Wäre ich nicht genau 2 Wochen (und keine 2000 km) nach Anlieferung meines Prachtstücks aufgrund eines Motorschadens stehen geblieben, würde ich BMW ebenso gratulieren.
Meine Freude hält sich allerdings in der Form eines defekten Motors und Ausschluss der Rücknahme des Fahrzeuges in Grenze.
Ich beglückwünsche BMW zu diesem Auto – für Kunden, die sich nicht ins deutsche Zeitgeist-Zuchthaus sperren lassen und die deutsche Arbeitsplätze schaffen und sichern.
... ich schliesse mich den Vorrednern an - Ignoranz und Irrationalität haben Konjunktur.
Irgendwie kommt es mir vor, als hielte man die Mehrzahl der Leser für unvernünftig bis wirklichkeitsfremd. Das scheint weniger bei der "Unterschicht", sondern bei denen, die über reichlich überschüssige Mittel verfügen, vermehrt vorzukommen - anscheinend ist es dort hip Vernunft als "ärmlich" hinzustellen und Ignoranz des Zeitgeistes zu demonstrieren.
Mich beeindruckt das nicht - ich bin eher traurig mit solchen Mitmenschen eine Welt teilen zu müssen. Der Besitz ist weniger das Problem - daß diese Unvernunft auf der Strasse auch ausgelebt wird, läßt Solidarität im Verkehr zunehmend aussterben. Diese Art Journalismus trägt dazu bei.
Das Auto ist insgesamt sehr gelungen und im Vergleich zur Limo auch viel schöner. Nur der Antrieb ohne Allrad missfällt. Jedoch wird man dieses Problem im Zukunft lösen können, in dem BMW ihr X-Drive Allradsystem auch für das 335i anbieten wird.
Besonders ärgerlich: die B-Säule! Für einen Coupé gehört sich diese einfach nicht. Schade, dass man daran in BMW's Designbüros nicht gedacht hat...
Es steht völlig außer Zweifel das BMW ein führender Hersteller in der Autoindustrie darstellt. Technische Finesse und designtechnisch (zumindest außen) im sehr interessant.
Allerdings muss man sich schon manchmal fragen, was ein Auto mit so einer Leistung und fast schon frecher Attitüde bringen soll, wenn sich die ganze Welt der Industrie sich doch intelligenter Weise mal von den fossilen Brennstoffen weg in Richtung der regenerativen Energien entwickeln sollte.
Ab und zu mal ein Auto mit Wasserstoff Brennstoffzellen zu zeigen, was ca. 10-20 Jahre von der Serienreife entfernt ist, reicht für mich nicht aus und nimmt in der Hauseigenen Motorentwicklung definitiv einen sehr geringen, wenn überhaupt zählbaren, Prozentbereich ein.
Unternehmen wie Solar-World u. ä. mögen zwar auch teilweise gehypt sein, jedoch zeigen sie auch mit unternehmerischen Erfolg ein Beispiel, wo sich die führenden Marken der Autoindustrie (wie BMW) mal eine Scheibe abschneiden könnten.
Wer jetzt in die Zukunft investiert wird zukünftig der Gewinner sein.
Ich gebe Ihnen recht, so schlimm ist es in Deutschland nun auch wieder nicht. Bezüglich der Auswahl der Testobjekte und der Art und Weise der Beurteilung von Automobilen bin ich nach wie vor enttäuscht.
Das Produkt ist schön und relativ sinnfrei, allerdings muß man ja nicht gleich wieder moralinsauer auf den Untergang Deutschlands schließen. Den Kampf um höhere Werte sollte man vielleicht auf anderen Feldern führen. Selbst der alte Kant wollte nicht, dass alle als Mönche leben. Etwas mehr Gelassenheit und Humor wäre angebracht;-)
Sehr geehrte FAZ-Auto Redaktion,
ich wünsche mir wirklich mehr Distanz bezüglich solcher übermotorisierter und nutzloser Machwerke unserer Autoindustrie. Als Ingenieur habe ich durchaus ein Faible für technische Meisterleistungen, allerdings wenig Verständnis, wenn der Gehirnschmalz in so nutzlose Produkte investiert wird. Wenn dann noch derart kritiklos über Sportfahrwerke, abschaltbare Stabilisierungselektronik usw. schwadroniert wird, fehlt mir wirklich jedes Verständnis und das Vertrauen in ein zivilisiertes Deutschland schwindet weiter. (...)