WM-Serie

Ein Welterfolg mit Startschwierigkeiten

Der WM-Erfinder: Jules Rimet

Der WM-Erfinder: Jules Rimet

Die Geschichte des Welterfolgs Fußball-Weltmeisterschaft begann vor 76 Jahren in Montevideo - begleitet von der Ignoranz des „Mutterlandes“ England. Die Briten galten zwar als die Erfinder des Spiels mit dem runden Leder und hatten schon im Jahre 1863 ihren nationalen Verband gegründet, der bis heute „The Football Association“ (FA) heißt.

Doch dem Weltverband FIFA, der am 21. Mai 1904 in Paris ins Leben gerufen wurde, zeigten sie die kalte Schulter. Vielleicht, weil die Wiege der Federation Internationale de Football Association ausgerechnet in der damaligen Fußball-Diaspora Frankreich stand. Genau weiß das heute niemand mehr.

„Jules Rimet“ für immer in Brasilien

Bis zur Austragung der ersten WM 1930 in Uruguay, die England wie die beiden folgenden nicht zur Kenntnis nahm, dauerte es fast drei Dekaden. Obwohl die Pläne schon 1904 fix und fertig in den Schubladen der FIFA-Macher lagen, wurden die notwendigen Beschlüsse erst am 8. September 1928 in Zürich gefaßt. Der Präsident hieß Jules Rimet, nach dem der erste Worldcup benannt wurde. 1970 in Mexiko durfte Brasilien nach dem dritten WM-Triumph den „Coupe Jules Rimet“ für immer behalten.

Insgesamt haben bei den bisher 17 Austragungen erst sieben Nationen die Fußball-WM gewonnen. Hinter den Brasilianern, die mit fünf Titeln alleiniger Rekordhalter (1958, '62, '70, '94, 2002) sind, folgen die dreifachen Champions Italien (1934, '38, '82) und Deutschland (1954, '74, '90) in der Ehrenliste. Uruguay (1930, '50) und Argentinien (1978, '86) haben je zwei Mal den Titel gewonnen, England (1966) und Frankreich (1998) nutzen beide ihren Heimvorteil zum einmaligen WM-Triumph.

Europäische Siege nur in Europa

Überhaupt ist der Heimvorteil nicht zu unterschätzen. Sechs Weltmeister gewannen den Titel im eigenen Land. Die acht WM-Siege europäischer Teams fanden alle in Europa statt. Von den neun südamerikanischen Triumphen wiederum gelangen sieben in Amerika. Nur Brasilien schaffte es 1958 in Schweden und 2002 in Japan auf einem fremden Kontinent zu gewinnen - hat es aber dafür ausgerechnet im eigenen Land nicht geschafft (1950).



Text: FAZ.NET mit Material von dpa

 

WM-Serie 2002

Die beste Mannschaft der Welt verliert gegen Brasilien

Oliver Kahn war der traurige Held von Yokohama, dem überragenden Torwart der Fußball-WM in Japan und Südkorea unterlief im Finale gegen Brasilien ein bitter bestrafter Fehler. FAZ.NET-Serie mit Bildergalerie.

WM-Serie: 1998

Beispielloser Triumph einer multikulturellen Equipe

Spezial In der WM-Geschichte hatte es zuvor kaum einen ähnlichen Finalsieg gegeben wie den der Franzosen beim 3:0 über die Brasilianer 1998. In neunzig Minuten fand im Stade de France eine kaum für möglich gehaltene Umkehrung der sportlichen Verhältnisse statt.

WM-Serie: 1994

Dopingsünder, „Stinkefinger“ und Brasiliens Rekord

Bei der WM-Premiere von Bundestrainer Berti Vogts enttäuschte die Nationalelf, Stefan Effenberg wurde nach der „Stinkefinger-Affäre“ nach Hause geschickt. Brasilien versprühte wenig Glanz wurde aber zum vierten Mal Weltmeister. Die WM-Serie bei FAZ.NET.

WM-Serie: 1990

Des „Kaisers“ zweite Krönung

Andreas Brehme verwandelte den entscheidenden Strafstoß im WM-Finale zum 1:0-Sieg gegen Argentinien, Deutschland war zum dritten Mal Weltmeister, und „Kaiser“ Franz Beckenbauer zum zweiten Mal gekrönt worden. Die WM-Serie in FAZ.NET.

WM-Serie: 1986

Beckenbauers Debüt und die „Hand Gottes“

Er war der gefeierte „Messias des runden Leders“ und der „Betrüger mit der Hand Gottes“ zugleich - Maradona der Star der WM 1986 in Mexiko. Weltmeister wurde sein argentinisches Team durch einen Sieg gegen Deutschland.

WM-Serie: 1982

Vizeweltmeister mit ramponiertem Ansehen

Bei der WM 1982 in Spanien erreichte Deutschland das Finale und verlor dennoch viel Ansehen. Der „Nichtangriffspakt“ mit Österreich und das brutale Foul von Torwart Schumacher am Franzosen Battiston überschatteten den Erfolg. Die WM-Serie von FAZ.NET.

WM-Serie: 1978

Die Schmach von Cordoba oder „I wer' narrisch!“

Spezial Die WM 1978 in Argentinien wurde für Deutschland zu einer großen Enttäuschung: Nur ein Sieg in sechs Spielen und als Krönung das 2:3 gegen Österreich. Die „Schmach von Cordoba“ machte Stürmer Hans Krankl und Reporter Edi Finger berühmt. Teil elf der WM-Serie von FAZ.NET.

WM-Serie: 1974

Angestrengter Jubel nach einem selbstverständlichen Titel

Im eigenen Land triumphierte Deutschland 1974 im WM-Finale gegen die Niederlande 2:1. Ein typisches „Müller-Tor“ sorgte für die glückliche Entscheidung. Teil zehn der WM-Serie von FAZ.NET.

WM-Serie: 1970

Ein Jahrhundertspiel: das Drama gegen Italien

In Mexiko fand 1970 im Halbfinale das wohl spektakulärste Spiel der WM-Historie statt. Die Italiener triumphierten bei 40 Grad im Schatten in der Verlängerung 4:3 gegen Deutschland. Ein Match, um das sich bis heute Legenden ranken.

WM-Serie: 1966

Das berühmte „dritte Tor“ entscheidet die WM

Bei der Fußball-WM 1966 in England fielen insgesamt 89 Tore - das vorletzte machte Geschichte. Das „Wembley-Tor“ zum 3:2 für England im Finale gegen Deutschland: Hurst hatte den Ball unter die Latte geschossen, von dort aus sprang er auf, vor oder doch hinter die Linie?

WM-Serie: 1962

Die vergessene WM und der Weltkrieg der Fußtritte

Die Titelkämpfe 1962 in Chile wurden zu einer „vergessenen WM“. Das Fernsehen konnte noch nicht live aus Südamerika übertragen, Deutschland schied schon im Viertelfinale aus und die Defensiv-Taktik fast aller Teams war extrem ermüdend. Brasilien wurde locker Weltmeister.

WM-Serie: 1958

Brasiliens Zauberer tanzten alle aus

Im sechsten Teil der WM-Serie blickt FAZ.NET auf das Turnier 1958 in Schweden zurück. Pele, Didi oder Zito hießen die brasilianischen Stars, die mit ihrer einzigartigen Spielweise jeden Gegner und die Fans verzauberten.

WM-Serie: 1954

Der Chef hat sich kurz bedankt

Spezial Im fünften Teil der WM-Serie blickt FAZ.NET auf das Turnier 1954 in der Schweiz zurück. Während des Spiels gab es kein Wasser, vor dem Bankett kein Alkohol und gejubelt wurde zurückhaltend - Horst Eckels Erinnerungen an das „Das Wunder von Bern“.

WM-Serie: 1950

Das furchtbare Ende der Fußball-Samba

Im vierten Teil der Serie blickt FAZ.NET auf die WM 1950 zurück. Der große Favorit Brasilien verlor das Finale vor mehr als 200.000 Zuschauern im Maracana-Stadion 1:2 gegen Außenseiter Uruguay. Anschließend weinte eine ganze Nation.

WM-Serie: 1938

Italiens zweiter Streich - „Großdeutschlands“ Flop

Italien verteidigte 1938 souverän seinen WM-Titel. Die „großdeutsche“ Mannschaft, in der acht Spieler aus dem annektierten Österreich standen, blamierte sich. Dritter Teil der FAZ.NET-WM-Serie.

WM-Serie: 1934

Die unerbittliche „Squadra Azzurra“

Die erste Fußball-Weltmeisterschaft in Europa durfte 1934 Italien ausrichten - und nutzte den Heimvorteil mit Unterstützung der Schiedsrichter zum Titelgewinn.

WM-Serie: 1930

WM-Premiere in Winterpullovern

Bei der Uraufführung der Fußball-WM 1930 in Uruguay fehlte das Gros des europäischen Fußballs. Tolle Geschichten gab es dennoch: Das erste Tor fiel im Schneetreiben und wurde im Bordell gefeiert. Das letzte Tor schoß ein Einarmiger. FAZ.NET-Serie.