss man sich nicht unbedingt über einen Verbrauch von 8,5 l oder gar noch mehr ärgern, wenn man die Dieselversion wählt, die sich im täglichen Einsatz tatsächlich mit den vom Hersteller angegebenen Schnittverbrauch von ca. 5,3 l Treibstoff begnügt. Den sechsten Gang - ja, den würde man sich manchmal schon wünschen, allerdings durchaus nicht nur beim Dacia...
Es ist schon interessant, was in Dtl. moeglich ist.
Geiz ist geil, aber bitte nicht beim Auto. Dort werden alle Register gezogen, um eine Preis-Leistungsrelation in schwarz-rot-gold herauszubekommen.
Solange das so bleibt, kann es den Deutschen nicht schlecht gehen.
Bei der Lektuere von Fahrberichten und Vergleichen zweifelt man manchmal an der Objektivitaet, aber die Kommentare zeigen, dass das schon in Ordnung ist. Der Deutsche will das so.
Ein auslaendisches Vergleichsmodell ist gleichbedeutend mit einem sozialen Abstieg.
Wo bleiben da die wahren Werte der Gesellschaft, des Indiviuums.
Der Mann hinter dem Stern oder dem sich drehenden Propeller ist mehr Wert, als der im hybridgetriebenen Lexus.
Gabriel und Merkel werden sich weinend in den Armen liegen, ob dieser Meldung.
Und zu guter letzt, und auch schon genannt:
Es soll ja größere Familien mit einem eher kleinen Einkommen geben. Was für ein Auto soll sich eben diese Familie kaufen? Die Deutschen fallen komplett weg, und die hier viel zitierten Skodas kommen auch nur bedingt mit, ein alter Octavia geht bei 15000 EUR los. Das ist für eben diese Familie viel Geld.
Fakt ist einfach, das es keine deutsche Konkurrenz gibt. Ähnlich wie bei Umweltthemen wird hier der Bedarf verschlafen, statt dessen darf darf ich überall Premiumprodukte kaufen, welche in vielen Fällen zur Egovergrößerung dienen.
Es ist schon merkwürdig was ich hier manchmal lese.
Zum einen soll ich nach Möglichkeit nur deutsche Autos kaufen, aus patriotischer Nächstenliebe. Das beim kleinen Fliessbandarbeiter nur sehr wenig von meinem vielen Geld ankommt, das wird mal vergessen. Täusche ich mich, aber schimpfen die meisten von Ihnen sonst über die sogenannten Heuschrecken/Unternehmen?
Eine kurze Zwischenfrage: mögen die Verteufler von dacia vielleicht BMW oder Mercedes, vielleicht auch Audi? Schauen Sie doch bitte mal, wo manche Volumenmodelle von denen herkommen. BMW und Mercedes produzieren z.B. in den USA, Audi im Osten. Wenn das mal keine Schweinerei ist, zumal ich dann ja auch total überteuerte Premiumpreise dafür bezahle.
Und ja, ich habe kein problem damit zu sagen, das viele deutsche Autos mittlerweile total überteuert sind. Für ein maximal halbwegs gut ausgestatteten Golf zahle ich 20000 EUR. Und ich behaupte auch einmal, das ein Golf ja nicht unbedingt ein Premiumprodukt ist, sondern nur eben ein oller Golf. Nur der 0815 Deutsche zahlt hierfür viel Geld, für so etwas oberflächliches wie Image. Und wir erinnern uns auch an schlechte Qualität auf Seiten der detuschen Hersteller.
dass sich hier menschen auf einmal darüber beschweren, dass deutschland zu teure autos baut, das ist doch mal wieder ein witz.
deutschland hat sich in den letzten 30 jahren einen selten gesehenen ruf bei autos erarbeitet.
und seitdem sie endlich mal was von marketing verstanden haben, bieten sie ihre autos mit einem dementsprechenden qualitäts- und prestigesiegel an.
das alles kostet natürlich. premium segment nennt man sowas. preisaufschlag für guten ruf, zuverlässigkeit, support und marke.
billige autos bieten hingegen die "billig"-marken der großen konzerne zu genüge an...
Skoda: VW
Chevrolet: GM
Dacia: Renault
das einfache prinzip der produktdifferenzierung hier anzuklagen, sowas ist doch schon leicht...
Also ich fahre dieses Auto. Ich fahre es gerne. Für mich ist ein Auto im Gegensatz zu vielen anderen auch kein Statussymbol oder eine Verlängerung meiner Männlichkeit. Ich habe eine Frau und zwei Kinder. Bei unserem zweiten Kind stellte sich die Frage nach einem neuen Auto. Es sollte groß sein und fahren können. Da gibt es viel. Sicher. Nur nichts preiswertes. Schnickschnak will ich nicht, brauch ich nicht. Rasen muß ich nicht und tu ich nicht (habe zwei Kinder). Egal auch, wo das Auto herkommt. Warum also nicht einen Logan MCV? Ein Auto aus Deutschland hatte es auch sein können, aber mit unserem Geldbeutel nicht machbar. Verschulden hätten wir uns können für VW, nur hätten wir dafür ein Denkmal bekommen oder einen Orden, weil ausgerechnet für ein paar Minuten jemand Beschäftigung gehabt hätte, der weit über unseren (nichtmal) (Mindest-)Lohn bezahlt werden will??? Eher nein. Warum bitte nicht Dacia? Also haben wir unser mühsam zusammengespartes in einen echten Volkswagen investiert. Gerne auch jedezeit wieder.
1. Will ich niemand zwingen Autos zu kaufen, die 20.000Euro und mehr kosten! Ich wollte nur darauf hinweisen, dass es verlogen ist, aufgrund der billigeren Preise Produkte aus Korea, Ost-Block etc zu kaufen und sich dann aufzuregen, wenn VW, Siemens etc sagen wir können es uns nicht mehr leisten komplett bzw überhaupt in Deutschland zu produzieren. Und das hat nix mit Niedersachsen oder Bayern zu tun, wenn man sich mal ernsthaft die Verteilung der Produktionsstandorte anschaut Frau Kaschulke.
2. Baut VW durchaus billige Autos, nur wie Renault Dacia dazu nimmt, nimmt VW halt Skoda und geht (noch) nicht auf ganz so billig.
3. (@ allgemein) Was nicht in Deutschland produziert angeht stimmt das nur teils. Für viele Firmen ist das Siegel "Made in Germany" für den Verkauf wichtig und dafür gilt: "1995 entschied das Oberlandesgericht Stuttgart, dass Made in Germany gegen das Wettbewerbsrecht verstößt, wenn der größte Teil des Produkts nicht aus deutschen Rohstoffen besteht oder nicht aus deutscher Fertigung kommt." (Quelle: wikipedia)
Die deutschen Automobilfirmen sollten sich am Logan ein Beispiel nehmen. Die meisten Käufer sind einfach nicht in der Lage und auch nicht willens, 50.000 DM für ein Auto auszugeben.
Vor zwanzig Jahren hat ein familientauglicher Wagen gut die Hälfte davon gekostet; die Lohnentwicklung gibt es nicht her, solch eine Preissteigerung mitzumachen.
Und zum Logan und seinem Verbrauch: Irgendwo muß der Preis ja herkommen. Sparen kostet eine Menge Geld und ist deshalb ungeeignet für alle, die keines haben. Um einen Motor so verbrauchsarm zu machen, daß die Tester feuchte Augen bekommen, ist so viel Technik notwendig, daß ein Preis wie der des Logan nicht zu bewerkstelligen ist.
wenn ich aber nun mal keine 20.000€ für einen neuwagen ausgeben möchte?
warum bauen deutsche hersteller eigentlich nur noch prestige-autos?
wo bleibt die billigere logan-alternative auf der VOLKSWAGEN hinten draufsteht?
stattdessen sollen wir phaetons und tuaregs kaufen...
die deutschen autobauer machen sich lächerlich, nicht die kundschaft, deren bedürfnisse mißachtet werden.
Leider wißen viele (die meisten) nicht wie hoch die Herstellungskosten z.B. eines Golf sind und meinen ein Dacia wäre ein bilig-Ostblock-Auto. Leute ein Golf kostet VW nur ein "paar" Euro!
==> die Gewinne deutscher Automobilunternehmen sind riesig, im Ausland kostet ein Golf trotz hoher Gewinne im Verkauf viel weniger als in Deutschland, das sollte zu denken geben. Auch ist kein "deutsches" Auto 100% aus Deutschland, von der Konstruktion bis zum letzten Schräubchen. Das meiste kommt aus dem Ausland (Opel (GM) verbaut in Deutschland Motoren in den Astra von Isuzu, VW aus Tschechien etc.). Da gibt es einfach kein "deutsches" Auto, nur günstige und überteuerte...Prestige oder nicht Prestige ist hier die Frage...das einzige was die Autos einer Nation zuordnet ist unser Glaube, da unser Wißen begrenzt ist.
Auch ist der Logan kein billig-Auto, ein neuer A3 Sportback mit 1.6Liter verbraucht auch 8,5l/100km. Ich habe Kollegen, die schaffen mit Ihren GolfIV/V 1.6-Benziner nicht weniger als 9l/100km. Wer meint er unterstützt die deutsche Wirtschaft indem er in Deutschland montierte Autos kauft, sollte nochmal genau nachdenken...
Sie können sich ja einen VW/Audi/Porsche Stadtgeländewagen (SUV) kaufen. Der kommt garantiert aus dem Ostblock. Aus der Slovakei! Sie können sich aber auch Tomaten aus Deutschland kaufen.
Sie können sogar noch einen Schritt weiter gehen. Kaufen Sie nur Produkte aus ihrem Dorf ein. Sicherlich gibt es dort auch Arbeitslose, die Ihnen für eine solche Belebung des heimischen Arbeitsmarktes dankbar wären.
Und mal ganz nebenbei: Für die Dividendenausschüttung bei der deutsche Autoindustrie ist der US-Markt am wichtigsten. Die Aktionäre kommen wohl auch nicht alle aus Deutschland.
Also: Wer an einem Job in der Autoindustrie interessiert ist, kann ja Rumänisch lernen, so wie deutschen Krankenschwestern und Ärtze Schwedisch lernen müssen. (Die "Zivis" (wohl nur Männer) machen ja hier eh billig die Arbeit.)
Kurz um, es gibt keine patriotischen Kaufentscheidungen, zumal mir der "Bayer" oder der "Niedersachse" völlig fremd ist. Warum soll ich also VW o.ä. kaufen? Weil ich mit diesen Leuten in der selben Arbeitslosenversicherung hänge? Die kann ich einfach mit einer steuerlich finanzierten (z.B. Konsumptionssteuer) Arbeitslosigkeitsabsicherung ersetzen.
Die Betriebskosten sollte man schon kritisch sehen.
Der hohe Benzinverbrauch ...bei der Alternative guter
Gebrauchter für 8000 bis 12000 sieht es da schon besser aus.
Das 2 Jahres-Wartungsinterval würde ich auch relativieren.
Mein Renault Megane hatte auch ein 2 Jahresintervall, dies steht nur auf dem Papier, da er jedes Jahr etwas hat und teuer in die Werkstatt muss, z.B. die superteuren Bremsscheiben, die zudem noch ausserordentlich verschleissanfällig sind und auch gleich bei jedem TÜV ein Problempunkt sind.
Ich denke nicht, dass es beim Logan besser aussieht, und wenn Renault hier auch so bei den Ersatzteilen Kasse macht, erinnert dieses Geschäftsmodell doch an die Tintenstrahldrucker (billiger Drucker, aber Gewinnfinanzierung über überteuerte Tintenkartuschen).
Genau lieber Autor, kaufen wir uns alle Logans und gleich noch die billigeren (und wahrscheinlich nur geringfügig schlechteren) Waschmaschinen und (diese Liste darf um beliebige Artikel erweitert werden) aus Korea/ex-Ostblock.
Dann aber bitte nur verständnisvolle und lobende Artikel wenn VW, Mercedes, Siemens usw demnächst massive Entlassungen bekannt geben.
Schließlich wollten wir es ja nicht anders. Oder denkt der Autor, dass wenn wir die Logans etc dieser Welt kaufen, die Chinesen, Rumänen etc demnächst unsere hier gebauten Golfs kaufen?